Nvidia GTX 1650: Leistung und Strombedarf
Seit wenigen Tagen ist Nvidias neue Einsteigergrafikkarte und Ablösung für die GeForce GTX 1050 Ti auf dem Markt: die GeForce GTX 1650. Wir haben uns die Leistung der neuen Grafikkarte genauer angesehen und stufen das Preis-Leistungs-Verhältnis ein. Dies verbinden wir bei der Gelegenheit mit einer Kaufberatung zu Grafikkarten bis 300 Euro.
Nvidia GeForce GTX 1650: Leistung
Unsere Leistungseinstufung basiert auf bereits veröffentlichten Tests zur Nvidia GeForce GTX 1650 wie dem Test unserer Kollegen der PC Games Hardware, der aktuell laufend noch mit neuen Werten ergänzt wird, oder auch dem Test von Tom's Hardware.
In diesem Artikel
Wir haben die Benchmarkwerte der Tests statistisch zusammengefasst, um ein möglichst breites Bild zu bekommen. Demnach erreicht Nvidias neue Einsteigergrafikkarte nicht die Leistung der günstigeren AMD Radeon RX 570, die in manchen Reviews in der 4GB-Version, in anderen in der 8GB-Variante getestet wurde.
Den von uns auf der ersten Seite auf Basis der CUDA-Cores gemutmaßten Vorsprung der Nvidia GeForce GTX 1660 kann man in der Tendenz bestätigen, auch wenn das Leistungsplus keine 57, sondern lediglich 45 Prozent beträgt. Die Leistung von Nvidias neuer Grafikkarte reicht für Full-HD (1920 x 1080 Pixel) bei modernen Games aus, wobei man bei einigen Games bei der Detailstufe deutlich weniger als das Maximum wählen muss, um flüssig spielen zu können - dies ist bei einem Preis ab 150 Euro auch zu erwarten gewesen. Stichpunktartig kann man die Leistung der Nvidia GeForce GTX 1650 wie folgt zusammenfassen (wir verzichten hier aus Platzgründen auf die Namenszusätze AMD Radeon oder Nvidia GeForce):
- Den Vorgänger GTX 1050 Ti kann die GTX 1650 um etwa 37 Prozent schlagen.
- AMDs RX 570 (4GB) ist etwa 13 Prozent schneller als Nvidias GTX 1650, die AMD RX 580 (8GB) kommt auf 29 Prozent Leistungsplus.
- Eine Nvidia GTX 1060 schafft etwa 24 Prozent mehr FPS als die GTX 1650.
- Nvidias GTX 1660 bringt 45 Prozent mehr FPS als die GTX 1650, die GTX 1660 Ti liegt etwa 67 Prozent vorne.
Was den Strombedarf angeht, so ist die Nvidia GeForce GTX 1650 sparsam und kommt in Spitzen auf nur gute 80 Watt. Bei einer AMD RX 570 muss man mit 180 Watt rechnen. Dies kann durchaus relevant sein, wenn man relativ viele Stunden pro Woche mit Gaminglast verbringt. Für die Stromversorgung der aktuell angebotenen Varianten der Nvidia GeForce GTX 1650 gilt: Die meisten benötigen gar keinen PCIe-Stromstecker, die restlichen stets auch übertakteten Modelle nutzen zur Absicherung der höheren Taktwerte einen 6-Pin-PCIe-Stecker.

Die GTX 1050 Ti war vielleicht im letzten Quartal 2016 und ersten Quartal 2017 für Einsteiger empfehlenswert. Und schon zum Release galt das mit deutlicher Einschränkung, die GTX 1050 Ti kostete 155 €, die RX 470 mit 4 GB 180 €. Kein großer Unterschied, der zudem mit deutlich mehr Leistung belohnt wurde.
Für die GTX 1650 gilt das jetzt nochmal deutlich verschärft. NIEMAND unter den Gamern braucht die GTX 1650, denn für denselben Preis (150 € minimum) bekommt man eine bessere Grafikkarte. Und ein gutes Netzteil gibt es für maximal 60 €. Selbst Retrogamer oder Casualgamer können für 130 € die bessere RX 570 4 GB kaufen und mit der sich sogar mal neuere/anspruchsvolle Games kaufen.
Die GTX 1050 Ti war vielleicht im letzten Quartal 2016 und ersten Quartal 2017 für Einsteiger empfehlenswert. Und schon zum Release galt das mit deutlicher Einschränkung, die GTX 1050 Ti kostete 155 €, die RX 470 mit 4 GB 180 €. Kein großer Unterschied, der zudem mit deutlich mehr Leistung belohnt wurde.
Für die GTX 1650 gilt das jetzt nochmal deutlich verschärft. NIEMAND unter den Gamern braucht die GTX 1650, denn für denselben Preis (150 € minimum) bekommt man eine bessere Grafikkarte. Und ein gutes Netzteil gibt es für maximal 60 €. Selbst Retrogamer oder Casualgamer können für 130 € die bessere RX 570 4 GB kaufen und mit der sich sogar mal neuere/anspruchsvolle Games kaufen.
Vor noch 6 Monaten sah es ganz anders aus, da war die 1050 Ti wirklich die einzige Karte, die man nehmen konnte, wenn man moderne Games spielen wollte, aber partout nicht 50€ mehr aufbringen konnte (für eine RX 570). Und alles unterhalb einer 1050 Ti ist direkt deutlich weniger gut zu gebrauchen und rausgeschmissenes Geld.
Eine Mittelklasse ist halt heute ne 1070, ne 1160 ti, über die 2060 und bis zur 2070. Da kannst als Einstieg ne 590 nehmen oder 1060 bzw. jetzt die neuen 1160.
Was Du hier klassifizierst ist halt das meiste Einstiegsklasse bzw. gurkt am Eingang der Mittelklasse herum. 4 Gig ist heut nicht mehr Mittelklasse, die 970 wegen dem guten Chip eventuell als Einstieg. Nix für Ungut Digga, aber so schauts aus.
Eine GTX 1070 ist auch heute noch keine normale Mittelklasse, sondern wenigstens obere Mittelklasse, also auch immer noch überhalb des Durchschnitts. Die GTX 1660 Ti ist ein Grenzfall, ich sehe sie gerade noch in der normalen Mittelklasse. 4 GB sind heute eben genau das - Einstiegsklasse und daher unterhalb der Mittelklasse angesiedelt.
GTX 1070, RTX 2060 und RTX 2070 kosten allesamt allermindestens 270 € und sind damit alle schon deutlich oberhalb des Durchschnitts und damit auch mindestens obere Mittelklasse.
Die GTX 1650 ist für Gamer nicht empfehlenswert - genauso wie die GTX 1050 Ti es nie war.
War die 50er Serie von NVidia aber auch schon immer.
Einzig die Ti-Version beansprucht eine Daseinsberechtigung für Stromspar-Gamer oder Barebones. Der Vorgänger 1050 Ti verbreitete sich aber hauptsächlich aus einem Grund so gut:
Die Grafikkartenknappheit durch Mining.
Ansonsten ginge die Leistung für FullHD noch in Ordnung, besonders bei dem geringen Stromverbrauch, also interessant für Mini-PCs.
Wenn man die Zeit hat, sollte man aber auf die neuen AMD GPUs warten.