Rom (TV-Serie)

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Gaius Julius Cäsar (Ciarán Hinds) steigt vom Prokonsul und Feldherrn zum Diktator auf.
Quelle: Warner

Gaius Julius Cäsar (Ciarán Hinds) steigt vom Prokonsul und Feldherrn zum Diktator auf. Quelle: Warner Gaius Julius Cäsar (Ciarán Hinds) steigt vom Prokonsul und Feldherrn zum Diktator auf. 52 v. Chr.: Feldherr Gaius Julius Cäsar unterwirft ganz Gallien. Doch dem Senat in Rom ist sein enormer Macht- und Prestigezuwachs ein Dorn im Auge. Man verlangt die Auflösung von Cäsars Legionen, was dieser verweigert. Die Folge: Cäsar marschiert mit seiner XIII. Legion nach Rom, sein ehemaliger alter Freund und jetzige Rivale Pompeius flieht mit zahlreichen Senatoren nach Griechenland - der Beginn eines Bürgerkriegs. Auf der helenischen Halbinsel stehen sich die beiden römischen Heere Monate später gegenüber. Cäsar siegt und schwingt sich zum Diktator auf - ein Akt, den er mit dem Leben bezahlen wird.

Vor diesem Hintergrund erzählt die 2005 erstmals von der britischen BBC und dem US-Sender HBO ausgestrahlte TV-Serie Rom von Feindschaften, Machtmissbrauch, Intrigen und Mord in der ewigen Stadt. Wie einst der legendäre Siebzigerjahre-Mehrteiler Ich, Claudius, Kaiser und Gott (der 1998 zu der Idee zu Rom inspiriert haben soll) sind auch hier die großen Namen wie Cäsar, Oktavian, Marcus Antonius und Cleopatra tragende Säulen eines Politdramas aus der Antike, für dessen Ausarbeitung u.a. Bruno Heller (schrieb auch die Drehbücher für alle Folgen) und John Milius (Regisseur von Conan, der Barbar) verantwortlichen zeichnen.

Doch neben den Großen und Mächtigen des Römischen Weltreiches haben sie zugleich das Schicksal zweier einfacher Männer aus dem Plebs mit dem der prominenten Akteure verwoben und damit in den Mittelpunkt der Handlung gerückt: Das des Lucius Vorenus, eines treuen, aber engstirnigen Offiziers der XIII. Legion, sowie das des Titus Pullo, einem kraftstrotzenden, aber tief in seinem Inneren gutmütigen Legionärs. Gemeinsam erleben die beiden Weggefährten Gallienkrieg und Einzug in Rom; Cäsars Zug gegen Pompeius in Griechenland und die Allianz des Feldherrn mit Cleopatra in Ägypten; den Aufstief Cäsars zum Tyrannen und seine Ermordung durch eine Gruppe von Senatoren.

Sexuelle Freizügigkeit und brachiale Gewalt
Pompeius (Kenneth Cranham) muss vor Cäsar nach Griechenland fliehen - und stellt sich ihm dort mit seinem Heer. Quelle: Warner Pompeius (Kenneth Cranham) muss vor Cäsar nach Griechenland fliehen - und stellt sich ihm dort mit seinem Heer. Dabei werden die beiden Identifikationsfiguren Vorenus und Pullo sowie ihre Angehörigen, aber auch historisch bekannte Charaktere wie Pompeius und Brutus - trotz aller Fiktion, die hier in Personen hineingedichtet wird, über die man wenig bis gar nichts weiß - überaus vielschichtig und fern von der Eindimensionalität dargestellt, wie es sonst vor allem in Kinoproduktionen aus Hollywood der Fall ist. Ein weiterer Pluspunkt der Serie sind die ausgeprägten Farben, die hervorragenden Kostüme und das hohe Maß an Authentizität, was auch sexuelle Freizügigkeit und brachiale Gewalt miteinbezieht.

Die Serie als Antike-Lehrstunde heranzuziehen, wäre zwar gewagt. Dennoch scheint sie hinsichtlich der Darstellung des täglichen Lebens so nah an der möglichen Realität, wie selten zuvor. Gedreht wurde die anglo-amerikanische Koproduktion mit dem enormen Budget von 100 Mio. US-Dollar pro Staffel komplett in den Cinecitta-Studios von Rom, wo ein noch nie dagewesenes Langzeit-Set errichtet wurde.

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Wertung zu Rom

Wertung:

8.0 /10

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