Railway Empire: Volldampf voraus! Unser Test der Eisenbahn-Tycoon-Simulation
Wäre Branchenurgestein Sid Meier stolz auf Kalypsos geistigen Nachfolger von Railroad Tycoon? Unser ausführlicher Test von Railway Empire gibt euch die Antwort und sagt zudem, welche Stärken und Schwächen die Eisenbahn-Tycoon-Simulation hat. Ebenso wollen wir in unserer Review die Frage beantworten, für wen das von Gaming Minds entwickelte Spiel gedacht ist.
Strategie- und Wirtschaftssimulations-Enthusiasten dürfte der deutsche Publisher Kalypso ein Begriff sein. Die Wormser haben ein florierendes Geschäft daraus entwickelt, dass sie sich ehemals beliebte PC-Spielemarken wie Tropico, Dungeon Keeper oder Der Patrizier gegriffen haben und modernisierte Versionen der Klassiker auf den Markt bringen. Dabei nur von schlichten, lediglich grafisch auf Vordermann gebrachten Remakes zu sprechen, wäre aber falsch. Im Falle der Tropico-Reihe hat Kalypso zum Beispiel die Grundidee - das Schalten und Walten einer Bananenrepublik - um viele wichtige Features erweitert. Der fünfte Teil der Serie lässt die Spieler etwa eine ausgewachsene Kampagne samt Zwischensequenzen bestreiten und stellt sie vor die Wahl, für welche der großen politischen Fraktionen sie sich entscheiden.
In diesem Artikel
Ähnliches haben die Wormser auch mit Railway Empire (jetzt kaufen / 26,99 € ) vor. Dabei dient der Eisenbahnsimulation ein Meilenstein der PC-Spielegeschichte als Vorlage, nämlich Sid Meiers Raildroad Tycoon aus dem Jahr 1990. In Railway Empire geht es folglich darum, eine Eisenbahngesellschaft zu gründen und diese von 1830 bis 1930 zu führen. Dabei müssen wir nicht nur fleißig Schienen verlegen, sondern uns ebenso um die Technik, Finanzen und das Personal kümmern. Im Gegensatz zur Vorlage ist Railway Empire aber auf den nordamerikanischen Kontinent beschränkt, bietet dafür aber eine Kampagne, die uns die Geschichte der transkontinentalen Eisenbahn in den USA näherbringt. Die zweite Einschränkung ist zudem, dass wir im Sandkastenmodus nicht auf der kompletten Nordamerikakarte spielen können und uns stattdessen für eines von sieben Gebieten - etwa den "Osten" oder "Westen" - entscheiden müssen.Ob Railway Empire nun das Zeug hat, aktuellen Konkurrenztiteln wie Transport Fever das Wasser zu reichen oder sie gar zu übertrumpfen, konnten drei unserer treuen Leser bereits vor zwei Monaten selbst prüfen. Dabei war das Trio so begeistert, dass alle drei Railway Empire ohne große Bedenken jedem Wirtschaftssimulationsfan ans Herz legten. Ob wir auch ähnlicher Meinung sind, haben wir für unseren Test anhand der fertigen Verkaufsfassung überprüft.
Railway Empire im Test: Kampagne als Tutorial
Wie es sich für eine moderne Wirtschaftssimulation gehört, bietet Railway Empire neben elf Herausforderungs-Szenarien und einem Sandkastenmodus auch eine Kampagne an - Multiplayer-Partien gibt es indes nicht. Die Kampagne ist in fünf Abschnitte aufgeteilt, in denen wir zum Beispiel an der Ostküste Nordamerikas die ersten Eisenbahnschienen des Kontinents legen oder dafür sorgen müssen, dass die Nordstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg die Oberhand behalten. In den Kapiteln bekommen wir besondere Aufgaben, die wir innerhalb einer bestimmten Zeit erledigen müssen. So gilt es zum Beispiel des Öfteren, eine Zugverbindung zwischen zwei weit auseinander liegenden Städten herzustellen, oder eine bestimmte Menge Kleider oder Bauholz zur rechten Zeit an den rechten Ort zu liefern. Wenn wir die Aufträge nicht fristgerecht absolvieren, müssen wir die Kampagnenmission neu starten.
Quelle: PC Games
Während des Amerikanischen Bürgerkriegs transportieren wir Waffen für die Truppen des Nordens.
Insgesamt stellt die Kampagne uns nicht vor zu hohe Herausforderungen, vielmehr dient sie als eine Einführung in die relativ komplexe Spielmechanik. So lernen wir innerhalb der fünf Kapitel, wie man etwa Schienen baut, Ausweichgleise sowie Signale erstellt, Personal einstellt und Aktien anderer Firmen einkauft. Wenn es aber um Dramaturgie, Spannung oder interessante Wendungen geht, hat die Kampagne so gut wie keinen erzählerischen Anspruch. Immerhin lernen wir aber einige historisch belegte Charaktere der Zeit wie etwa den Unternehmer Cornelius Vanderbilt oder den Eisenbahnpionier Thomas C. Durant kennen. Die so gut wie nicht vorhandene Handlung stört jedoch kaum, denn schließlich handelt es sich hier um eine Wirtschaftssimulation und da kommt es unserer Meinung nach vor allem auf ein gutes Balancing und eine gute Bedienung an - eine tiefgründige Erzählung ist eine nette Dreingabe, aber noch lange keine Pflicht.
Railway Empire im Test: Schienen verlegen für Anfänger
Quelle: PC Games
Das Verlegen der Schienen geht dank des automatischen Systems sehr gut von der Hand.
Für ein Eisenbahn-Tycoon-Spiel ist Railway Empire recht einfach zu bedienen und sorgt dank der intuitiven Benutzeroberfläche stets für den nötigen Überblick über die Finanzen und über unsere Züge. Auch das Wichtigste im Spiel, das Verlegen der Schienen, geht sehr einfach von der Hand. Wir müssen lediglich eine Verbindung zwischen zwei Bahnhöfen festlegen und der Computer errechnet automatisch einen Gleisverlauf, der aber nicht immer die günstigste Variante darstellt. Falls wir wollen, können wir natürlich selbst eingreifen und so zum Beispiel darauf achten, dass die Steigungen nicht zu hoch ausfallen, oder entscheiden, ob wir uns Brücken an bestimmten Stellen wegen der Kosten sparen. Railway Empire wird erst dann in puncto Schienen herausfordernd, wenn wir uns vorab für das "komplexe Schienennetz" entscheiden - hier sind Kollisionen der Loks möglich, wir müssen uns also beispielsweise um Ausweichsgleise und Signale kümmern. Doch obwohl das Austüfteln eines verzweigten und gut funktionierenden Schienennetzes ein wichtiges Gameplay-Element für ein Eisenbahn-Tycoon-Spiel ist, müssen wir in der Kampagne von Railway Empire aktuell davon abraten. Das ist doppelt schade, denn wie schon erwähnt funktioniert das Verlegen der Schienen im Grunde genommen so gut wie in kaum einem anderen Spiel mit Eisenbahnthematik. Auch das Schalten der Signale, die für den Verkehr in eine bestimmte Richtung sorgen, ist vorbildlich umgesetzt. Wir müssen lediglich einen Signalpunkt und eine Signalart festlegen und sehen sofort, in welche Richtung die Züge auf dem jeweiligen Gleis noch fahren können. Wer das simple System nicht sofort begreift, dem helfen kurze Tutorial-Videos weiter - wie bei allen anderen anfallenden Fragen im Spiel.

die KI spielt nach ihren eigenen regeln. wenn man ein KI-streckennetz übernimmt ist das absolut unbrauchbar, egal ob mit einfachem schienenetz oder mit dem komplexen...
- KI-Gegner bauen stets ihre Gleise im einfachen Streckennetzmodus
- Keine Gegenmaßnahmen gegen feindliche Übernahmen
- Man kann nicht auf der gesamten Nordamerikakarte spielen
Ich habe mit dem neuen Patch 1.4 noch kein neues Spiel gestartet, aber wenn die KI nun auch ein komplexes Schienensystem baut, ist die Wertung von damals vermutlich nicht mehr aktuell. Wie man an den Patch-Notes zu den einzelnen Versionen sieht, hat sich seit Release viel getan.
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Mexico-DLC :
FEATURE-LISTE
Neues Szenario: „Viva Mexico!” (1873-1893) mit abwechslungsreicher Karte
Kartenerweiterung Mexiko für die Modi ‚Freies Spiel‘ und ‚Modellbau‘
Neue Lokomotiven: Fairlie (0-6-6-0) und Stirling (4-2-2)
Neue Waren (z. B. Kaffee & Zucker) und mehr als 24 neue Städte
Railway Empire bei Nacht: Entdecken Sie die komplette Spielwelt von Railway Empire noch einmal neu in der Nachtansicht!
Update 1.4 wude veröffentlicht! Erweiterte KI, Kreuzungen und Legacy-Branch
Jetzt neu:
Legacy-Branch
Seit der Beta haben wir Railway Empire stetig mit Updates versorgt und verbessert. Um nur wenige große Verbesserungen zu nennen: Erweiterung der KI, Kreuzungen, jede Menge (Re-)Balancing, Zufallskarten-Generator, transkontinentale Nordamerika-Karte, 100-Jahre-Forschungsbaum und vieles mehr. Darüber hinaus versprechen wir, in Zukunft weiterhin Inhalte und Verbesserungen zu liefern.
Doch all diese Veränderungen beeinflussen auch den Kern des Spiels – den Code. Sie können ebenfalls Auswirkungen auf Speicherstände haben. Zum Beispiel hatten wir kürzlich einige Berichte von Problemen mit zufällig generierten Karten, die darauf zurückzuführen waren. Damit ein begonnenes Spiel, dessen Speicherstand inkompatibel geworden ist, weitergeführt werden kann, haben wir uns entschieden, den Spielern den Legacy-Branch zur Verfügung zu stellen. Mit dem Legacy-Branch erhalten die Spieler die Möglichkeit, eine ältere Version von Railway Empire zu spielen, mit der die Speicherstände noch funktionieren.
Wie erreicht man den Legacy-Branch?
1. Öffnet Steam und eure Steam Bibliothek.
2. Rechts-Klick auf „Railway Empire“.
3. Wählt nun „Eigenschaften“.
4. Wählt nun den Reiter „Betas“ aus.
5. Nun wählt ihr via Dropdownmenü „Legacy“ aus.
6. Danach sollte Steam automatisch damit beginnen, neue Dateien für den Legacy-Branch von Railway Empire herunterzuladen.
Um wieder in das normale Hauptspiel zu kommen, wendet einfach die oberen Schritte erneut an, wobei ihr bei Punkt 5 „Keine“ auswählt
Features
KI nutzt Signale und baut mehrgleisig bei Spieleinstellung: Streckennetz „Komplex"
Wenn sich der Spieler für das komplexe Streckennetz entscheidet, nutzt die KI von nun an auch Mehrfachgleise sowie Signale.
In diesem Modus baut die KI meist parallele Gleise, eine für jede Richtung. Außerdem nutzt sie nun Signale und Kreuzungen.
Spieler können die Einstellung für das Streckennetz der KI in den Spieleinstellungen ändern. Hierfür gibt es nun drei Modi zur Auswahl:
„Komplex” – Der Spieler sowie die KI nutzen das komplexe Streckennetz.
„Normal” – Auch hier spielen die KI sowie der Spieler mit dem einfachen Streckennetz, in welchem Züge durcheinander hindurch fahren.
„Normal KI” – In diesem Modus nutzt der Spieler das komplexe Streckennetz, wohingegen die KI das einfache Streckennetz nutzt.
Tipp: Spieler, die eine Herausforderung suchen, sollten das Streckennetz auf „Normal KI” sowie die KI-Stufe auf „Sehr Stark“ setzen.
Spieler & KI können Gleiskreuzungen bauen
Nicht nur, dass die KI nun ebenfalls das komplexe Streckennetz nutzen kann sowie dort auch mit Signalen und Kreuzungen arbeitet; Spieler können nun eine große Auswahl an Kreuzungstypen nutzen, darunter auch die von der Community gewünschte X-Kreuzung.
Anpassungen / Verbesserungen
Wir haben viele Probleme im Zusammenhang mit zufälligen Karten behoben, indem wir die Art und Weise geändert haben, wie zufällige Karten erstellt werden.
Disclaimer: Aus diesem Grund und aufgrund der vielen Veränderungen, die für die verbesserte KI und Kreuzungen gemacht wurden, könnte es vorkommen, dass alte Speicherstände vor Update 1.4 beschädigt - in seltenen Fällen sogar unbrauchbar - werden. (Wenn du weiterhin deine 1.3-Zufallskarten-Speicherstände spielen möchtest, kannst du dies in unserem neu eingeführten Legacy-Branch tun.)
Die Streckenauslastung kann jetzt in der Stationsansicht eingesehen werden.
Außerdem haben wir einen „Undo“-Button zu den Optionen der Zuglinien-Erstellung hinzugefügt.
Basierend auf dem Feedback aus der Community haben wir Optimierungen für paralleles Bauen von Gleisen implementiert: Beim Gleisbau rasten Schienen nun am Ende vorhandener Gleise in eine parallele Position ein.