Kundenfang beim Zocken: Werbung in Spielen

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Dynamische Werbung... Dynamische Werbung... Eine weitere Form von In-Game-Werbung sind die sogenannten Ad-Games, Spiele, die nur zu einem Zweck existieren: der Werbung wegen. Dazu zählen nicht nur kurzweilige Minigames, sondern auch größere Produktionen, wie zum Beispiel Americas Army und Full Spectrum Warrior. Die Entwicklung beider Spiele wurde komplett von der US-amerikanischen Armee finanziert. Das bekannteste Ad-Game ist wohl Moorhuhn, welches für die englische Whiskey-Marke Johnnie Walker entwickelt wurde und 1999 deutsche Büros lahmlegte.

... in City of Heroes. ... in City of Heroes. Wagen wir einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen: Die Liste von Spielen mit integrierter Werbung wird immer länger: Battlefield 2142, Counter-Strike Source, Need for Speed: Pro Street, City of Heroes sind nur der Anfang einer rosigen Werbezukunft. Gearbox Software bestätigten, dass die Spiele Borderlands und Aliens: Colonial Marines In-Game-Advertisement enthalten werden, Microsoft und Google manifestierten bereits im letzten Jahr ihren Einstieg in den Markt. Kein Wunder, denn die Vorteile von In-Game-Advertisement liegen auf der Hand: Während die Entwickler weitreichend Produktionskosten abdecken können, erreicht der Werbende eine klar definierte Zielgruppe. Außerdem haben die Umsätze der Spielindustrie die von Hollywood bereits überholt - sich vor dem Medium zu verschließen, wäre wirtschaftlich unklug.

Das populärste Ad-Game aller Zeiten: Moorhuhn. Quelle: Phenomedia Das populärste Ad-Game aller Zeiten: Moorhuhn. Für den Spieler ergibt sich bisher kaum ein Vorteil. Trotz Werbeeinnahmen erscheinen Need for Speed: Pro Street und andere Spiele immer noch zum Vollpreis, nicht aber mit voller Qualität - die finanziellen Aspekte scheinen den Endkunden nicht zu erreichen. Ob sich das in naher Zukunft ändert wird? Wir wissen es nicht. Sicher ist: Werbung in Computer- und Videospielen mausert sich langsam aber sicher zu einer der wichtigsten alternativen Einnahmequellen der Industrie - denn auch wer ein Spiel illegal kopiert, wird Sam Fishers frischen Atem zu Gesicht bekommen.

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    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Azirophos Mitglied
        Zitat von Rabowke am 05.06.2008 16:52
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]Weil sich natürlich nicht nur die Verfügbarkeit von PCs verändert hat, sondern auch der Zugang zum Internet ist für jeden verfügbar. Breitband? Kein Problem.

        Eine 16Mbit Flatrate, mit der man ohne Probleme große Datenmengen saugen kann, kostet keine 30 EUR mehr heute. Aggressive Werbung, die dazu verleiten soll dinge aus dem Internet zu laden sieht man auch an jeder Straßenecke, pardon, Webseite.

        UseNext? Anyone? Das sehe ich nur als Teil der Ursache, der von HLP-Andy angebenenen Zahlen (wobei ich mal annehme, daß diese stimmen). Zu Starcraft und Half-Life Zeiten gab es weitaus weniger Auswahl. Heute buhlen wesentlich mehr Titel um des Spielers Gunst, und da ist es verständlich wenn einzelne Spiele sich schlechter verkaufen. Weiters sind diese Verkaufszahlen von SC und HL eher über die Jahre erreicht worden, und sind sicherlich zum Teil auch deswegen so hoch, weil der Support bzw. die Mod Fähigeit stimmte - nebenbei, daß es wirkliche Meilensteine in ihren jeweiligen Genres waren/sind.

        @ topic: Werbung, wie schon manche vor mir gesagt haben, ist in eingen Genres (Sportspiele) sogar erwünscht, wenn es entsprechend (zB als Banner in-game) eingebaut ist. In anderen Genres, vor allem SF (zB KotoR oder Mass Effect) oder Fantasy (Gothic, Elder Scrolls) paßt es einfach nicht.

        Das mit den höheren Kosten kann ich auch nur zum Teil nachvollziehen. Der Hauptreiber von Produktionskosten sind vor allem die grafischen Höhenflüge der heutigen Zeit. Allerdings muß heutzutage ein Spiel, vor allem 3D Rollenspiele und Shooter, eine Top Grafik haben oder es wird gleich von allen Seiten gemault. Der Konsument und die Zeitschriften haben hier also auch ihr Schäufelchen dazugegeben, daß die Situation ist wie sie ist. Grob gesagt kriegen wir heute "schöne" Spiele, die man mal gerade für ein langes Wochenende gebrauchen kann. Die Zeiten, in denen man sich monatelang mit einem Spiel beschäftigen konnte, scheinen vorbei - dafür ist viel zu wenig Substanz vorhanden. Ja, es gibt Ausnahmen, aber diese bestätigen, wie bekannt, nur die Regel :)

        EDIT: Korrektur von Grammtik, Rechtschreibung, Ausdruck :-/
      • Von Azirophos Mitglied
        Zitat von Rabowke am 05.06.2008 16:52
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]Weil sich natürlich nicht nur die Verfügbarkeit von PCs verändert hat, sondern auch der Zugang zum Internet ist für jeden verfügbar. Breitband? Kein Problem.

        Eine 16Mbit Flatrate, mit der man ohne Probleme große Datenmengen saugen kann, kostet keine 30 EUR mehr heute. Aggressive Werbung, die dazu verleiten soll dinge aus dem Internet zu laden sieht man auch an jeder Straßenecke, pardon, Webseite.

        UseNext? Anyone? Das sehe ich nur als Teil der Ursache, der von HLP-Andy angebenenen Zahlen (wobei ich mal annehme, daß diese stimmen). Zu Starcraft und Half-Life Zeiten gab es weitaus weniger Auswahl. Heute buhlen wesentlich mehr Titel um des Spielers Gunst, und da ist es verständlich wenn einzelne Spiele sich schlechter verkaufen. Weiters sind diese Verkaufszahlen von SC und HL eher über die Jahre erreicht worden, und sind sicherlich zum Teil auch deswegen so hoch, weil der Support bzw. die Mod Fähigeit stimmte - nebenbei, daß es wirkliche Meilensteine in ihren jeweiligen Genres waren/sind.

        @ topic: Werbung, wie schon manche vor mir gesagt haben, ist in eingen Genres (Sportspiele) sogar erwünscht, wenn es entsprechend (zB als Banner in-game) eingebaut ist. In anderen Genres, vor allem SF (zB KotoR oder Mass Effect) oder Fantasy (Gothic, Elder Scrolls) paßt es einfach nicht.

        Das mit den höheren Kosten kann ich auch nur zum Teil nachvollziehen. Der Hauptreiber von Produktionskosten sind vor allem die grafischen Höhenflüge der heutigen Zeit. Allerdings muß heutzutage ein Spiel, vor allem 3D Rollenspiele und Shooter, eine Top Grafik haben oder es wird gleich von allen Seiten gemault. Der Konsument und die Zeitschriften haben hier also auch ihr Schäufelchen dazugegeben, daß die Situation ist wie sie ist. Grob gesagt kriegen wir heute "schöne" Spiele, die man mal gerade für ein langes Wochenende gebrauchen kann. Die Zeiten, in denen man sich monatelang mit einem Spiel beschäftigen konnte, scheinen vorbei - dafür ist viel zu wenig Substanz vorhanden. Ja, es gibt Ausnahmen, aber diese bestätigen, wie bekannt, nur die Regel :)

        EDIT: Korrektur von Grammtik, Rechtschreibung, Ausdruck :-/
      • Von Rabowke Klugscheißer
        Zitat von HLP-Andy am 05.06.2008 16:29
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]Weil sich natürlich nicht nur die Verfügbarkeit von PCs verändert hat, sondern auch der Zugang zum Internet ist für jeden verfügbar. Breitband? Kein Problem.

        Eine 16Mbit Flatrate, mit der man ohne Probleme große Datenmengen saugen kann, kostet keine 30 EUR mehr heute. Aggressive Werbung, die dazu verleiten soll dinge aus dem Internet zu laden sieht man auch an jeder Straßenecke, pardon, Webseite.

        UseNext? Anyone?
      • Von HLP-Andy Mitglied
        Zitat von XIII13 am 05.06.2008 15:19
        Aber gleichzeitig immer mehr Menschen Computer haben udn sie auch zum spielen benutzen.
        Echt? HL1 = 8 Millionen Verkäufe. HL2 = 4 Millionen Verkäufe, Orange Box: etwa 2 Millionen PC-Verkäufe.
        Starcraft hat sich fast 10 Millionen mal verkauft, Blizzard wird sehr froh sein, wenn Starcraft 2 sich drei Millionen mal verkauft. (Das wäre im Bereich von Civ4 und das hatte schon sehr gute Absatzzahlen.) Also ich sehe deine Rechnung nicht aufgehen, schon gar nicht beim PC. Aber auch bei dr Konsole:

        Die Entwicklung von Super Mario Bros hat etwa 500.000 Dollar gekostet. (Mit Inflation sind das heute von mir aus 1 Million) - aber absolut kein Vergleich mit den Kosten die beispielsweise Mario Galaxy verursacht haben dürfte. Und werden von Galxy jetzt wirklich mehr verkauft wie vom Ursprungsspiel damals? Die Preise sind allerdings ziemlich gleich geblieben. Ein NES-Spiel hat damals soviel gekostet wie heute ein Wii-Game.

        Bisher kopmensierten das die Spiele meistens in ihrer Spiellänge, aber irgendwann ist auch hier eine Grenze erreicht, wo nicht mehr weniger geht. Die Kosten werden aber weiter steigen und der Absatzmarkt wird, wenn überhaupt, nicht in diesen Ausmaßen mitwachsen. Also ist es für mich völlig verständlich, wenn man sich neue Einnahmequellen sucht.
      • Von NOODLES_SOS Mitglied
        Zu der Werbung in SWAT 4 hätte man ruhig noch erwähnen können auf welch dreiste Art und Weise diese eingeführt wurde. Das Basisspiel hat nämlich erstmal keine, erst mit dem Patch wurde dem Käufer diese aufgezwängt, selbst die EULA musste wohl nachträglich angepasst werden.
        Wer ohne Werbung spielen wollte musste also auf Bugfixes und später das Addon verzichten, welches ebenfalls den Patch voraussetzt. Informationen darüber gab es zunächst auch keine, bis sich findige Spieler daran gemacht haben herauszufinden was dort überhaupt passiert. So wurde dann bekannt, dass Blickwinkel und Dauer, etc. übertragen werden und auch wie man die Plakate abstellen kann (bestimmte IP in Windows Hosts Datei eintragen).

        Sonderlich passend waren die Plakate meiner Meinung nach nicht. Reklame für ein Album in einem Club ist ja in Ordnung, aber selbst Abstellkammern wurden zugepflastert.
      • Von Boesor Spiele-Professor/in
        Zitat von Jaramo am 05.06.2008 15:01


        Stimmt zwar, andererseits werden viel mehr Spiele verkauft als früher. Ob diese Steigerung auch die höheren Produktionskosten deckt, ist eine andere Frage.
        Ich schätze durch Werbung kann das Risiko etwas vermindert werden, klar, ein Megaseller wie CoD 4 benötigt keine Werbung um rentabel zu sein, aber kleinere Produktionen vielleicht schon eher.
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