PC Games Logbuch: Könnt ihr Videospiele noch ohne Einschränkung genießen?

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Kolumne Sascha Lohmüller - Redaktionsleiter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
PC Games Logbuch: Könnt ihr Videospiele noch ohne Einschränkung genießen?
Quelle: PC Games (mit Hilfe von ChatGPT erstellt/bearbeitet)

In der heutigen Ausgabe unserer Logbuch-Rubrik fragt sich Sascha, wann der Punkt gekommen ist, an dem die Entwicklungen in der Videospiele-Branche ihm die Spiele vermiesen werden.

Microsoft entlässt mal eben 3200 Leute in seiner Gaming-Sparte, davon ganze 1600 direkt bei den internen Studios, kurz davor hat Sony entschieden, dass doch wirklich niemand (aka sie selbst) diese blöden Discs noch braucht. Obendrauf kommen noch diverse Skandale in den letzten Jahren und überhaupt dreht sich das Entlassungs-Karussell bei den Videospiele-Studios und -Publishern gefühlt immer schneller. Ich persönlich frage mich dabei (neben vielen anderen Dingen, die hier nicht hingehören): Wird da irgendwann der Punkt kommen, an dem sich so etwas auf meinen Konsum von Videospielen auswirkt? Oder ist das sogar schon passiert?

Der Vollständigkeit halber: Natürlich ist das kein Problem, das die Entertainment-Branche "Videospiele" für sich allein gepachtet hat. Konzertveranstalter hauen Fans seit Jahren über die Ohren, Festivals kosten mittlerweile das Vierfache wie noch vor 20 Jahren, Hollywood und Co. schauen mit ihren 5000 Streaming-Services auch nur auf unser Geld und ein Kinobesuch kostet heutzutage ja fast so viel wie ein gebrauchter Kleinwagen.

Gleichzeitig verdienen Musiker immer weniger und in Werbespots grinsen einen nicht mehr Nachwuchs-Schauspieler schief an, sondern schlecht gemachte KI-Deppen. Aber: Hier geht's ja um Videospiele, also brauchen wir diese beiden riesigen Fässer nicht aufmachen, sondern rollen sie wieder in den Keller.

Ich sag's wie es ist: Mich machen solche News vor allem traurig. Traurig, weil ich mittlerweile ja auch schon eine ganze Weile in der Branche bin und in dieser Zeit mit vielen Entwicklern bei diversen Studiobesuchen sprechen konnte. Und ich habe dabei Menschen kennengelernt, die (meistens) mit ganzem Herzblut bei der Sache sind, die einen Job machen, den sie lieben. Dann zu lesen, dass wieder mal eine vierstellige Anzahl an solchen Leuten einfach auf die Straße gesetzt wurde ... das macht mich einfach traurig.

Fast noch schlimmer ist es dann, wenn ein Studio ganz geschlossen wird, denn dann verlieren nicht einfach nur Menschen ihren Lebensunterhalt, es wird auch gleich noch ein Stück Spielegeschichte ausradiert. Man muss ja nur mal überlegen, welche Spielereihen völlig brachliegen, weil die Studios nicht mehr existieren und die Rechte irgendwo im Limbo zwischen Abandonware und Publisher-Schließfach dahinvegetieren.

Black & White, No One Lives Forever, Freelancer, Prey - alles Beispiele, bei denen die Studios mittlerweile Geschichte sind und die Rechtssituation so verfahren oder undurchsichtig ist, dass sich einfach niemand damit befassen will. Dabei warten Fans bis heute darauf, dass solche Spiele mal ein Remake bekommen. Oder einen Nachfolger. Oder auch einfach nur eine GOG-Version.

Die beiden Black & Whites noch mal nachholen? Dann viel Glück auf Ebay, denn die Spiele erschienen nie digital und das Studio ist schon lange dicht. Quelle: PC Games / Lionhead Studios Die beiden Black & Whites noch mal nachholen? Dann viel Glück auf Ebay, denn die Spiele erschienen nie digital und das Studio ist schon lange dicht. Aber an dem Punkt, wo ich sage "Nein, jetzt langt's, der Publisher ist unten durch", - an dem bin ich noch nicht angelangt, auch wenn ich schon oft innehalten musste und unfreundliche Dinge in meinen Bart murmelte, wenn mal wieder eine Hiobsbotschaft durch das Postfach polterte. Dem am nächsten kam wohl 2021 der ganze Skandal um Blizzard, als ich mein WoW-Abo durchaus mal überdacht habe und auch der ein oder andere langjährige Bekannte dem Spiel den Rücken kehrte. Aber zum Glück wurde da ja rigoros durch die Führungsetage gefeudelt.

So wirklich komplett die Laune an einer Spielereihe oder gar einem kompletten Publisher-Portfolio hat es mir aber bislang noch nicht verhagelt - bliebe halt die Frage, ob das wirklich für immer so bleibt. Denn Sony kommt mit seinem Verzicht auf ein Laufwerk in der nächsten Playstation dem doch sehr nahe - bisher war eine Konsole für mich immer etwas, das ich auch mit in den Urlaub oder zu Kumpels schleppen konnte und das dann auch ohne Internet funktionierte, im schlimmsten Fall. Beim PC hab ich mich mittlerweile an Steam und Co. gewöhnt, aber warum sollte ich mir so was noch mal in kleiner, schlechter aufgelöst und restriktiver zulegen? Nun ja, abwarten.

Wie schaut es da bei euch aus? Nehmt ihr solche Branchen-News wahr? Hakt ihr das unter "Ist halt so in der Wirtschaft" ab oder machen euch solche Meldungen wütend? Habt ihr vielleicht sogar schon den ein oder anderen Publisher auf eure persönliche schwarze Liste gepackt, weil ihr die ganzen Entlassungs- und Studioschließungs-News nicht mehr ausgehalten habt? Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen, beachtet dabei aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Wer einfach nur wild Publisher beschimpfen möchte, den kärcher ich direkt aus dem Thread ;).

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pixelhero76 NPC
        Ich glaube, diese Entwicklung in der Gaming-Branche kann man als Einzelner kaum aufhalten. Früher habe ich gerne Spiele für den PC direkt im Markt gekauft, weil ich auch Sammler bin. Irgendwann wurden die schönen, großen Pappboxen immer schmaler und es war auch immer weniger an Beigaben enthalten. Dann gab es nur die die DVD in einer zerbrechlichen Plastikhalterung und selbst die DVD ist mittlerweile verschwunden. Heutige Gaming-PCs sind die reinste Lichter-Show und haben nicht mal ein DVD-Laufwerk.

        Bei den zukünftigen Konsolen fehlen vermutlich auch die Laufwerke, Downloads haben sich (leider) als praktisch erwiesen, auch wegen der Updates. Viele jüngere Gamer sind auch gar keine Sammler, sondern eher Konsumenten. Wenn ich manchmal in den Foren lese, wie die heutigen Spieler ihre Games zocken, als ginge es nur ums schnelle Durchspielen und Trophäen sammeln. Noch dazu sind viele Games ständig im Angebot und kosten fast nichts mehr. Ich habe früher für meine Spiele manchmal über 100 DM bezahlt. Nicht mit Karte, sondern bar. Da hat man ein ganz anderes Verhältnis zu einem Spiel.

        Ich alleine werde die Dinge auch nicht mehr ändern können. Teilweise kaufe ich Spiele als Download, wenn sie sonst teuer sind und im Sale sehr günstig sind. Nebenbei kaufe ich auch Spiele mit Box für die Nintendo Switch Konsole.

        Die vielen Entlassungen sind kein gutes Omen. Der Fokus in der Gaming-Branche wird sich noch stärker auf KI-Entwicklung konzentrieren. SEGA hat ja schon zugegeben, dass sie sich beim neuen Crazy Taxi von der KI helfen lassen. Ich finde, KI-Unterstützung zum Beispiel beim Übersetzen von Texten ok. Wenn die KI aber genutzt wird, um Gaming-Inhalte zu generieren, für die man sonst ganze Teams braucht, dann ist das bedenklich. So schwindet die Kreativität und Games fühlen sich nicht mehr "besonders" an.

        Ich bleibe auch Sammler, so lange es geht. Die neuen Konsolen werde ich vermutlich nicht sofort kaufen (können), die Preisentwicklung ist der nächste "Kriegs"-Schauplatz. Aber man kann ja auch mit den älteren Konsolen noch Spaß haben und wird dann eben Retrogamer. :)
      • Von Pixelhero76 NPC
        Ich glaube, diese Entwicklung in der Gaming-Branche kann man als Einzelner kaum aufhalten. Früher habe ich gerne Spiele für den PC direkt im Markt gekauft, weil ich auch Sammler bin. Irgendwann wurden die schönen, großen Pappboxen immer schmaler und es war auch immer weniger an Beigaben enthalten. Dann gab es nur die die DVD in einer zerbrechlichen Plastikhalterung und selbst die DVD ist mittlerweile verschwunden. Heutige Gaming-PCs sind die reinste Lichter-Show und haben nicht mal ein DVD-Laufwerk.

        Bei den zukünftigen Konsolen fehlen vermutlich auch die Laufwerke, Downloads haben sich (leider) als praktisch erwiesen, auch wegen der Updates. Viele jüngere Gamer sind auch gar keine Sammler, sondern eher Konsumenten. Wenn ich manchmal in den Foren lese, wie die heutigen Spieler ihre Games zocken, als ginge es nur ums schnelle Durchspielen und Trophäen sammeln. Noch dazu sind viele Games ständig im Angebot und kosten fast nichts mehr. Ich habe früher für meine Spiele manchmal über 100 DM bezahlt. Nicht mit Karte, sondern bar. Da hat man ein ganz anderes Verhältnis zu einem Spiel.

        Ich alleine werde die Dinge auch nicht mehr ändern können. Teilweise kaufe ich Spiele als Download, wenn sie sonst teuer sind und im Sale sehr günstig sind. Nebenbei kaufe ich auch Spiele mit Box für die Nintendo Switch Konsole.

        Die vielen Entlassungen sind kein gutes Omen. Der Fokus in der Gaming-Branche wird sich noch stärker auf KI-Entwicklung konzentrieren. SEGA hat ja schon zugegeben, dass sie sich beim neuen Crazy Taxi von der KI helfen lassen. Ich finde, KI-Unterstützung zum Beispiel beim Übersetzen von Texten ok. Wenn die KI aber genutzt wird, um Gaming-Inhalte zu generieren, für die man sonst ganze Teams braucht, dann ist das bedenklich. So schwindet die Kreativität und Games fühlen sich nicht mehr "besonders" an.

        Ich bleibe auch Sammler, so lange es geht. Die neuen Konsolen werde ich vermutlich nicht sofort kaufen (können), die Preisentwicklung ist der nächste "Kriegs"-Schauplatz. Aber man kann ja auch mit den älteren Konsolen noch Spaß haben und wird dann eben Retrogamer. :)
      • Von Flatter Anfänger/in
        Zitat von Orkhammer
        Mir machen ganz andere Sachen viel größere Sorgen.
        Dass es den Tankstellenpächter mehr freut, wenn ich eine Bockwurst kaufe, als wenn ich mein Auto volltanke, denn an der Wurst verdient er mehr, dass eine Bekannte, die Lehrerin an einer Gesamtschule ist, jeden Tag nach Hause fährt und weint, weil die meist mit Migrationshintergrund vorhandenen Schüler sie systematsich fertig machen, dass ein Bauarbeiter bei 35 Grad im Schatten ein vollklimatisiertes Bürogebäude für „Führungskräfte“ baut, in der Mitte des Monates nicht mehr weiß, wie er seine Familie ernähren soll, weil die Kohle ausgegangen ist, dass Rentner Flaschen sammeln, dass Obdachlose im Winter entweder erfrieren oder von komplett Irren lebendig angezündet werden. Und noch so vieles mehr.

        So, nun zu Videospielen.
        Welche Rolle haben Videospiele? Eigentlich gar keine, reiner Zeitvertreib.
        Juckt mich das Schicksal von Entwicklern und Programmierern? Nicht wirklich. Ich nehme es zur Kenntnis, wenn ein Studio zum Beispiel geschlossen wird, aber mehr auch nicht.
        Hat es Auswirkungen auf mein Spieleverhalten? Nicht, dass ich wüßte.
        Ich freue mich natürlich nicht, wenn sowas passiert, doch im Vergleich zu den Entlassungen bei Microsoft aktuell…wieviele sind das, um die 4000?
        Nur Deutschland hat alleine im Jahr 2025 gut 175.000 Industriearbeitsplätze verloren. Wo sollte ich da anfangen? Keine Würth-Schrauben mehr kaufen? Keine Nestle Produkte mehr? Nicht mehr zu Edeka gehen? Kein Auto mehr fahren, weil sogut wie alle Kfz Hersteller inzwischen aktiv mit der Rüstungsindustrie kooperieren?
        Wir haben weißgott ganz andere Probleme als Videospiele. Die Welt käme und kam ja auch mal ganz gut ohne aus. Ohne vieles andere jedoch nicht.
        Dem kann ich nichts mehr hinzufügen. Bin ganz deiner Meinung
      • Von Orkhammer Spiele-Enthusiast/in
        Mir machen ganz andere Sachen viel größere Sorgen.
        Dass es den Tankstellenpächter mehr freut, wenn ich eine Bockwurst kaufe, als wenn ich mein Auto volltanke, denn an der Wurst verdient er mehr, dass eine Bekannte, die Lehrerin an einer Gesamtschule ist, jeden Tag nach Hause fährt und weint, weil die meist mit Migrationshintergrund vorhandenen Schüler sie systematsich fertig machen, dass ein Bauarbeiter bei 35 Grad im Schatten ein vollklimatisiertes Bürogebäude für „Führungskräfte“ baut, in der Mitte des Monates nicht mehr weiß, wie er seine Familie ernähren soll, weil die Kohle ausgegangen ist, dass Rentner Flaschen sammeln, dass Obdachlose im Winter entweder erfrieren oder von komplett Irren lebendig angezündet werden. Und noch so vieles mehr.

        So, nun zu Videospielen.
        Welche Rolle haben Videospiele? Eigentlich gar keine, reiner Zeitvertreib.
        Juckt mich das Schicksal von Entwicklern und Programmierern? Nicht wirklich. Ich nehme es zur Kenntnis, wenn ein Studio zum Beispiel geschlossen wird, aber mehr auch nicht.
        Hat es Auswirkungen auf mein Spieleverhalten? Nicht, dass ich wüßte.
        Ich freue mich natürlich nicht, wenn sowas passiert, doch im Vergleich zu den Entlassungen bei Microsoft aktuell…wieviele sind das, um die 4000?
        Nur Deutschland hat alleine im Jahr 2025 gut 175.000 Industriearbeitsplätze verloren. Wo sollte ich da anfangen? Keine Würth-Schrauben mehr kaufen? Keine Nestle Produkte mehr? Nicht mehr zu Edeka gehen? Kein Auto mehr fahren, weil sogut wie alle Kfz Hersteller inzwischen aktiv mit der Rüstungsindustrie kooperieren?
        Wir haben weißgott ganz andere Probleme als Videospiele. Die Welt käme und kam ja auch mal ganz gut ohne aus. Ohne vieles andere jedoch nicht.
      • Von DerFox Spiele-Novize/Novizin
        Tja wenn ich sehe das Studios wie z.B. Arkane verbrannt werden um hageldumme Spiele wie Redfall zu entwickeln hält sich mein Mitleid in Grenzen.
        Schade für die Angestellten.
        Wo bleibt der Mut um gute Spiele zu entwickeln?
        Bis auf einige Ausnahmen kann man beim Großteil der Spiele sagen: alles schon gesehen boooooooooooring.
      Direkt zum Diskussionsende
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