Railway Empire-Vorschau: Wirtschaftssimulation mit schicken Eisenbahnen und Wild-West-Szenario

10
Special Peter Bathge Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 26,99 €
Railway Empire-Vorschau: Wirtschaftssimulation mit schicken Eisenbahnen und Wild-West-Szenario
Quelle: Kalypso Media

Virtuelle Modelleisenbahnen fahren Anfang 2018 in Railway Empire durch die USA: Kalypso Media und Gaming MInds haben PC Games die Wirtschaftssimulation vorab präsentiert. In der Vorschau zum inofffiziellen Railroad Tycoon-Nachfolger fassen wir alle Informationen zum neuen Spiel für Fans von Train Fever zusammen.

Railroad Tycoon-Fans hungern nach neuen Eisenbahn-Spielen mit WiSim-Hintergrund am PC - nach dem Erfolg von Train Fever und dessen Nachfolger Transport Fever gesellt sich nun auch die Wirtschaftssimulation Railway Empire (jetzt kaufen / 26,99 € ) in den erlauchten Kreis der Erben von Sid Meiers großartiger Zug-Simulation. Für unsere Vorschau ließ sich PC Games das neue Spiel von Kalypso Media und Entwickler Gaming Minds (Grand Ages: Medieval) ausführlich vorspielen - alle Infos zu Release und Gameplay gibt's bei uns!

Railroad Tycoon 4 aus Deutschland

Railway Empire geht mit einer Story-Kampagne und sieben Szenarien zwischen den Jahren 1830 und 1930 an den Start: In den Vereinigten Staaten beginnt ihr während des Goldrauschs damit, ein flächendeckendes Eisenbahnnetz über weite Teile von Nordamerika zu verlegen. Die Karten sind dabei in einzelne Regionen wie Ost- und Westküste oder Mittellande unterteilt, eine große Map des ganzen Kontinents gibt es nicht. Im Sandbox-Modus verfügt ihr dafür über unendlich Geld und könnt eurer Modelleisenbahn-Leidenschaft frönen; im normalen Spiel müsst ihr jedoch auf die finanziellen Rahmenbedingungen eurer Firma achten und wie in anderen Wirtschaftssimulationen clever mit euren Moneten haushalten.

Zu Beginn einer Partie legt ihr in Railway Empire Startparameter wie eure erste Stadt fest, ob das Spiel ein simples oder komplexes Netzwerk an Gleisen nutzen soll und welcher von sechs Charakteren mit individuellen Stärken und Schwächen eure Spielfigur mimt. Drei der anderen Persönlichkeiten werden von der KI übernommen und sind fortan eure Gegner im Streben um die Dominanz im Zuggeschäft. Info: Railway Empire wird keinen Multiplayermodus bieten.

Railway Empire und das Erbe von Railroad Tycoon: Preview zur Eisenbahn-WiSim (5) Quelle: Kalypso Media Railway Empire und das Erbe von Railroad Tycoon: Preview zur Eisenbahn-WiSim (5) Der KI-Konkurrenz könnt ihr mit Sabotageaktionen zuleibe rücken; indem ihr Spezialeinheiten wie den Banditen anheuert, zettelt ihr Überfälle auf die Eisenbahnlinien der Konkurrenz an. Oder ihr verlegt euch auf die Spionage und stehlt fortschrittlicheren Unternehmen die Technologien, um eure eigene Lok-Flotte zu modernisieren. Dazu gibt es in Railway Empire auch noch einen rudimentären Börsenmarkt, auf dem ihr Bonds ausgeben könnt, um Kapital zu mobilisieren - oder wo ihr Anteile an der Konkurrenz kauft, um die Firma schließlich im Rahmen einer feindlichen Übernahme zu assimilieren.

Entscheidend is auf'm Gleis

Railway Empire bietet rund 40 Lokomotiven und 30 Waggons. Für deren Authenzität bürgt Entwickler Gaming Minds; das deutsche Studio hat beim Designprozess die Original-Blaupausen der realen Lok-Vorbilder studiert. In zwei großen Forschungsbäumen investiert ihr verdiente Innovationspunkte, um verteilt auf fünf Zeitepochen insgesamt 300 Upgrades à la Sitzpolsterung, Bordtoiletten oder Kühlwagen zu erforschen. Ganz am Ende der Entwicklung steht die erste elektrische Eisenbahn; Railway Empire zieht seine Faszination aber hauptsächlich aus dem Retro-Charme der mit Kohle angetriebenen Dampfloks.

Euer Unternehmen stattet ihr auf Auktionen mit neuen Fahrmaschinen und Waggons aus. Typisch für eine Wirtschaftssimulation: In Railway Empire müsst ihr auch das Personal anheuern und bei Laune halten, also Lokführer, Büroarbeiter und so weiter. Die Angestellten besitzen alle eigene Vorlieben und sind unterschiedlich geschult in bestimmten Fähigkeiten. Dazu haben ihre Traits Auswirkungen auf die Team-Chemie - wenn sich zwei Arbeiter nicht ausstehen können, leidet darunter die Effizienz eures Unternehmens.

Bildergalerie

Um die Missionsziele in der Kampagne oder den Szenarien zu erfüllen, müsst ihr Geld durch Güter- und Personenkehr verdienen. Dazu müsst ihr erst einmal fleißig Gleise verlegen. Das klappt ähnlich gut wie die Platzierung von Straßen in Grand Ages: Medieval - Railway Empire setzt auf die gleiche simple Maussteuerung. Höhenunterschiede und Routenverlauf lassen sich individuell anpassen, so entstehen auch Brücken und Tunnel, etwa über Abgründe und durch rote Sandsteinberge im topografisch korrekt abgebildeten Grand Canyon.

Railway Empire und das Erbe von Railroad Tycoon: Preview zur Eisenbahn-WiSim (7) Quelle: Kalypso Media Railway Empire und das Erbe von Railroad Tycoon: Preview zur Eisenbahn-WiSim (7) Wichtige Einschränkung: Schienen entstehen immer nur zwischen zwei Städten, dabei gibt es neben großen Metropolen wie San Francisco auch kleine Weiler, an denen sich ein Stopp lohnt, um dort hergestellte Waren aufzunehmen. Punktgenaue Abfahrtspläne müsst ihr in Railway Empire nicht erstellen; ist eine Strecke erst einmal eingerichtet, kümmert sich der Computer um die Details. In den mit Bahnhöfen unterschiedlicher Größe erschlossenen Städten errichtet ihr derweil bis zu drei Produktionsgebäude oder Warenlager sowie maximal eine sündhaft teure Sehenswürdigkeit wie eine Universität oder Touristenattraktion.

Schöne Aussicht in der Ego-Perspektive

Railway Empire und das Erbe von Railroad Tycoon: Preview zur Eisenbahn-WiSim (2) Quelle: Kalypso Media Railway Empire und das Erbe von Railroad Tycoon: Preview zur Eisenbahn-WiSim (2)

Railway Empire nutzt die Engine von Grand Ages: Medieval, die stufenloses Zoomen von der Übersichtsperspektive bis ganz nahe an Städte und einzelne Bäume heran erlaubt. Besonders beeindruckend ist die neue Fahrgast-Kamera, in der ihr mit auf dem Zug fahrt und die an euch vorbei ziehende Umgebung bewundern könnt. Eine hübsche Idee für alle Lokomotiven-Fans!

Aktuell befindet sich Railway Empire noch in der Pre-Alpha, auf der E3 machte die Wirtschaftssimulation mit Elementen der Aufbaustrategie aber schon einen soliden Eindruck. Dank Mod-Support und der Einbindung des Steam Workshops können Spieler eigene Erweiterungen des Spiels bauen und veröffentlichen. Außerdem lassen sich Lokomotiven und Waggons direkt im Spiel mit Inititalen, Nummern sowie dem Logo des eigenen Unternehmens individualisieren.

Railway Empire hat noch keinen festen Releasetermin; die Veröffentlichung für PC (Windows, Linux), PS4 und Xbox One ist für das 1. Quartal 2018 geplant.

Meinung

10
    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von michinebel Hobby-Spieler/in
        Zitat von Schaschlikschmuggler
        Lässt sich das Spiel mit dem Industrie Gigant 2 vergleichen? Railroad Tycoon habe ich leider nie gespielt.
        Eher wie der Transportgigant soweit ich weiß kann man hier nicht selbst Fabriken bauen, was aber eine essenzieller Part vom Industriegiganten ist.
      • Von michinebel Hobby-Spieler/in
        Zitat von Schaschlikschmuggler
        Lässt sich das Spiel mit dem Industrie Gigant 2 vergleichen? Railroad Tycoon habe ich leider nie gespielt.
        Eher wie der Transportgigant soweit ich weiß kann man hier nicht selbst Fabriken bauen, was aber eine essenzieller Part vom Industriegiganten ist.
      • Von MichaelG Mitglied
        Zitat von Schaschlikschmuggler
        Railroad Tycoon habe ich leider nie gespielt.
        Schäm Dich. :D :D
      • Von Schaschlikschmuggler Mitglied
        Zitat von Herbboy
        so wie es im Moment aussieht ist es teils mit IG2 zu vergleichen, da du für Waren in den Städten sorgen musst, aber es scheint auch so zu sein, dass der Aspekt "wo und wie die Schienen verlegen?" deutlich wichtiger ist. Auch die Züge und wie du sie zusammenstellst usw., da ist ja auch von Forschung für die Eisenbahntechnik die Rede usw. - der Schwerpunkt dürfte daher wohl eher auf den Strecken und Zügen liegen, und erst danach ist es dann wichtig, wo und wie man Waren bewegt, zB auch eine Stadt anbindet, in der es eine bestimmte Ware gibt, damit diese dann wiederum Geld bringt, um das Streckennetz zu erweitern usw.

        so sieht es jedenfalls bisher aus.
        Danke Dir, das klingt doch sehr gut. Industrie Gigant 2 ist eines meiner Lieblingsspiele. Hoffentlich muss man sich auch um die Warenproduktion kümmern, das hat mir immer mit am meisten Spaß gemacht.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Schaschlikschmuggler
        Lässt sich das Spiel mit dem Industrie Gigant 2 vergleichen? Railroad Tycoon habe ich leider nie gespielt.
        so wie es im Moment aussieht ist es teils mit IG2 zu vergleichen, da du für Waren in den Städten sorgen musst, aber es scheint auch so zu sein, dass der Aspekt "wo und wie die Schienen verlegen?" deutlich wichtiger ist. Auch die Züge und wie du sie zusammenstellst usw., da ist ja auch von Forschung für die Eisenbahntechnik die Rede usw. - der Schwerpunkt dürfte daher wohl eher auf den Strecken und Zügen liegen, und erst danach ist es dann wichtig, wo und wie man Waren bewegt, zB auch eine Stadt anbindet, in der es eine bestimmte Ware gibt, damit diese dann wiederum Geld bringt, um das Streckennetz zu erweitern usw.

        so sieht es jedenfalls bisher aus.
      • Von Schaschlikschmuggler Mitglied
        Lässt sich das Spiel mit dem Industrie Gigant 2 vergleichen? Railroad Tycoon habe ich leider nie gespielt.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk