Nvidia: Was leistet die GeForce GTX 1650? Kaufberatung Grafikkarten bis 300 Euro
Seit wenigen Tagen ist Nvidias neue Einsteigergrafikkarte und Ablösung für die GeForce GTX 1050 Ti auf dem Markt: die GeForce GTX 1650. Wir haben uns die Leistung der neuen Grafikkarte genauer angesehen und stufen das Preis-Leistungs-Verhältnis ein. Dies verbinden wir bei der Gelegenheit mit einer Kaufberatung zu Grafikkarten bis 300 Euro.
Einstiegsneuling: GeForce GTX 1650
Mit der GeForce GTX 1650 erweitert Nvidia sein Angebot um eine Grafikkarte, die weniger als 200 Euro kostet. Auf Preisvergleich-Websites wie der der PC Games Hardware sind Varianten der neuen Grafikkarte ab 150 Euro gelistet.
Nvidia versucht, im Preisbereich zwischen 150 und 200 Euro gegen AMD anzukommen, wo AMD seit vielen Monaten das Sagen hat. Denn AMDs RX 580 gibt es bereits ab 170 Euro, die nicht viel langsamere RX 570 ab 120 Euro. Nvidia hat bisher unterhalb von 200 Euro nur die GTX 1050 Ti zu bieten, die deutlich langsamer als AMDs RX 570 und gleichzeitig nicht unter 130 Euro zu haben ist.
In diesem Artikel
Doch wie kann man die Nvidia GeForce GTX 1650 im aktuellen Grafikmarkt einordnen? Dies wollen wir in unserem Special klären, indem wir einen Blick auf die Leistung der Nvidia GeForce GTX 1650 werfen und durch den Vergleich mit anderen Grafikkarten das Preis-Leistungs-Verhältnis bewerten. Unser Blick gilt dabei aber auch den etwas teureren Alternativen - wir bieten euch in Verbindung mit dem Fazit zur GeForce GTX 1650 eine aktuelle Kaufberatung zu Grafikkarten bis 300 Euro. Zunächst aber schauen wir uns die Technik der neuen Nvidia-Grafikkarte an.
Nvidia GeForce GTX 1650: Technik
Den Kern der Nvidia GeForce GTX 1650 bildet die Turing-GPU mit der Modellbezeichnung TU117-300-A1 und 896 CUDA-Cores (Shadereinheiten). Die Standardtaktung von Nvidia beträgt 1485 Megahertz, im Boost sind es 1665 Megahertz.
Quelle: Inno3D
Inno3D GeForce GTX 1650, derzeit das günstigste Modell einer GTX 1650
Auf dem Hardwaremarkt gibt es bereits gut drei Dutzend verschiedener Custom-Modellvarianten von Nvidias Partnerherstellern, von denen die große Mehrzahl einen höheren Boosttakt anbietet, etwa ein Drittel arbeitet auch im Standardtakt bereits mit höheren Werten als 1485 Megahertz. Als Videospeicher stehen vier Gigabyte GDDR5-RAM zur Verfügung. All diese Daten allein lassen freilich keine genaue Leistungseinschätzung zu - lediglich bei der RAM-Menge ist klar, dass er für manch einen Detailmodus von einigen Games nicht für ein flüssiges Spielen ausreicht, wobei sich gleichzeitig die Frage stellt, ob die GPU-Leistung bei den betreffenden Spielen ausreichen würde, um mit beispielsweise sechs oder acht Gigabyte RAM nennenswert mehr Fps (Bilder pro Sekunde) zu gewähren. In der folgenden Tabelle seht ihr den Vergleich der technischen Daten der Nvidia GeForce GTX 1650 mit vier weiteren Nvidia-Grafikkarten, je zwei aus der älteren Pascal- und der neuen Turing-Familie.
| Grafikkarte | GTX 1650 | GTX 1660 | GTX 1660 Ti | GTX 1060 (6GB) | GTX 1050 Ti |
|---|---|---|---|---|---|
| Familie | Turing | Turing | Turing | Pascal | Pascal |
| GPU | TU117 | TU116-300 | TU116-400 | GP106-400 | GP107-400 |
| Transistoren (GPU) | 4,7 Mrd | 6,6 Mrd | 6,6 Mrd | 4,4 Mrd | 3,3 Mrd |
| CUDA-Cores | 896 | 1408 | 1536 | 1280 | 768 |
| Basistakt | 1485 MHz | 1530 MHz | 1550 MHz | 1506 MHz | 1290 MHz |
| Boosttakt | 1665 MHz | 1785 MHz | 1845 MHz | 1848 MHz | 1392 MHz |
| Speicher | 4GB GDDR5 | 6GB GDDR5 | 6GB GDDR6 | 6GB GDDR5 | 4GB GDDR5 |
| Speicherbandbreite | 128 GB/s | 192 GB/s | 288 GB/s | 192 GB/s | 128 GB/s |
| Anbindung | 128 Bit | 192 Bit | 192 Bit | 192 Bit | 128 Bit |
| Preis ab etwa | 150 Euro | 220 Euro | 270 Euro | 195 Euro | 135 Euro |
Wenn man davon ausgeht, dass innerhalb der Turing-Familie vor allem die CUDA-Cores einen Hinweis auf einen Leistungsunterschied geben, so wäre die Nvidia GeForce GTX 1660 um etwa 57 Prozent schneller als die neue GeForce GTX 1650. Ob dies die Benchmarkwerte hergeben, die rund um die neue Grafikkarte entstanden sind, werden wir auf der nächsten Seite klären.

Die GTX 1050 Ti war vielleicht im letzten Quartal 2016 und ersten Quartal 2017 für Einsteiger empfehlenswert. Und schon zum Release galt das mit deutlicher Einschränkung, die GTX 1050 Ti kostete 155 €, die RX 470 mit 4 GB 180 €. Kein großer Unterschied, der zudem mit deutlich mehr Leistung belohnt wurde.
Für die GTX 1650 gilt das jetzt nochmal deutlich verschärft. NIEMAND unter den Gamern braucht die GTX 1650, denn für denselben Preis (150 € minimum) bekommt man eine bessere Grafikkarte. Und ein gutes Netzteil gibt es für maximal 60 €. Selbst Retrogamer oder Casualgamer können für 130 € die bessere RX 570 4 GB kaufen und mit der sich sogar mal neuere/anspruchsvolle Games kaufen.
Die GTX 1050 Ti war vielleicht im letzten Quartal 2016 und ersten Quartal 2017 für Einsteiger empfehlenswert. Und schon zum Release galt das mit deutlicher Einschränkung, die GTX 1050 Ti kostete 155 €, die RX 470 mit 4 GB 180 €. Kein großer Unterschied, der zudem mit deutlich mehr Leistung belohnt wurde.
Für die GTX 1650 gilt das jetzt nochmal deutlich verschärft. NIEMAND unter den Gamern braucht die GTX 1650, denn für denselben Preis (150 € minimum) bekommt man eine bessere Grafikkarte. Und ein gutes Netzteil gibt es für maximal 60 €. Selbst Retrogamer oder Casualgamer können für 130 € die bessere RX 570 4 GB kaufen und mit der sich sogar mal neuere/anspruchsvolle Games kaufen.
Vor noch 6 Monaten sah es ganz anders aus, da war die 1050 Ti wirklich die einzige Karte, die man nehmen konnte, wenn man moderne Games spielen wollte, aber partout nicht 50€ mehr aufbringen konnte (für eine RX 570). Und alles unterhalb einer 1050 Ti ist direkt deutlich weniger gut zu gebrauchen und rausgeschmissenes Geld.
Eine Mittelklasse ist halt heute ne 1070, ne 1160 ti, über die 2060 und bis zur 2070. Da kannst als Einstieg ne 590 nehmen oder 1060 bzw. jetzt die neuen 1160.
Was Du hier klassifizierst ist halt das meiste Einstiegsklasse bzw. gurkt am Eingang der Mittelklasse herum. 4 Gig ist heut nicht mehr Mittelklasse, die 970 wegen dem guten Chip eventuell als Einstieg. Nix für Ungut Digga, aber so schauts aus.
Eine GTX 1070 ist auch heute noch keine normale Mittelklasse, sondern wenigstens obere Mittelklasse, also auch immer noch überhalb des Durchschnitts. Die GTX 1660 Ti ist ein Grenzfall, ich sehe sie gerade noch in der normalen Mittelklasse. 4 GB sind heute eben genau das - Einstiegsklasse und daher unterhalb der Mittelklasse angesiedelt.
GTX 1070, RTX 2060 und RTX 2070 kosten allesamt allermindestens 270 € und sind damit alle schon deutlich oberhalb des Durchschnitts und damit auch mindestens obere Mittelklasse.
Die GTX 1650 ist für Gamer nicht empfehlenswert - genauso wie die GTX 1050 Ti es nie war.
War die 50er Serie von NVidia aber auch schon immer.
Einzig die Ti-Version beansprucht eine Daseinsberechtigung für Stromspar-Gamer oder Barebones. Der Vorgänger 1050 Ti verbreitete sich aber hauptsächlich aus einem Grund so gut:
Die Grafikkartenknappheit durch Mining.
Ansonsten ginge die Leistung für FullHD noch in Ordnung, besonders bei dem geringen Stromverbrauch, also interessant für Mini-PCs.
Wenn man die Zeit hat, sollte man aber auf die neuen AMD GPUs warten.