Sicario 2: Soldado - Filmrezension zum apokalyptischen Drogenkriegs-Thriller
Nicht mal einen Monat nach dem Erscheinen von "Sicario" (2015), wurde bereits bekannt gegeben, dass eine Fortsetzung in Planung sei und nicht nur das, denn glaubt man den Gerüchten, so münden diese Drogenkriegs-Thriller in einer Trilogie. Das Werk "Sicario 2: Soldado" wurde dem im Februar 2018 verstorbenen Isländer Jóhann Jóhannsson gewidmet, der für die Kompositionen des Pilotfilmes verantwortlich war. Die Hauptrollen in diesem actiongeladenen Action-Thriller gehen an Josh Broslin und Benicio Del Toro und bedeuten die fünfte Zusammenarbeit für die beiden Darsteller.
Im Prinzip war der Plot des kernigen Drogenthrillers Sicario abgeschlossen. Das Sequel - erneut mit Josh Brolin und Benicio Del Toro, aber ohne Emily Blunt - wirkt trotzdem nicht unnötig. Statt Denis Villeneuve (Arrival) führte der ebenfalls talentierte Italiener Stefano Sollima (Suburra) die Regie und legt einen Actionritt vor, der sich gewaschen hat. Diesmal soll die über dem Gesetz stehende Spezialeinheit des CIA-Berserkers Graver unter falscher Flagge eine 16-jährige Drogenboss-Tochter entführen, um die mexikanischen Kartelle weiter gegeneinander aufzuwiegeln, da diese hinter Terroranschlägen auf US-amerikanischem Boden stecken. Während der heiklen Operation bricht die fragwürdige Moral der Truppe zusammen ...
Die prägnante Erzählweise und der politische Impetus halten das Geschehen stets spannend: Der übersichtlich geschnittene Thriller hat kein Gramm zu viel auf den Rippen. Zudem inszeniert Sollima Shootouts auf dem Niveau von Heat - nur heftiger und brutaler.
FAZIT:
Atmosphärisch-unheilvoller, brillant in Szene gesetzter Actionthriller mit Polit-Hintergrund.
