Ein gnadenlos inszenierter Überlebenskampf im Inneren der Erde. Nichts für schwache Nerven!
Schweißgebadet
Sanctum, von Jungregisseur Alister Grierson inszeniert und von James Cameron produziert, erweist sich als der erwartete spannende Abenteuerfilm. Dabei zeigt sich das Drehbuch aber leider relativ eindimensional, zudem kann nicht jede Darstellerleistung vollständig überzeugen. Der elementare Aspekt des Films ist jedoch der Überlebenskampf im Inneren der Erde, der einerseits extrem packend, andererseits zugleich unerträglich erscheint, ganz besonders in 3D. Das Ertrinken in engen Räumen, in denen kein bisschen Tageslicht zu finden ist, rührt extrem an den eigenen Urängsten. Der Film ist hart inszeniert und atemberaubend spannend. Aber am Ende ist man schweißgebadet und erleichtert, dass man den Film "überlebt" hat.
Übrigens:
Man kann sich fragen, ob die 3D-Technik bei diesem Film eher nützt oder schadet. Das Spektakuläre, das man bei Camerons eigenen Filmen so oft findet, sucht man hier vergebens. Stattdessen setzt Regisseur Grierson auf Beklemmung und Urängste. Der Film ist zweifellos perfekt inszeniert, aber er ist auch ein echter Horrortrip. Der Spaßfaktor war für mich dabei etwa so hoch wie bei einer Zahnwurzelbehandlung.
(Emanuel Bergmann)
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