Ondine - Das Mädchen aus dem Meer (Kinokritik / Review)
Das moderne Märchen aus Irland bietet einen Genremix aus Drama, Romanze, Mystery und Thriller.
Der verkorkste, erfolglose Fischer Syracuse zieht mit seinem Netz eines Tages eine junge Frau aus der irischen See. Die geheimnisvolle Schöne spricht mit Akzent, nennt sich Ondine und lässt den rauen Seemann über ihre Herkunft im Unklaren. Doch mit einem Mal hat Syracuses Pech beim Fischfang ein Ende und er blüht an Ondines Seite auf. Seine wegen eines schweren Nierenleidens auf den Rollstuhl angewiesene Tochter Annie, die bei ihrer Alkoholiker-Mutter lebt, ist sich sicher, dass Ondine eine Nixe aus dem Meer ist. Doch dann taucht ein Fremder auf…
Nach längerem Aufenthalt in Hollywood kehrte der Ire Neil Jordan (Zeit der Wölfe, The Crying Game) in seine Heimat zurück und drehte dort vor rauer Naturkulisse dieses romantisch angehauchte Drama, das gegen Ende zum kleinen Thriller mutiert. Zeitweilig haftet dem Independent-Streifen etwas Magisches an, was im interessanten Kontrast zur Bodenständigkeit der Küstenbewohner und allen voran Colin Farrells in der Hauptrolle steht. Allerdings bleibt Ondine trotz kleinen Momenten des Gefühls etwas oberflächlich.
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(Chris Knight)
