Regeln spielen keine Rolle: Filmkritik zur Romanze im Hollywood-Charme der 50er-Jahre
Die Schauspielerin mit den zwei M. Nicht Marilyn Monroe, sondern die eher brave Marla Mabrey gerät zufällig unter Vertrag eines einflussreichen Milliardärs und bekommt die unverhoffte Chance auf eine steile Karriere. Dafür müsste sie aber die Gefühle für ihren Fahrer im Keim ersticken.
Hollywood 1958: Die Schauspielerin Marla Mabrey und ihr Fahrer Frank Forbes haben große Träume und Ambitionen. Beide sind allerdings vom berühmten wie exzentrischen Milliardär Howard Hughes abhängig. Dessen verrückte Verhaltensweisen kommen den Plänen der jungen Leute immer wieder in die Quere. Auch dessen strenge Mitarbeiter-Regeln, an die er sich meist selbst nicht hält, verhindern, dass sich Forbes und Mabrey näher kommen.
Hollywood-Schwerenöter Warren Beatty kehrt nach 15 Jahren Leinwandabstinenz vor und hinter die Kamera zurück, um eine altmodische Hollywood-Komödie zu inszenieren. Dabei teilt er sich auch die interessanteste Rolle zu: Anstatt den Milliardär mit seinen Zwangskrankheiten als tragische Figur darzustellen, entwirft er lieber einen wundersamen Kauz. Die episodenhafte Struktur der Hollywoodposse wirkt dagegen oftmals willkürlich und inkohärent, was sich leider negativ auf die Entwicklungen der Charaktere auswirkt.
Fazit
Launische Komödie, die im Mittelteil massiv an Pfiff verliert und erst zum Ende wieder ein paar ehrliche Momente findet
