Red Dead Redemption 2 Hands-on-Vorschau: Das fantastische Western-Abenteuer erstmals gespielt
Wir durften bei Rockstars Games Red Dead Redemption 2 erstmals selbst spielen. Das Western-Abenteuer, das am 26. Oktober für PS4 und Xbox One erscheint, hat es uns beim mehrstündigen Anspiel-Event schwer angetan. Wir haben spannende Eindrücke und viele News zu Steuerung, Crafting, Interaktionen, Ego-Perspektive und vielem mehr für euch.
Es ist immer ein besonderer Moment, ein neues Rockstar Games erstmals spielen zu dürfen. Dabei ist Red Dead Redemption 2 für den Erfolgspublisher nicht nur der Nachfolger eines acht Jahre alten Western-Spiels. RDR 2 ist vor allem das erste Projekt, das von Grund auf für die aktuelle Konsolengeneration entwickelt wurde und bei dem alle Rockstar-Studios weltweit zusammengearbeitet haben. Red Dead Redemption 2 ist das nächste große Open-World-Game, in das auch Elemente und Ideen aus Max Payne 3 und GTA 5 einfließen. Bei Immersion, Gameplay und Storytelling will man in neue Sphären vorstoßen und ob das gelingen kann durften wir bei der Anspiel-Premiere bei Rockstar Games selbst prüfen.
Inhaltsverzeichnis
- 1RDR 2-Hands-on-Vorschau: Geht gut los!
- 2RDR 2-Hands-on-Vorschau: Looten und craften
- 3RDR 2-Hands-on-Vorschau: Seid neugierig!
- 4RDR 2-Hands-on-Vorschau: Nebenmissionen
- 5RDR 2-Hands-on-Vorschau: Das Camp der Van-der-Linde-Gang
- 6RDR 2-Hands-on-Vorschau: Grafik und Atmosphäre vom Allerfeinsten
- 7RDR 2-Hands-on-Vorschau: Typisch-geniales Rockstar-Game
RDR 2-Hands-on-Vorschau: Erste Zweifel an Dutch
Die erste Mission beim Event findet früh im Spiel statt. Unsere Bande musste nach einem missratenen Banküberfall in einem heftigen Schneestsurm in die Grizzly Mountains flüchten. Einige Gangmitglieder sind gestorben, was natürlich eine Belastung für das Gemeinschaftsgefüge darstellt. Auch John Marston, Protagonist des Vorgängers, wurde schwer verletzt. Rühren daher Johns auffällige Narben im Gesicht? Die Cutscene, in der auch Johns Ehefrau Abigail sowie deren Sohn Jack zu sehen sind, deutet das an. Jedenfalls spürt Anführer Dutch van der Linde erste Zweifel an seiner Person und will diese ausräumen, in dem er gleich mit ein paar Leuten zum nächsten Coup startet. Schließlich will die Gang das Notlager in den eisigen Bergen so schnell wie möglich verlassen und wieder ins wärmere Tal zurückkehren. Da kann frisches Geld nicht schaden.
Der Ruf von Bandenchef Dutch van der Linde bekommt erste Risse.
Quelle: Rockstar Games
Gemeinsam mit Dutch und weiteren Gangmitgliedern reiten wir zu den Bahngleisen in der Nähe. Das Reiten macht mindestens so viel Spaß wie im Vorgänger. Ihr aktiviert verschiedene Geschwindigkeitsstufen, müsst also nicht ständig beschleunigen oder bremsen. Per Knopfdruck übernehmt ihr das Tempo des Führenden. Ihr dürft dürft sogar eure Position innerhalb der Formation bestimmen. Mit R1+X/RB+A macht ihr eine Vollbremsung. Haltet ihr Quadrat/X gedrückt, könnt ihr besonders enge Kurven reiten.
Es gibt unterschiedliche Pferderassen mit verschiedenen Eigenschaften (Geschwindigkeit, Ausdauer, Energie ...), die sich auch aufleveln lassen - einfach viel Zeit mit eurem Gaul verbringen! Doch Vorsicht: Pferde können im Extremfall an Erschöpfung sterben. Bringt eurem Vierbeiner lieber Tricks bei oder Bewegungen wie der vom Dressurreiten bekannte "Seitengang". Auch die Angst des Pferdes vor Raubtieren und Schießereien lässt sich verringern.
Wir erfahren von Dutch, dass ein mit Geld gefüllter Zug das Objekt unserer Begierde darstellt. Dumm nur, dass der Zug dem Ölmagnaten Leviticus Cornwall gehört und gut bewacht wird. An den Gleisen angekommen, helfen wir dem dort bereits wartenden Bill Williamson beim Platzieren des Sprengstoffs. Der Zug kommt, der Auslöser wird gedrückt, doch die Explosion bleibt aus. Was lief schief? Hat Bill gepfuscht? Oder den Anschlag gar absichtlich sabotiert? Es bleibt keine Zeit, darüber nachzudenken, denn noch ist der Überfall nicht gescheitert. Wir sausen hinterher, reiten auf eine Anhöhe und springen von dort auf das Dach des fahrenden Zugs. Nun entscheiden wir, dass wir Lenny vorschicken und uns im Hintergrund halten. Trotzdem gibt es auch für uns reichlich Wachen mit dem Colt, mit dem Messer oder per Schubsattacke zu erledigen. In einem der Wagons werden wir überrascht, durch Tritte, Schläge und Blocks machen wir unser gegenüber kampfunfähig. es kommt zum Nahkampf, den wir durch Tritte, Schläge und Blocks für uns entscheiden.
Der Detailgrad ist sehr hoch.
Quelle: Rockstar Games
Jetzt schalten wir noch den Lokführer aus (neu: Kill Cam!) und bringen den Zug zum Stehen. Hier dürfen wir entscheiden, ob wir die letzten überlebenden Wachen am Leben lassen oder nicht. Mit den Worten "Wir wollen euch nicht töten, wir wollen nur euren Boss berauben" teilen wir den erleichterten Leuten unsere Entscheidung mit. Unser Ruf wird somit nicht weiter ramponiert.
RDR 2-Hands-on-Vorschau: Geht gut los!
Wow, die erste Mission bringt gleich viel Action und Dramatik mit sich. Wer schon mal ein Rockstar-Game gezockt hat, der dürfte mit der Steuerung keine Probleme haben. Es gibt das typische Waffenrad und auch das vom Vorgänger bekannte Dead-Eye-System zum Markieren mehrerer Gegner in Zeitlupe ist wieder dabei. Dead Eye hat nun fünf Stufen - vom Verlangsamen der Zeit bis hin zum automatischen oder manuellen Markieren von Zielpunkten und der Hervorhebung kritischer oder tödlicher Trefferzonen bei Menschen und Tieren. Später lernt Arthur, auch beidhändig zu schießen.
Was Shooter-Fans freuen dürfte: Ihr könnt jederzeit zwischen der Ego- und verschiedenen Schulterperspektiven umschalten. Unser Protagonist hat Werte für Ausdauer, Gesundheit und Dead Eye. Dabei haben sich die Rockstars etwas Besonderes einfallen lassen. Für jeden Wert gibt es einen Balken, der bei Anstrengung/Schaden/Dead-Eye-Einsatz kleiner wird, sich aber wieder automatisch regeneriert. Wie schnell das geht hängt vom sogenannten Kern ab, den jeder Wert hat. Der Kern leert sich mit der Zeit von selbst - und je weniger er gefüllt ist, desto langsamer regeneriert sich der entsprechende Balken. Mit allerlei Sachen könnt ihr die drei Kerne auffrischen. Essen ist zum Beispiel der Gesundheit zuträglich. Wobei einige Gegenstände ambivalente Auswirkungen haben. Raucht ihr beispielsweise eine Zigarre, steigert das euren Dead-Eye-Wert, verringert aber eure Ausdauer. Auch äußere Umstände wie die Temperaturen oder eure Kleidung haben Einfluss auf die Kerne.
Die Gatling Gun wurde tatsächlich schon 1861 erfunden.
Quelle: Rockstar Games
Die Waffen unterscheiden sich bei Schaden, Reichweite, Feuerrate, Genauigkeit, Nachladezeit und Zustand - wenn wir die Schießeisen nicht mit Waffenöl pflegen oder den Schmied ranlassen, gehen die Dinger irgendwann kaputt. Durch Tippen von R2/RT ohne Zielen feuern wir schnell aus der Hüfte. Das Schießen fühlt sich - soweit wir das Beurteilen können - passend für die damalige Zeit an. Das merkt man an Details wie der doch etwas längeren Nachladezeit oder an der Notwendigkeit, bei manchen Waffen den Hahn jedes Mal manuell zu spannen.
Nun reiten wir ein wenig durch die Gegend, fangen (nach einigen Fehlversuchen) ein Wildpferd mit dem Lasso und erlegen einen Hasen, den wir dann auf unserem Pferd verstauen. Allerdings sollte man sich schon fragen, ob man es wirklich sieben Kugeln für so ein kleines Tier braucht. Schließlich lässt sich der Hase häuten und das Fell verkaufen. Aber ratet mal, wie viel Geld wir für ein durchlöchertes Tierfell bekommen? Eine rhetorische Frage. Besser ist es, zum Jagen den Bogen zu verwenden und Kopfschüsse zu verpassen. Ach ja: Tiere können verwesen. Also macht sie rechtzeitig zu Geld oder bringt sie in euer Camp, auf das wir im Kasten genauer eingehen.
Man darf seinen Colt sogar mit einer Gravur personalisieren.
Quelle: Rockstar Games
Wir testen auch ein zentrales Element von RDR 2: Die Interaktion mit der Umgebung. Drücken wir die Zielen-Taste (L2/LT) - und haben gerade KEINE Waffe in der Hand -, dann wird das Interaktionsmenü eingeblendet und wir dürfen mit nahezu jeder Person in der Spielwelt eine Unterhaltung beginnen.
Wobei unsere Optionen von der jeweiligen Situation abhängen. Beispielsweise können wir einer Kutsche etwas zurufen, um sie langsamer werden zu lassen, den Fahrer abzulenken oder um eine Mitfahrt zur nächsten Ortschaft zu bitten. Oder wir überfallen die Kutsche einfach. Ein Ordnungshüter könnte uns warnen, zu verschwinden, bevor er die Waffe zieht. Beobachtet uns ein Augenzeuge bei einer Straftat, können wir ihn bedrohen, damit er nichts sagt. Bei stärkeren Personen ist hierfür mehr Gewalt notwendig.
Das System funktioniert auch bei Tieren, vom Loben oder Ausschimpfen eines Hundes bis zum Beruhigen des Pferdes udn vielem mehr. Wie tiefschürfend unsere Entscheidungen ausfallen bzw. wie nachhaltig die Konsequenzen sind konnten wir natürlich noch nicht testen.
RDR 2-Hands-on-Vorschau: Looten und craften
Wir landen in einem kleinen Städtchen, wo wir im Stall unsere Pferde verwalten, sie unterstellen, pflegen, neue kaufen können und vieles mehr. Es gibt unzählige Gegenstände wie Steigbügel, Sattel, Satteltaschen, Decken, mit denen man sein Pferd leistungsfähiger machen kann. Natürlich gibt's auch optische Sachen: Schweif flechten, Mähne schneiden lassen ... Wer will darf seinem Pferd auch einen individuellen Namen geben.
Arthur kann mit seinem Pferd eine tiefe Verbundenheit aufbauen, indem er es pflegt, füttert oder einfach beruhigt, wenn es ängstlich ist.
Quelle: Rockstar Games
Wie bei GTA 5 wird die Laufgeschwindigkeit innerhalb von Gebäuden automatisch gedrosselt, was sehr angenehm ist. Nachdem wir beim Büchsenmacher unsere Waffen optimiert haben (Komponenten austauschen, Griff verändern ...) und uns im Gemischtwarenladen mit Nahrung eingedeckt haben, wollen wir in den Salon. Doch der ist zu. Aufgrund Vorkommnissen im früheren Spielverlauf. Schade, zumal unsere Neugierde, was denn genau passiert ist, von den Rockstars noch nicht befriedigt wird. Trotzdem schön zu hören, dass die ganze Spielwelt immer wieder auf Ereignisse und eure Entscheidungen reagieren, deren Konsequenzen widerspiegeln soll.
Haare und Bart wachsen.Tut man nichts dagegen, dann sieht man irgendwann so aus.
Quelle: Rockstar Games
Sich gelegentlich zu waschen hat auch im Wilden Westen niemandem geschadet. Und Arthur Morgan ist oft dreckig. Reiten, prügeln, jagen, ihr kennt das. Zum Glück dürfen wir im örtlichen Hotel ein Bad nehmen. In der Wanne liegend waschen wir durch Buttonmashing verschiedene Körperpartien. Plötzlich klopft es an der Tür. Eine Dame offeriert, uns für nur 50 Cent bei der Reinigung behilflich zu sein. Wir denken uns "Was für ein Schnäppchen!", willigen ein und können fortan unseren Daumen schonen. Und uns auf Wunsch sogar mit der Frau unterhalten. Wozu das Ganze? Nun, einige Leute reagieren positiver auf uns, wenn wir sauber statt schmutzig sind. Zudem frischen wir durch ein Bad unsere Energie etwas auf. Arthur kann zu- und abnehmen, was man ihm auch ansieht. Wobei das Ergebnis laut Rockstar Games nicht so extrem sein wird wie bei GTA: San Andreas, wo man seinen Helden so richtig fett essen konnte. Unser Protagonist hat auch einen natürlich Haar- und Bartwuchs. Die Styles beim Rasieren oder beim Barbier hängen von der Bart-/Haarlänge ab - ihr könnt Arthur also nicht einfach einen Afro verpassen. Ungeduldige Naturen nutzen Haarwuchsmittel für schnellere Progression.
RDR 2-Hands-on-Vorschau: Seid neugierig!
Wer sich viel umsieht, der wird belohnt. Manchmal sind Geschäfte nur Fassade für illegale Aktivitäten. Im Hinterzimmer des Arztes bemerken wir beispielsweise eine Metalltür. Wir fragen uns: Was verbirgt sich dahinter? Und vor allem: Wie kommen wir da rein? Man könnte jetzt schauen, ob es eine weniger gesicherte Hintertür gibt. Oder sich Sprengstoff besorgen. Wir entscheiden uns für einen anderen Weg: Wir bedrohen den Arzt und zwingen ihn dazu, anzuklopfen und den Herrn dahinter zu überreden, die Tür zu öffnen. Es kommt sehr schnell zum Feuergefecht. Auch eine Frau, die erst harmlos tut, zieht plötzlich eine Waffe - im Wilden Westen kann man echt niemandem trauen. Wir knacken noch den Safe, als wir bemerken, dass der Sheriff mit einer Armada an Deputys anrückt. Uns mit nichtgezogener Waffe rauszugehen und uns zu ergeben wäre nun eine Option. Doch darauf haben wir keine Lust. Wir rufen unser Pferd, schleichen uns zum Ausgang und reiten im Kugelhagel davon.
Western-typisch wird auch über Züge gerannt.
Quelle: Rockstar Games
So, nun machen wir uns mit dem Wanted-System vertraut. Ein roter Kreis füllt erstmal die komplette Minimap. Wir reiten im Affenzahn davon und schießen derweil auf einige Verfolger, die wir einfach nicht abschütteln können. Klar, unser Pferd ist einfach noch nicht trainiert genug. Endlich schaffen wir es raus aus dem Suchradar, doch es ist noch ein dickes Kopfgeld auf uns ausgesetzt. Kopfgeldjäger suchen uns nun und eröffnen sofort das Feuer, wenn sie uns sehen. Was nun helfen würde: In ein anderes Gebiet zu reisen. Doch da wir noch etwas Geld bei uns haben, reiten wir zum Bahnhof. Hier legen wir 150 Dollar auf den Tresen (ja, wir haben bei unserer Flucht keine Gefangenen gemacht ...) und können uns nun wieder frei bewegen.
RDR 2-Hands-on-Vorschau: Nebenmissionen
In der Nähe ist ein Salon, der sogar geöffnet hat. Ein Fragezeichen auf der Map zeigt, dass wir hier eine Nebenmission erwarten dürfen. Ein Typ, der eine Biografie über einen ehemaligen Revolverhelden und jetzigen Säufer schreiben will, bittet uns, mit anderen Revolverhelden zu "sprechen" und sie dazu zu bringen, unseren "Star" gut dastehen zu lassen. Bilder der entsprechenden Herren bekommen wir auch. Eine Rockstar-typische aberwitzige Aufgabe, die man übrigens nebenher abarbeiten kann. Derer soll es zahlreiche geben, auch Herausforderungen wie "Schieße 100 Vögel ab" dürfen nicht fehlen.
RDR 2-Hands-on-Vorschau: Das Camp der Van-der-Linde-Gang
Jetzt reiten wir zum Zelt-Icon auf der Map, dort befindet sich das Camp, unsere Basis. Im Spielverlauf wechseln wir diverse Male den Standort, wobei das Ganze storygebunden ist. Der Spieler entscheidet also nicht selbst darüber. Im Camp können wir schlafen, essen, uns rasieren oder frisieren, oder einfach mit den über 20 Gangmitgliedern interagieren. Wobei die nicht alle passiv verharren und warten, bis wir sie ansprechen. Wir spielen mit ihnen Poker oder Domino, erledigen gemeinsam Nebenmissionen oder unterhalten uns einfach nur.
Am Lagerfeuer im Camp wird es idyllisch.
Quelle: Rockstar Games
Es gibt hier immer Sachen, die man triggern kann. Dabei sollte man auch die Kasse und Moral der Gang im Auge behalten. Wir können Geld, Wertgegenstände oder erlegte Tiere spenden und auch das Camp erweitern, zum Beispiel einen Hühnerstall bauen, worüber sich Koch Pearson sehr freut, weil dann sein Eintopf nahrhafter wird.
Die Campmoral spürt ihr in den Gesprächen - wenn kein Geld oder Essen da ist, schlägt das auf die Laune eurer Kameraden. Dabei sind die Lagerverbesserungen optional. Auch Gespräche können jederzeit abgebrochen werden - ihr seid also keinem Gangmitglied, das euch das Ohr abkauen will, schutzlos ausgeliefert. Ein Highlight bei unserem Besuch im Camp war das Treffen mit dem kleinen Jack Marston, der eine kindliche Unbekümmertheit ins Spiel bringt, welche die Gangmitglieder ihm auch so lange es geht erhalten wollen.
Zwielichter kann man wohl nicht dreinblicken, oder?
Quelle: Rockstar Games
Wir halten im Camp einen Typ gefangen, der Mitglied der O'Driscoll-Bande ist - Blutfeinde der Van-der-Linde-Gang. Dutch will die Blutfehde beenden. Indem er alle O'Driscolls tötet. Den Aufenthaltsort wollen wir von unserer Geisel Kieran erfahren, doch der redet erst, als wir kurz davor sind, ihn seiner Hoden zu entledigen. Warum nicht gleich so?! Wir reiten zu einem Waldstück und machen uns dort mit der Schleichmechanik vertraut - weil die O'Driscoll-Bande aus sehr vielen Leuten besteht.
Auf der Minimap sehen wir die Sichtbereiche der Feinde. Es geht jetzt darum, so viele wie möglich zu erledigen bevor uns jemand entdeckt und Alarm schlägt. Mit der schon bekannten Dialogmechanik weisen wir Bill an, einen Mann zu erledigen, der an einen Baum uriniert. Den nächsten schalten wir mit einem Messerangriff von hinten aus. Wir können auch auf einen Gegner zurennen und ihn erwürgen oder bewusstlos schlagen. Doch wir sind etwas zu unvorsichtig und es kommt zum Kugelhagel. Wir kauern hinter einem Baumstamm und versuchen, per Dead Eye möglichst schadlos aus der Sache herauszukommen, was uns dank der Hilfe unserer Gangmitglieder auch gelingt. Am Ende unserer Anspiel-Session bittet uns die Geisel um die Aufnahme in die Gang. Wir stimmen zu und schon ist unsere Gruppe nach der anfangs erwähnten Dezimierung wieder angewachsen.
RDR 2-Hands-on-Vorschau: Grafik und Atmosphäre vom Allerfeinsten
Optisch ist Red Dead Redemption 2 (jetzt kaufen 21,99 € / 29,99 € ) eine Augenweide. Wir spielten auf einer PS4 Pro in 4K-Auflösung. Die Umgebung strotzt vor Details und wirkt dank der Wettereffekte und der vielen Tiere sehr lebendig. Vor allem die Pferde sehen in Detailgrad und Animationen fast fotorealistisch aus. Schaut man ihnen zwischen die Hinterbeine kann man sogar das Geschlecht feststellen. Die Zweibeiner tragen zwar Hosen, stehen qualitativ den Pferden aber in nichts nach. Auch innerhalb von Gebäuden waren wir ob der Detailliebe und der unzähligen modellierten Objekten mehrmals Baff. Auch die Licht-Schatteneffekte sehen fantastisch aus. Liebe Leser, freut euch auf viele atemberaubende - HDR-getunte - Sonnenauf- und Sonnenuntergänge!
RDR 2 wird ein Fest für Besitzer von HDR-tauglichem Equipment.
Quelle: Rockstar Games
Die Übergänge zwischen dem Spielgeschehen und den hollywood-reifen Cutscenes gelingen nahtlos, wobei die Zwischensequenzen im Cinemascope-Format laufen, also schwarze Balken haben. Dazu gibt es während der Action eine optionale Kinokamera, wie wir sie aus früheren Rockstar-Spielen kennen. Wenn wir beispielsweise in Formation reiten und den Anweisungen von Dutch lauschen, ist der perfekte Zeitpunkt, um die Kinokamera zu aktivieren. Die Gruppe wir dann aus wechselnden Perspektiven eingefangen und es verbreitet sich eine wunderschöne Western-Atmosphäre.
Dazu trägt auch die dynamische Instrumentalmusik von Woody Jackson bei, die auf das Spielgeschehen reagiert und aus 192 Versatzstücken, die nahtlos ineinander übergehen, gebildet wird. Damit die Immersion möglichst groß ist, erscheinen alle Einblendungen nur bei Bedarf. Auch die Minimap lässt sich auf Wunsch ausblenden. Einzig die Framerate gefiel uns nicht so gut. Gefühlt fiel sie in einigen Szenen unter 30 FPS. Eine Option "Geringere Auflösung, höhere Framerate" ist Stand jetzt nicht vorgesehen. Trotzdem: RDR 2 wird das mit Abstand schönste Rockstar-Game bis dato, so viel steht fest.
RDR 2-Hands-on-Vorschau: Typisch-geniales Rockstar-Game
Ob Red Dead Redemption 2 bei Gameplay, Immersion und Storytelling wirklich Maßstäbe setzen kann, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten. Die Basis dafür ist aber vorhanden, mit der großen Detailliebe, dem neuen Dialog-System sowie einem Beziehungsgeflecht aus über 20 Gangmitgliedern, die alle ihre eigene Geschichte und Persönlichkeit mitbringen.

) oder von Porsche Automobilen. Aber zum Spiel möchte ich gerne sagen, dass mir persönlich jede Handlung die hier beschrieben wird - auch das Micromanagement wenn man es so nennen mag - gut gefällt. Grafisch ein Leckerbissen, die Ponys sehen echt süß aus. WEnn man die dann noch tunen kann wie einen Porsche - tolle Sache!

Schade dass ich erstmal darauf verzichten werden muss. Aber langsam jucken mir doch die Finger für ein solches Erlebnis in eine Konsole zu investieren. WEnn es da nicht so viele Dinge gäbe die ich definitiv da voranstellen muss.
Schöner kleiner Bericht, freue mich auf einen richtigen Test und Meinungen der (hoffentlich) glücklichen, die das Spiel im Oktober (ebenso hoffentlich) geniessen können. Vielleicht schaffts das gute Stück ja dann 1-2 Jahre später doch auf meinen PC, der bis dahin (noch hoffentlicher) endlich mal ein Upgrade erfährt.