Die Sims 3 Test: Enttäuschung auf dem iPhone - Abstürze und fades Gameplay
PC Games testet Die Sims 3 für iPhone und iPod Touch.
Quelle: PC Games
Im Tante Emma Laden können Sie einkaufen oder sich gar einen Job suchen.
Electronic Arts ließ es sich nicht nehmen, noch vor der Veröffentlichung von Die Sims 3 für den PC, einen Ableger für das iPhone und den iPod-Touch anzubieten. Wie in jedem der drei Sims-Klassiker können Sie sich auch hier Ihren eigenen Charakter erstellen und mit diesem die Schwierigkeiten des Alltags meistern: Arbeiten gehen, Beziehungen aufbauen, die eigenen Fähigkeiten verbessern. Auch auf Mini-Konsole gibt es dabei keine vorgeschriebene Story, keine Aufgaben, außer den Wünschen des eigenen Sim.
Dem Original nachempfunden, wählen Sie fünf Charaktereigenschaften, die Ihre Spielfigur zu einer eigenen Persönlichkeit machen sollen. Die Stadt in der Sie leben, ist frei begehbar. Bei Streifzügen durch die Nachbarschaft können Sie für Ihr Abendessen einkaufen gehen, sich persönlich für einen Job bewerben, im Park angeln, und bei Fremden an die Haustür klopfen.
Das ist aber auch schon das Spannendste, was es in Die Sims 3 für das iPhone und den iPod-Touch zu tun gibt, denn ansonsten enttäuscht EA mit geringer Spieltiefe und trivialen Tätigkeits-Mustern. Die Charaktererstellung bietet gerade einmal fünf Frisuren und Outfits an. Weitere Charaktermodifizierungen sind nicht möglich. Nicht nur die Sims sehen alle gleich aus, auch das Haus, in dem sie leben. Jeder Charakter hat die gleiche baufällige Wohnung mit den nötigsten Möbeln, die nur mit viel Geschick umgestellt und gedreht werden können. Bessere Möbel müssen erst freigeschaltet werden, indem Sie die Wünsche Ihres Sim erfüllen. Da diese meist kostenintensiv sind, braucht es viel Spielzeit, um das nötige Kleingeld für neue Einrichtung aufzubringen.
Quelle: PC Games
Die Steuerung ist, vor allem für PC-Nutzer, im ersten Moment ungewohnt.
Die Steuerung ist gewöhnungsbedürftig. Per Klick auf den Bildschirm bewegt sich Ihre Spielfigur wohin Sie möchten. Wählen Sie einen Gegenstand an, erhalten Sie ein Menü und eine Auswahl an Aktionen. Diese wird schnell unübersichtlich, sobald Sie sich mit anderen Sims unterhalten, und das Scrollen durch die Möglichkeiten dauert häufig so lange, dass das Gegenüber lieber wieder anderen Tätigkeiten nachgeht. Der Zoom im Spiel funktioniert nur über eine kleine Leiste an der Seite des Bildschirms und springt bei vielen Aktionen ständig hin und her. Auf Dauer nervenaufreibend, genau wie der Versuch den Gesprächspartner mit dem Finger zu treffen und nicht die Lampe, die neben ihm steht. Ebenfalls zu bemängeln: Jede Handlung und jeder Standortwechsel muss von Ihnen bestätigt werden. Das führt dazu, dass Sie öfter auf "Ja, ich möchte gerne in die Stadt gehen" klicken als sich mit dem Spiel beschäftigen.
Die Sims-typischen Sounds im Spiel lassen sich zwar abschalten, aber nicht gegen eigene Musik eintauschen. Für echte Sims-Fans ist dieses Spiel leider in vielen Punkten eine Enttäuschung. Auch wenn sich EA (beispielsweise für das Angeln und Kochen) der iPhone-Steuerung bedient, fehlen einfach zu viele gewohnte Inhalte und die Langzeitmotivation bleibt dank der begrenzten Möglichkeiten auf der Strecke. Die Stadt selbst, sowie deren Bewohner, ist vorgegeben und kann nicht verändert werden. Mehrere Sims gleichzeitig zu steuern ist nicht möglich. Das Spiel sollte also höchstens als Sims-3-to-go betrachtet werden, nicht aber als vollwertiger Ersatz. Bleibt die Hoffnung auf ein Update.
Die Sims 3 erhält im Test bei PC Games 3 von 5 möglichen Sternen.
Meinung - Linda Remer
"Die Sims 3 überzeugt nicht, da wechsele ich lieber wieder zum PC."
Ich habe auf dieses Spiel gewartet, seit ich mein iPhone gekauft habe. Als es dann endlich erschien, war die Enttäuschung groß. Selbstverständlich habe ich keine Konkurrenz zu den Sims auf dem PC erwartet, aber doch sehr viel mehr, als EA hier geliefert hat. Ich verbringe auch weiterhin ganze Abende vor meinem iPhone - aber sicherlich nicht mit Die Sims 3. Besonders nervig ist die Musik im Spiel, denn das eingebaute Gedudel ist kaum mehr als eine Stunde zu ertragen. Und eine Frechheit zum Schluss: Andauernd stürzt das Spiel ab. So nicht, EA!
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Surftipp:
Die besten Spiele für den iPhone-Konkurrenten Android von Google haben unsere Kollegen von SFT unter die Lupe genommen. Dort finden Sie auch den Test des iPhone 3GS sowie die besten iPhone-Apps.

Also, auf meinem Handy mach das Spiel durchaus spaß^^ Vor allem die Steuerung ist viel bequehmer
Stimmt allerdings.. Das Spiel ist auf dem iPhone / iPod kein wirklicher Bringer.
Wirklich toll (allerdings schon ETWAS älter) ist da Hero of Sparta. Quasi das "God of War" für's iPhone. Das habe ich an einem Stück durch gespielt und es hat von vorne bis hinten Laune gemacht. :)
Ein wirklich tolles Rennspiel gibt es dann noch mit Real Racing. Vor allem grsfisch hat mich der Titel wirklich vom Hocker gehauen.
Würde mich mal interessieren, was die PCG - Redaktion von den beiden Titeln hält?!
Bei diesem Touchscreengedrücke krieg ich die Kriese.
Das mag für 4-5 Eingaben pro Stunde ganz nett sein, wenn man nicht zu schwitzigen Fingern neigt, aber bei viel Text oder wie hier einem Spiel brauch ich 'nen anständigen Druckpunkt und kein Rumgepatsche auf der Scheibe.