30 Jahre PC Games: Eine Reise durch die Heftgeschichte - Teil 2

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30 Jahre PC Games: Eine Reise durch die Heftgeschichte - Teil 2
Quelle: PC Games

Drei Jahrzehnte, 362 Hefte, Dutzende Autoren, Hunderte Kollegen, unzählige Spiele - das ist die bewegte Geschichte der PC Games. Wir laden euch ein auf einen Trip in die Vergangenheit, von unseren Anfängen bis in die Gegenwart: Im zweiten Teil unserer großen Rückblick-Serie begleiteten wir die PC Games auf ihrem Weg zum meistverkaufen PC-Spielemagazin Europas, erleben eine Kehrtwende und führen bizarre Tagebücher und Kolumnen ein.

Inhaltlich bleibt man am Puls der Zeit, etwa in einem Special der Ausgabe 02/2000: "Vielleicht haben Sie ja schon von so genannten 'MODs' gehört oder gelesen.", heißt es darin. Natürlich waren Mods zu der Zeit schon lange bekannt, doch mit der Veröffentlichung von Half-Life bekam das Thema eine ganz neue Qualität. Anlass war nämlich das extrem beliebte Counter-Strike, das gemeinsam mit Spielen wie Starcraft dafür sorgt, dass wir eines Tages auch über das Phänomen E-Sport berichten können. Richtig spannend ist auch der Blick über den Tellerrand: Mit Ausgabe 05/2000 stellen wir Microsofts "Killer-Konsole" vor. Dank Pentium III und Nvidia-Chip soll die Xbox ihre Konkurrenz meilenweit abhängen. Viele befürchten nun, dass Microsoft sich endgültig vom PC abwenden könnte. Eine Sorge, die nicht ganz unberechtigt ist: Es soll noch viele Jahre dauern, bis Microsoft sich wieder auf PC-Spieler zubewegt und sein Image gründlich aufpoliert. Heute gibt sich Microsoft wieder ausgesprochen PC-freundlich!

Wenn der Molyneux klingelt

Urgestein Tom Borovskis wechselt zu dieser Zeit in die Online-Abteilung, um den Ausbau von pcgames.de voranzutreiben. Das gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht, der Relaunch wird ein uns andere Mal verschoben. Petra und Florian (der mittlerweile wieder ins heimische Nürnberg übersiedelt ist) bilden derweil eine Doppelspitze als Chefredaktion. Nach der E3 ist allerdings klar, dass PC Games Verstärkung braucht, ab Ausgabe 9/2000 stößt Georg Valtin zum Team. Ende des Jahres wechselt Urgestein Harald Wagner auf einen anderen Posten, seinen Platz besetzt der Neuzugang Rüdiger Steidle. Fast zur gleichen Zeit darf PC Games ein weiteres Mitglied begrüßen: Thomas Weiß, der seinen Einstand als Volontär feiert. Seine markanten Texte entpuppten sich schnell als echte Bereicherung für die PC Games.

In Ausgabe 04/2001 lässt es sich Peter Molyneux nicht nehmen, die Testversion von Black & White höchstpersönlich vorbeizubringen. Wir atmen auf: Mit dem Test endet auch endlich das Entwicklertagebuch von Steve Jackson, das zu dieser Zeit einfach nur noch deplatziert wirkt. Im gleichen Heft setzt PC Games ein weiteres Redesign um - bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass die letzte Frischzellenkur keine zwei Jahre zurückliegt! Doch es lohnt sich: War das letzte Design eher kalt und streng, gerät die neue PC Games wieder farbenfroher und unverkrampfter, davon profitiert auch die Übersicht.
Nach nur einem Jahr gibt's ein weiteres Redesign, das gut bei den Lesern ankommt. Der aufgeräumte Stil stellt die Screenshots stärker in den Mittelpunkt.  Quelle: PC Games Nach nur einem Jahr gibt's ein weiteres Redesign, das gut bei den Lesern ankommt. Der aufgeräumte Stil stellt die Screenshots stärker in den Mittelpunkt. 

Von Nürnberg nach Fürth

pcgames.de wird ein weiteres Mal gründlich überarbeitet, der Relaunch erfolgt im März 2001. Obwohl die Seite noch viele Kinderkrankheiten hat, werden wichtige Grundlagen gelegt. Ein halbes Jahr später bezieht Computec ein neues, modernes Firmengebäude im beschaulichen Fürth, gleich um die Ecke von Nürnberg. Wenig später kehrt auch Christian Müller überraschend von der PC Action zurück, in seiner Funktion als Chefredakteur ersetzt er nun Florian Stangl, der das Unternehmen verlässt. Auch Sascha Gliss verabschiedet sich und macht Platz für den Neuzugang Jochen Gebauer.

Wertungskästen im Wandel der Zeit
Der Wertungskasten in der Erstausgabe. Kurios: Eine Info-Spalte,&nbsp;<br> die explizit den Game Designer nannte, und die Angabe „Motivation“, die schon nach wenigen Heften zurecht verschwand.
Der Wertungskasten in der Erstausgabe. Kurios: Eine Info-Spalte,&nbsp;<br> die explizit den Game Designer nannte, und die Angabe „Motivation“, die schon nach wenigen Heften zurecht verschwand. RAM-Bedarf unter Besonderheiten, Auflösungen „nur“ noch bis EGA und die Kopierschutz-Info (was heißt bitte „normal“?). Der Wertungskasten wurde in den nächsten Jahren verbessert. Mittendrin im CD-ROM-Zeitalter: Der Wertungskasten liefert mit minimaler und empfohlener Hardware, Win 95-Support und der damals wichtigen CD-Laufwerksgeschwindkeit wertvolle Infos. 1998: Der CD-Advantage fliegt raus, dafür kommt ein Kästchen über 3D-Grafikchips hinzu. Die Hardwareanforderungen fallen detailreicher aus und Multiplayer bekommt eine eigene Wertung. Mit dem ersten großen Redesign wird das Testcenter umgekrempelt. Nun gibt‘s Vergleichstitel in einer Randspalte, Schulnoten für Kategorien wie Steuerung und Sound. Auch die unterstützten Sound- und Grafikarten werden genauer angegeben. Unsere Heftgeschichte im großen Rückblick Unsere Heftgeschichte im großen Rückblick Mit der Wiedereinführung der Motivationskurve versuchen wir, unser Testerlebnis anschaulich darzustellen. Nach ein paar Jahren lassen wir die Kurve allerdings hinter uns, mittlerweile wurden auch die 100er-Wertungen auf ein 10er-System umgestellt.

Während wir noch Umzugskartons auspacken, zeichnet sich ein neuer Trend ab: Online-Rollenspiele sind im Kommen. Blizzard enthüllt sein ambitioniertes World of Warcraft, während Lucas Arts mit Star Wars: Galaxies für Beisterung sorgt. Spielen wir in Zukunft etwa alle online? So richtig mit Internet und allem? Eine Idee, an die sich viele allerdings erst nöch gewöhnen müssen.

2002 wird die Website ein weiteres Mal runderneuert, News rücken stärker in den Vordergrund und es gibt deutlich mehr Community-Features wie Leser-Tests, Foren und Umfragen. Die Infos kommen im Heft auf den neuen Startseiten zum Einsatz, wo Leser über aktuelle Spiele wie Dungeon Siege urteilen können. Wir finden: eine gute Idee! Zwar soll es noch Jahre dauern, bis pcgames.de wirklich zu der Seite wird, die ihr heute vor euch habt, doch zumindest sind die Fortschritte schon klar erkennbar.

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    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Bast3l Hobby-Spieler/in
        Zitat von LOX-TT
        Schon mal bei ner Bahnhofsbuchhandlung probiert? Dort gibts imo fast alles
        Zitat von fud1974
        Das bestimmt leider nicht der Verlag wo die ausgelegt werden.. wenn die nicht geordert werden von den Läden, dann sind sie halt nicht da. So sind auch unzählige Zeitschriften aus den früher recht üppig bestückten Tankstellen verschwunden.
        Sodele, wie das Leben so spielt musste ich gestern das erste Mal seit langem an den ollen Bahnhof und habe diese vom Schicksal geschenkte Chance natürlich verwandelt und ein Heft erstanden. Schee isses! :X
      • Von Bast3l Hobby-Spieler/in
        Zitat von LOX-TT
        Schon mal bei ner Bahnhofsbuchhandlung probiert? Dort gibts imo fast alles
        Zitat von fud1974
        Das bestimmt leider nicht der Verlag wo die ausgelegt werden.. wenn die nicht geordert werden von den Läden, dann sind sie halt nicht da. So sind auch unzählige Zeitschriften aus den früher recht üppig bestückten Tankstellen verschwunden.
        Sodele, wie das Leben so spielt musste ich gestern das erste Mal seit langem an den ollen Bahnhof und habe diese vom Schicksal geschenkte Chance natürlich verwandelt und ein Heft erstanden. Schee isses! :X
      • Von Falconer75 Mitglied
        Zitat von CheaterBohlen
        Ja ich kauf die alle einzeln :-D
        Readly wäre eigentlich ne Idee, aber da verdienen doch die Verlage weniger dran oder?
        Definitiv ja. Ist das Spotify-Modell. Mach mal weiter wie bisher. Das ist cooler.
      • Von Gast1736118603 Mitglied
        Zitat von Falconer75
        Kaufst du die echt alle einzeln? Dann bist du ein sehr netter Idealist.:) Für dich wäre doch Readly wirklich maßgeschneidert...
        Ja ich kauf die alle einzeln :D
        Readly wäre eigentlich ne Idee, aber da verdienen doch die Verlage weniger dran oder?
      • Von Falconer75 Mitglied
        Zitat von CheaterBohlen
        Nee wie gesagt bei uns gibt's viele Anlaufstellen für Spiele Zeitschriften...ich kauf mir aber wie schon erwähnt meistens die PDFs in den Shops.
        Kaufst du die echt alle einzeln? Dann bist du ein sehr netter Idealist.:) Für dich wäre doch Readly wirklich maßgeschneidert...
      • Von Gast1736118603 Mitglied
        Zitat von Matthias Dammes
        Das schon was Seltenes.
        Bei uns sehe ich im Supermarkt eigentlich zu 90% nur noch diese ganzen Regenbogen-Blätter. Dazu vielleicht noch ein bisschen Sport und der Spiegel. Das wars dann meist auch schon.
        Na da haben wir Ossis halt auch mal nen Grund zum jubeln (Spaß) :D
        Nee wie gesagt bei uns gibt's viele Anlaufstellen für Spiele Zeitschriften...ich kauf mir aber wie schon erwähnt meistens die PDFs in den Shops.
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