Outsourced - Auf Umwegen zum Glück

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Outsourced - Auf Umwegen zum Glück

Outsourced - Auf Umwegen zum Glück Der biedere Bürohengst Todd wird nach Indien versetzt, wo er eine Truppe von Provinzlern in Call-Center-Profis verwandeln soll. Witzige Culture-Clash-Komödie, die sich über indische und westliche Eigenarten gleichermaßen lustig macht, aber am Ende im Kitsch ertrinkt.

Eben noch hat Schlipsheini Todd (Josh Hamilton) ganz gemütlich im Büro eine Runde Solitaire gespielt. Im nächsten Moment hockt er verdattert in einem Flieger Richtung Indien. Wie es dazu kommen konnte? "Outsourcing" lautet das Zauberwort! Todd wurde von seinem jovialen Boss gnadenlos mal eben "ausgelagert" - mitten in die indische Provinz! Dort soll der Blauhemdträger eine Truppe Einheimischer zu Mitarbeitern eines US-Call-Centers ausbilden.

Der Job entpuppt sich prompt als absolute "Mission Impossible": Todd stößt vor Ort auf haarsträubende Arbeitsverhältnisse und hinterwäldlerische Angestellte. Weil ihm jedoch bei Nichterfüllung seines Auftrags die fristlose Entlassung droht, bleibt Pechvogel Todd keine andere Wahl: Zähneknirschend macht er sich an die absurde Aufgabe, seinen indischen Azubis beizubringen, wie man amerikanische Kunden via Telefon bedient. Natürlich durchläuft Todd im Laufe der Handlung eine wundersame Wandlung zum eingefleischten Indien-Insider.

War er zu Beginn des Films noch der sich überlegen fühlende Besucher vom fernen Stern der sogenannten "Zivilisation", so schließt er irgendwann die (Un-)Sitten seines indischen Zwangsexils ins Herz. Mehr sogar: Während Todd zunächst den westlichen "Way of Life" als die einzige normale Lebensform empfindet, leuchtet ihm zunehmend ein: Aus der Sicht der Inder wirkt manch westliche Gepflogenheit überaus kurios! Diesbezüglich plädiert der Film auf äußerst amüsante und charmante Weise für mehr Toleranz unter den verschiedenen Kulturen. Sehr treffend und selbstironisch werden westliche wie indische Eigenarten gleichermaßen durch den Kakao gezogen.

Doch kaum wähnt man sich schon in dem sicheren Glauben, Outsourced sei ein Film, der ohne alberne Klischees auskommt, da trifft einen der dicke Kitsch-Hammer! Bedauerlicherweise entwickelt sich die zuerst so herrlich schräge Story immer mehr in eine Liebesschnulze. Todd vertieft den kulturellen Austausch, in dem er mit einer hübschen Inderin anbandelt, und dieses amerikanisch-indische Geplänkel dominiert die gesamte zweite Filmhälfte. Somit ist Outsourced leider nur mit Einschränkungen zu empfehlen. Der erste Teil der Handlung ist flott und bietet richtig gute Gags. Der zweite Teil hingegen erinnert allzu sehr an einen Bollywood-Schinken.

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Wertung zu Outsourced - Auf Umwegen zum Glück

Wertung:

6.0 /10

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