Monsieur Claude 2: Filmrezension zur Multikulti-Komödie
In "Monsieur Claude und seine Töchter" bringt die Partnerwahl der Töchter die Eltern der Familie Verneuil ordentlich durcheinander. Denn der unaufgeschlossene Monsieur Claude fühlt sich vor den Kopf gestoßen, als seine Töchter ihm Männer aus aller Herren Länder vorstellen. Im zweiten Teil wird seine Toleranz noch weiter auf die Probe gestellt, denn die Töchter wollen allesamt mit in die Heimatländer ihrer Partner ziehen.
Es ist schon ein Weilchen her, dass Monsieur Claude seine erste Lektion in Sachen Toleranz bekommen hat. Alle vier Töchter sind unter der Haube, die Schwiegersöhne mit mannigfaltigem Migrationshintergrund sind fester Bestandteil der Familie. Das Ehepaar Verneuil hat sogar schon deren jeweiligen Herkunftsländern einen Besuch abgestattet. Doch nun steht neues Ungemach ins Haus: Die jungen Leute wollen allesamt Frankreich den Rücken kehren, weil sie im Ausland bessere Zukunftschancen vermuten...
Im zweiten Teil der französischen Familienkomödie stehen die Schwiegersöhne noch mehr im Mittelpunkt. Ihre Kabbeleien untereinander sind das Salz in der Suppe des manchmal etwas bemüht wirkenden Plots. Auch dass die Palette an Vorurteilen noch um ein paar Nuancen erweitert wurde und dadurch jeder sein Fett abkriegt, tut der Geschichte gut. Und es zeigt schön, dass Menschen, egal woher sie kommen, sich viel ähnlicher sind, als Populisten glauben machen wollen.
Fazit: Die Fortsetzung des französischen Überraschungserfolgs funktioniert umso besser, je politisch unkorrekter sie ist.
