Rom braucht einen starken Herrscher
Mitte des vierten Jahrhunderts nach Christus steht es schlecht um Rom, das einst leuchtende Weltreich, dem zu Zeiten seiner größten Ausdehnung Europa bis hinauf nach Großbritannien und sogar Nordafrika angehörten. Geschwächt von inneren Intrigen und unermüdlichen Barbarenhorden, deren Angriff wie tausend kleine Nadelstiche die Grenzen zermürbten, zerbricht das Imperium. Als aufstrebender, neuer Herrscher ist es in Barbarian Invasion, dem offiziellen Add-on zu Rome: Total War, an Ihnen, wahlweise das West- oder Oströmische Reich zu neuem Glanz zu führen. Oder Sie führen eine der acht rivalisierenden Nationen in ihrem Widerstandskampf an, darunter Goten, Vandalen, Alemannen und Franken.
Unabhängig von der Seitenwahl startet das Spiel im rundenbasierten Strategiemodus: Sie blicken auf eine hübsch animierte Übersichtskarte Ihres Herrschaftsgebiets, verschieben Truppen wie Figuren in einem Brettspiel und verantworten Auf- und Ausbau der Siedlungen und Städte. Letztere sind der Schlüssel zu einer florierenden Wirtschaft, die wiederum Voraussetzung für eine schlagkräftige Armee ist.
"Kenne ich schon", mögen Rome-Kenner denken. Doch Barbarian Invasion erweitert das Grundprinzip des ausgezeichneten Hauptspiels um einige zentrale Punkte. Für Römer spielt beispielsweise der Senat keine Rolle mehr, genau wie in Wirklichkeit zu dieser Zeit. Barbarenhäuptlinge bedienen sich gar einiger gänzlich unbekannter Taktiken: Statt Städte zu errichten und Steuern einzunehmen, können Sie eine Horde brandschatzen und plündern lassen und mit dem erbeuteten Geld Söldner anheuern. Immense Bedeutung kommt darüber hinaus der Religion zu. Und auch die Schlachten im Echtzeit-Taktik-Modus gewinnen durch neue Formationen, Nachtgefechte und schwimmende Einheiten an Tiefe.
Wie sich all diese Erweiterungen im Detail auf das Spielgefühl auswirken, beschreiben wir im morgigen Themenwochenartikel zu Rome: Barbarian Invasion.
