Quelle: Sony
Ben Thomas (Will Smith) ändert sieben Leben.
Aus einem Motelzimmer in Los Angeles ruft ein geheimnisvoller Mr. Thomas (Will Smith) bei der Notrufzentrale an und kündigt seinen eigenen Selbstmord an. In einer Reihe von Rückblenden, die sich erst langsam zusammenfügen, erfährt der Zuschauer, wie es dazu gekommen ist. Besonders im ersten Akt des Films Sieben Leben wird der Zuschauer von Drehbuchautor Grant Nieporte und Regisseur Gabriele Muccino (Das Streben nach Glück) bewusst im Unklaren gelassen. Erst nach und nach ergibt sich ein Gesamtbild.
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Die Auswirkungen dessen erfassen auch sein eigenes.
Sieben Leben ist ein Film, der umso ergreifender ist, je weniger man über die Handlung weiß. Daher also nur so viel: Nach einer Tragödie beschließt Mr. Thomas, das Leben von sieben Fremden, die dringend Hilfe brauchen, entscheidend zu verändern. Doch er rechnet nicht damit, wie weit sein eigenes Leben dadurch verändert wird. Der Film ist ein emotionales und philosophisches Puzzle. Der Zuschauer wird in einen Strudel gerissen, der sich nur bruchstückhaft erschließt und erst am Ende zu einem Gesamtbild zusammengefügt wird.
Für Will Smith und seinen Produzenten James Lassiter war das Einspielergebnis von rund 16 Millionen Dollar am Startwochenende sicher eher enttäuschend. Nachdem Smith nun acht Mal hintereinander Platz 1 der amerikanischen Kinocharts belegt hat, muss er sich mit Sieben Leben mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Für viele in Hollywood ein Grund zur heimlichen Freude, denn Will Smiths steile Karriere - und die Tatsache, dass er in seinen letzten drei Filmen, I Am Legend (2007), Hancock 2008) und jetzt Sieben Leben, gottähnliche Erlöserfiguren spielt - rief bei vielen Kritikern Unmut hervor. Schade eigentlich, denn Sieben Leben gehört zu den schönsten und unterhaltsamsten Filmen der letzten Monate.
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Jeder der sieben braucht Hilfe - doch warum gewährt Thomas sie?
Sieben Leben ist die zweite Zusammenarbeit zwischen Will Smith und Regisseur Gabriele Muccino. Bei ihrem ersten gemeinsamen Film, Das Streben nach Glück (2006), musste Smith seine Wahl des damals in Hollywood noch unbekannten Regisseurs vehement verteidigen. Doch sie scheinen eine gemeinsame Sprache zu sprechen. Es gibt selten Filme, bei denen Drehbuch, Regie, Kamera, Musik und Darsteller ein so perfektes Ganzes ergeben. Jede Nuance stimmt. Sieben Leben ist nicht nur einer der intelligentesten Filme der letzten Monate, sondern auch einer der anrührendsten.
(Emanuel Bergmann)
