Schmetterling und Taucherglocke
Die Gedankenwelt von Jean-Dominique Bauby, dem ehemaligen Elle-Chefredakteur.
Morsezeichen aus dem Kerker eines kranken Körpers: Dieses mit Preisen überhäufte Meisterwerk schildert in poetisch-pointierten Bildern die wahre Geschichte des erfolgsverwöhnten Journalisten Jean-Dominique Bauby, der eines Tages von Kopf bis Fuß gelähmt im Krankenhaus aufwacht. Aus seinem physischen Gefängnis heraus kann er sich nur durch Blinzeln mit dem linken Auge verständigen.
Glück bedeutet zu realisieren, dass man andere liebt und geliebt wird.
Ein grauenhaftes Schicksal, doch Bauby lässt sich nicht unterkriegen und beginnt sogar, seine Memoiren per Augenzwinkern zu diktieren! Schmetterling und Taucherglocke erinnert atmosphärisch ein bisschen an die verträumte Stimmung in Die fabelhafte Welt der Amelie. Anstatt im weinerlichen Ton um Betroffenheit zu buhlen, versucht der Film vielmehr, das Leben und die Hoffnung zu zelebrieren - übrigens aus einer ungewöhnlichen Perspektive, denn fast die ganze Handlung wird aus dem Blickwinkel von Baubys Auge gezeigt. Der vorherrschenden Heiterkeit zum Trotz: Der Film ist nichts für zwischendurch, sondern erfordert wegen seiner tragischen Thematik ein gewisses Maß an Muße und Besinnlichkeit.
