Pragmata: Capcom gründete eigenes Diana-Polizei-Team für die Hauptfigur Diana
Pragmata lebt stark von der Beziehung zwischen Hugh und Diana. Damit die junge Androidin glaubwürdig wirkt, setzte Capcom intern auf ein Kontrollteam der anderen Art.
Pragmata ist eine neue Marke von Capcom, die sofort die Herzen vieler Spieler gestohlen hat. Sowohl verschiedene Testberichte als auch die Spielerreaktionen beweisen es. Die Geschichte dreht sich um Hugh und die junge Androidin Diana, deren Beziehung im Spiel stark an eine Vater-Tochter-Dynamik erinnert. Nun haben die Entwickler erklärt, wie viel Feinarbeit in Dianas Wirkung geflossen ist. So erfolgreich war Pragmata übrigens zum Start.
Die Diana-Polizei achtete auf die natürliche Wirkung
Produzent Naoto Oyama und Regisseur Cho Yonghee sprachen in einem Interview mit Game*Spark über die Entstehung von Diana. Laut Automaton bestand die sogenannte Diana-Polizei aus weiblichen Mitgliedern des Teams und sollte sicherstellen, dass Dianas kindliche Wirkung natürlich bleibt. Es ging also nicht darum, die Figur möglichst niedlich zu machen, sondern eine glaubwürdige Balance zu finden.
Cho Yonghee erklärte sinngemäß, dass Frauen bestimmte Formen von künstlicher oder berechnender Niedlichkeit bei weiblichen Figuren eher erkennen könnten. Männer würden solche Unterschiede womöglich weniger stark wahrnehmen. Deshalb habe Capcom bei Diana auf diese interne Rückmeldung gesetzt.
Die Gruppe achtete demnach nicht nur auf das Aussehen der Figur, sondern auch auf Gestik, Ausdruck, Animationen und Stimme. Laut AS USA wurde die Diana-Polizei auch bei Motion Capture und Voice Acting einbezogen, damit Dianas Verhalten möglichst natürlich und nicht überzeichnet wirkt. Kürzlich hat Capcom auch über einen Nachfolger gesprochen.
Dianas Persönlichkeit war in Pragmata eine Herausforderung
Oyama erklärte, dass die Persönlichkeit der Figur während der Entwicklung schwer festzulegen war. Dianas Darstellung war wirklich eine Herausforderung. Nach der Veröffentlichung hätten Spieler meist eine Vorstellung im Kopf, wie ein Charakter ist. Während der Entwicklung verändere sich dieses Bild jedoch immer wieder. Selbst wenn ein klarer Kern definiert sei, könnten einzelne Elemente davon abweichen. Das Team müsse diese Abweichungen dann erkennen und korrigieren, bis die Figur glaubwürdig wirke.
Bei Diana war diese Balance ungemein wichtig. Sie sollte kindlich und nahbar wirken, aber nicht wie eine Figur, die absichtlich auf maximale Niedlichkeit getrimmt wurde. Sie durfte auch nicht nerven, weil Spieler viel Zeit mit ihr verbringen und das Kampfsystem eng mit ihrer Rolle verbunden ist.
In Pragmata (jetzt kaufen / 53,99 € ) kämpfen Hugh und Diana nicht einfach nebeneinander. Diana unterstützt ihn mit Hacking-Fähigkeiten, während Hugh im Kampf die Schwachstellen der Gegner nutzt. Dass Capcom dafür ein eigenes internes Kontrollteam einsetzte, klingt erst einmal kurios. Uns wird aber auch aufgezeigt, wie ernst das Studio die Wirkung der Figur nahm. Diana sollte nicht nur ein Maskottchen oder ein niedlicher Begleiter werden, sondern eine Figur, die über viele Stunden glaubwürdig bleibt. Habt ihr Pragmata gespielt? Hat Capcoms neue IP euch überzeugt?
Quelle: automaton-media
