Monster Hunter 4 Ultimate im Test: Alles muss mit
Test zu Monster Hunter 4 Ultimate für 3DS: Monsterjäger Deutschlands, versammelt euch! Nach langer Wartezeit startet Japans erfolgreiche 3DS-Drachenhatz auch in unseren Gefilden. In unserem Test zu Monster Hunter 4 Ultimate erfahrt ihr, wie sich das 3DS-RPG spielt und ob sich der Kauf lohnt.
Alles muss mit!
Ist die persönliche Lieblingswaffe gefunden und deren Umgang zumindest halbwegs erlernt, müsst ihr nur noch die erste Mission bei der Gildenjungfer annehmen und schon entlässt euch Monster Hunter 4 Ultimate in die freie Wildnis, wo ihr üblicherweise 50 Minuten Zeit habt, um die aktuelle Quest zu lösen. Diese muss nicht zwingend immer das Erlegen einer großen Bestie sein – manchmal genügt es schon, einfach ein unbekanntes Areal zu erforschen oder bestimmte Ressourcen in dem Gebiet abzubauen. Eine Aufgabe, die ihr euch von Anfang an auf die Stirn schreiben solltet, denn nahezu alles, was ihr in Monster Hunter einsammelt, wird früher oder später von Nutzen sein. Neue Waffen oder Rüstungsteile gibt es beim Schmied nämlich nur, wenn ihr ihm die passenden Objekte bringt.
Quelle: Computec Media
Das gemeinsame Mahl vor der Jagd hat auch spielerischen Gehalt: Je nach Rezept erhaltet ihr verschiedene Boni, die den Start ins Abenteuer erheblich erleichtern.
Auch das Verbessern von bereits vorhandener Ausrüstung oder das Erstellen von besseren Support- und Heil-Items erfordert von Anfang an Materialien, die es nur draußen in der Wildnis zu finden gibt. Arzuros-Brustpanzer oder Velociprey-Gamaschen gibt es also nur, wenn ihr das dementsprechende Monster findet, zur Strecke bringt und den Kadaver anschließend ausschlachtet. Das Kampfsystem von Monster Hunter ist es, woran sich bei den Spielern meistens die Geister scheiden. Natürlich kann man kritisieren, dass die Bewegung der eigenen Figur teilweise sehr behäbig ist und man während der eigenen Hiebe keine Möglichkeit hat, die Schlagrichtung zu korrigieren. Auch ist man anfangs noch unheimlich genervt davon, dass jede Animation bis zum letzten Frame abgelaufen sein muss, ehe man sich wieder bewegen darf.
Gerade im Direktvergleich mit Dragon's Dogma, ebenfalls aus dem Hause Capcom, fühlt sich Monster Hunter in ungeübten Händen sehr veraltet an. Wer das Bewegungsrepertoire jedoch einmal verinnerlicht hat, erwischt auch fliegende Käfer im Sprung oder nimmt als Scharfschütze Schwachpunkte des Gegners zielgenau ins Visier. Eine wichtige Neuerung in Monster Hunter 4 Ultimate ist die Option nach einem kritischen Treffer auf große Monster draufzuspringen und ihnen dort weiter Saures zu geben. Mit dem energischen Einstechen solltet ihr aber zumindest so lange warten, bis die Kreatur stillhält und für einen kurzen Augenblick keinen Versuch unternimmt, euch vom Rücken zu werfen. Dies gibt euren Teammitgliedern (entweder andere Mitspieler oder die katzenartigen Felyne-Kameraden) die Gelegenheit, sich neu zu formieren oder sich schnell einen Bissen vom gebratenen Steak zu gönnen.
In diesem Artikel
Mit der Zeit wird es immer wahrscheinlicher, dass die gejagte Kreatur erschöpft die Flucht antritt – nun dürft ihr nicht locker lassen, sondern müsst schnell den Rückzugsort des Monsters ausfindig machen, ehe es wieder vollends zu Kräften kommt. An dieser Stelle merkt man dann auch, dass die Unterteilung der Landschaft in mehrere einzelne Bereiche durchaus Sinn ergibt. In dieser Form stellt jedes Gebiet eine Art Arena dar, weglaufende Kreaturen lassen sich leichter lokalisieren und man ist nicht gezwungen, ihnen minutenlang am Stück hinterherzurennen. Was zunächst wie eine Designsünde anmutet, erweist sich nach einigen Spielstunden und ebenso vielen Missionsdurchgängen als echter Pluspunkt.
