Need for Speed: Carbon
Ihre anfängliche Wahl stellt Sie allerdings direkt vor ein Problem. Wählen Sie das Muscle Car aus, so bleiben Ihnen einige Wagen zuerst vorenthalten. Wählen Sie den Mazda, haben Sie relativ schnell Zugriff auf den Porsche Cayman S oder ähnliche Boliden. Das bedeutet indes nicht, dass Sie bei der Wahl des amerikanischen Boliden kein entsprechendes Gegenstück zum Porsche erhalten - ein Dodge Charger R/T wartet bei den Händlern auf Sie, der dem Porsche die Stirn bietet. Außerdem legen Sie durch diese Wahl auch Ihr Startgebiet fest. Wählen Sie den Alfa Romeo, starten Sie in der rechten Ecke der Karte, also in Downtown. Nun geht es darum, den vorherrschenden Gangs die Gebiete, die sie besitzen, streitig zu machen.
Bandenkriege
Im neuesten Need for Speed treten Sie gegen Straßengangs an, die bestimmte Gebiete in Palmont City beherrschen. Erfreut sind diese über Ihre Übernahmebemühungen freilich nicht und versuchen mit allen Mitteln, die Hoheit über ihr Gebiet zu behalten. Nehmen Sie eine Zone ein, kann es vorkommen, dass die gegnerische Partei das Gebiet zurückerobern will. Zur Hilfe eilen Ihnen alsdann einige Kollegen, die sich nach und nach in Ihre Dienste stellen.
Sie fahren also nicht mehr allein. Diese Helfer teilen sich in drei Kategorien auf: die Drafter, Scouts und Blocker. Letztere sind rüde Zeitgenossen, die auf Ihr Geheiß hin Gegner aus dem Weg räumen. Liegen Sie vorne, kümmert sich Ihr Blocker darum, dass die hinter Ihnen fahrenden Rivalen nicht näher an Sie he-rangelangen. Drafter hingegen rasen voraus und lassen Sie im Windschatten fahren. Dadurch erreichen Sie beim Verlassen desselben eine weitaus höhere Endgeschwindigkeit.
Scouts fahren ebenfalls vor und suchen automatisch die günstigste und schnellste Strecke für Sie heraus. Alle Varianten gehen erstaunlich leicht von der Hand, weisen jedoch einige Mängel auf. Hin und wieder kommt es vor, dass ein Teamkamerad Sie bei einem Überholmanöver rammt und aus der Bahn schleudert. Außerdem stellten wir im Test immer wieder fest, dass besonders die Drafter zu Ausbremsversuchen neigen. Wie beim Nitro lädt sich ein Balken allmählich auf und ermöglicht es Ihnen, an strategisch wichtigen Punkten den Teamkollegen lospreschen zu lassen. Ist dieser Balken jedoch leer, bremst Ihr Kamerad stark ab.
Die Folge: Sie rasen mit hoher Geschwindigkeit ins Heck des Partners und verlieren wichtige Sekunden. Wirklich neu ist das Feature obendrein nicht, denn bereits Juiced kannte Teamkameraden, die zeitweise sogar von Gegnern angeheuert wurden, um Sie aus dem Weg zu räumen. Profis werden es außerdem kaum beanspruchen, denn ein wirklich harter Brocken ist Need for Speed Carbon nicht. Dazu trägt auch die Steuerung bei, die wie immer sehr arcadelastig ausfällt, aber im Drift-Modus wesentlich besser hätte ausfallen können. Ein kleiner Richtungswechsel reicht dort aus und Ihr Wagen bricht unkontrollierbar aus. In den normalen Rennen kommen aber selbst -Einsteiger mit allen Autos spielend zurecht.
