Monaco: What's yours is mine im Test: Für Koop-Spieler hui, für Solisten Pfui

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Test Andreas Schultz Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Ocean's Eleven trifft auf GTA 1 - nur ohne Autodiebstähle. Das Indie-Spiel Monaco: What's yours is mine ist für Solospieler eher mau, doch im Multiplayer dreht es so richtig auf und bietet Koop-Fans einige spannende und fordernde Spielstunden.

Einmal den Nervenkitzel eines Casinoraubes erleben – eine Idee, die Ihnen vielleicht auch schon einmal bei der Sichtung von Filmen wie Heist oder Ocean's Eleven durch den Kopf geschossen ist. Mit Monaco bietet das Studio Pocketwatch uns nun die Möglichkeit, pures Adrenalin aus der Vogelperspektive und in 8-Bit-Pixelgrafik nachzuerleben.

Das Spiel erzählt Ihnen die Geschichte einer Verbrecherbande, deren Diebstahlpläne immer waghalsiger werden. Sie steuern einen von acht Charakteren mit je einer Spezialfähigkeit durch mehr als 30 Raubzüge. Das erledigen Sie entweder im Alleingang oder mit bis zu drei Mitspielern. Im Zusammenspiel mit anderen Charakteren können Sie von praktischen Fähigkeitskombinationen profitieren. Der Buddler, der sich durch Wände graben kann, hat zum Beispiel gerne einen "Schmiere-Steher" dabei. Diese Spähereinheit kann nämlich die Positionen von Sicherheitskräften auf der Karte sehen und verhindert so, dass sich sein Komplize in Räume voller Wachen gräbt. Wenn die Absprache stimmt, macht die Teamarbeit auch unglaublich viel Spaß. Die Vielfalt an Charakterkombinationen und das ausufernde Arsenal an Hilfsmitteln wie Sprengstoff oder Rauchbomben sorgen für viele Lösungswege. Dadurch steigt auch der Wiederspielwert von Monaco.

Das Spannende an der Handlung ist der Wechsel der Perspektiven: Der Schlossknacker berichtet zwischen den Missionen die Geschehnisse aus seiner Sicht. Nach einigen Raubzügen schalten Sie die Kampagne des Taschendiebs frei, der im polizeilichen Verhör den Schlossknacker Lügen straft und aufdeckt, was es mit den Einbrüchen wirklich auf sich hat. Auf diese Weise spielen Sie die bekannten Raubzüge noch ein zweites Mal, allerdings mit einer anderen Hintergrundgeschichte und mit vollkommen umgekrempeltem und schwierigerem Leveldesign: mehr Wachen, mehr Feuerkraft aufseiten der Gegner und mehr einzusammelnde Münzen.

Apropos Hartgeld: Um die komplette Geschichte der Räuberbande zu erleben, müssen Sie jeden Goldrubel vom Boden auflesen. Da die Schwierigkeit mit jeder Mission steigt, liegt hier bei den letzten fünf Einsätzen des Einzelspielermodus großes Frustpotenzial. Diese sind nämlich nur mit unmenschlichem Zeitaufwand im Alleingang vollständig leerzuräumen. Einzige Alternative ist der Wechsel in den Mehrspielermodus, denn mit Komplizen spielt sich Monaco deutlich einfacher. Hinweis: Die Wertung von 85 bezieht sich auf den Mehrspielermodus. Für Einzelspieler vergeben wir eine Wertung von 69.

Wertung zu Monaco: What’s yours is mine (PC)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
Intuitive Spielmechaniken, die ohneTutorial auskommenForderndes Gameplay, das trotzFehlschlägen weiterhin ansporntGroße Anzahl an LösungswegenKoop-Modus mit Charakterfähigkeiten, die sich ergänzen
KI ist oft zu leicht zu übertölpelnAls Einzelspieler kaum zu beenden
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