Macht Microsoft Minecraft kaputt? - Teil 2
Microsoft hat Minecraft und Mojang für unglaubliche 2,5 Milliarden US-Dollar gekauft. Fans sorgen sich um die Zukunft ihres Lieblingsspiels - nicht zu Unrecht... Wir gehen in diesem Report auf die Folgen dieser Übernahme ein.
"Im Laufe der letzten Jahre startete er mehrfach Versuche, an kleineren Projekten zu arbeiten, aber der Druck, der durch Minecraft auf ihm lastet, war einfach zu viel für ihn. Die einzige Möglichkeit, die er hatte, war der Verkauf von Mojang. Er wird aber deswegen nicht damit aufhören, weiterhin coole Sachen zu machen. Also macht euch darüber keine Sorgen!" Notchs eigene Stellungnahme zu diesem Thema verrät mehr als das offizielle Statement von Mojang. Nachdem der Deal in trockenen Tüchern war, hat sich Notch in seinem Blog an die Fans gewandt, um den Gerüchten rund um den Aufkauf ein Ende zu setzen. In einer bemerkenswert sachlichen und emotionalen Mitteilung, wie wir sie von einem Entwickler nur selten zu sehen bekommen, erklärt er: "Ich persönlich sehe mich selbst nicht als richtigen Spiele-Entwickler. Ich erschaffe Spiele, weil es mir Spaß macht, weil ich sie liebe und weil ich ein leidenschaftlicher Programmierer bin. Aber ich entwickle Spiele nicht, weil ich darauf hoffe, dass sie zu einem riesigen Erfolg werden. Und ich versuche auch nicht, die Welt zu verändern. Sicher, Minecraft ist zu einem großen Hit geworden und die Leute sagen andauernd zu mir, dass es Spiele von Grund auf verändert hat. Ich habe aber weder das eine noch das andere so geplant. Nichtsdestotrotz ist das natürlich sehr schmeichelhaft. Eine Vorstellung davon zu bekommen, wie es sich anfühlt, im öffentlichen Rampenlicht zu stehen, ist sehr interessant."
Quelle: PC Games
Minecraft ist unglaublich wandelbar - mit neuen Skins kann es sich perfekt an aktuelle Trends anpassen.
Es ist kein Geheimnis, dass Notch mit genau diesem öffentlichen Interesse so seine Probleme hatte – kein Wunder, wenn man sich selbst eher als zurückhaltenden Programmierer sieht, weniger als abgezockten Geschäftsmann. Auf die Frage, ob Notch sich vorgenommen hatte, einen internationalen Blockbuster zu erschaffen, ist Larssons Einschätzung eindeutig: "Schon zu einem frühen Zeitpunkt war der große Erfolg eine Überraschung für ihn. Als er damit begonnen hat, Kalkulationen für Minecraft anzustellen, hat er gehofft, genug Kopien zu verkaufen, um sich damit einen hinreichenden Lebensstandard leisten zu können – aber selbst das war ein Griff nach den Sternen. Nach einer Weile allerdings … nun, jeder wird nachvollziehen können, dass er sich inzwischen ein ziemlich gutes Leben machen kann!"
Im Jahre 2013 hat Notch in einem Interview mit "The New Yorker" eingeräumt, dass er Minecraft mehr als Nerd-Leidenschaft und nicht als eine Art inszenierten Erfolg sieht. Er betont dabei stets seine Abneigung gegenüber der Entwicklung eines Nachfolgers, etwa mit dem Satz: "Da gibt es diesen Konflikt zwischen dem Luxus, alles tun zu können, was man möchte, und dem unglaublichen Druck der ganzen Welt, die einen dabei die ganze Zeit beobachtet." Das erklärt auch, warum jetzt ein guter Zeitpunkt für Notch war, endlich Fakten zu schaffen und seine Anteile an Microsoft (die auch die beherrschenden Anteile der beiden anderen Mojang-Gründer, Carl Menneh und Jakob Porsér aufgekauft haben) zu veräußern. "Vor langer Zeit habe ich mich dazu entschieden, mich von der Entwicklung von Minecraft abzuwenden", so Notch in seinem Statement nach dem Deal. "Ich wollte neue Dinge ausprobieren. Zuerst habe ich versucht, noch mal so etwas Großes zu erschaffen – und bin daran gescheitert. Seitdem habe ich mich dazu entschlossen, bei kleinen Prototypen und interessanten Herausforderungen zu bleiben. [...] Falls ich jemals wieder etwas entwickle, was Aufmerksamkeit erregen könnte, werde ich es vermutlich sofort aufgeben. [...] Danke, dass ihr Minecraft zu dem gemacht habt, was es jetzt ist, aber da sind einfach zu viele von euch und ich kann nicht für etwas so Großes verantwortlich sein. In gewisser Hinsicht gehört es jetzt zu Microsoft. Betrachtet man es aber als ein Ganzes, gehört es schon seit langer Zeit euch und das wird sich auch nie ändern. Hier geht es nicht um das Geld. Es geht um meine geistige Gesundheit."
Quelle: PC Games
Macht Microsoft Minecraft kaputt?
Es ist ein bittersüßer Abschied von einem Projekt, an dem Persson über fünf Jahre lang gearbeitet hat, und sein Weggang war für viele Fans ein Schock – nicht nur, weil sie eine gewisse Verbundenheit mit Persson und zu Mojang fühlten, sondern auch, weil die von Microsoft aufgekauften Studios erfahrungsgemäß nicht unbedingt die beste Erfolgsbilanz vorweisen können. Viele Spieler fürchteten, dass sich das Minecraft, das sie kennen und lieben, verändern würde – dass es sich in etwas Kommerzielles und weniger Persönliches, als es Notch eigentlich im Sinn hatte, wandelt. Im Grunde genommen ist Persson aber schon seit drei Jahren nicht mehr am Steuer von Minecraft – diese Ehre gebührt seit Dezember 2011 Jens Bergenstein. "Ich glaube, Notchs Philosophie hat die Entwickler geprägt und beeinflusst", so Larsson, "aber grundsätzlich hatte Jens das Sagen und gab vor, was getan wird. Meiner Meinung nach muss Microsoft allerdings sehr vorsichtig damit sein, nicht das Image von Mojang und Minecraft zu zerstören – jetzt, wo Notch geht."
Diese Sorge teilen viele Minecraft- Fans, wobei man auch immer im Hinterkopf haben sollte, dass die Fanbasis selbst auch aus einer Menge jüngerer Spieler besteht. Obwohl die Smartphone- und Konsolen-Versionen von Minecraft In-App-Käufe und DLCs unterstützen, war das Spiel schon immer auf die Nutzer fokussiert – deshalb wurde bewusst darauf verzichtet, einzelne Gameplay- Elemente auseinanderzunehmen und sie zu Geld zu machen. Ziel war es, dass sich die Spieler kreativ austoben können, ohne dabei ständig extra bezahlen zu müssen. Die zehnjährige Sabrina Lane schrieb im Auftrag des Magazins Fortune einen Brief an Microsoft-Boss Sataya Nadella: "Ich habe davon gehört, dass Microsoft Minecraft, eines meiner Lieblingsspiele, aufkaufen möchte. Kinder wie ich, aber auch Teenager, lieben dieses Spiel. Also habe ich eine wichtige Nachricht für Sie und für alle anderen Mitarbeiter bei Microsoft: Bitte verändert nichts!" Weiter schreibt sie: "Minecraft ist sehr lehrreich, weil man sich alles selbst verdienen muss. Wenn man Milch möchte, dann muss man eine Kuh melken. Wenn man Diamanten möchte, dann fängt man eben damit an, Steine abzubauen, und mit Glück findet man etwas Wertvolles. [...] Minecraft ist genau so, wie es ist, perfekt: Man kann alles bauen, was man möchte, man kann unglaubliche Dinge kreieren oder etwas erschaffen, was es in der wirklichen Welt gibt. Jeder, den ich kenne, sowohl Jungs, als auch Mädchen, [...] liebt Minecraft. Also, Microsoft, ihr solltet wissen, dass wir alle wollen, dass Minecraft genau so bleibt!"Falls ich aus Versehen je wieder etwas mache, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht, werde ich es vermutlich sofort beenden.
- Markus Notch
Persson
In diesem Artikel
Die Worte des Mädchens fanden in Nachrichtensendungen, aber auch in der Minecraft-Community großen Anklang, denn die knappe und einfache Abhandlungen der 10-Jährigen fasste die Ängste der gesamten Fan-Gemeinde gekonnt zusammen. Phil Spencer, Chef der Xbox-Abteilung und der Microsoft Studios, ließ es sich nicht nehmen, Lane zu antworten – und obwohl die Nachricht als eine Antwort an das Mädchen formuliert war, glich sie viel mehr einem offenen Brief an alle Minecraft-Fans. "Liebe Sabrina, ich habe deinen Brief an Sataya letzte Woche gelesen und nachdem wir heute bekannt gegeben haben, dass Microsoft Minecraft aufkaufen wird, wollte ich dir eine Antwort schicken", so Spencer. "Du sollst wissen, dass wir planen, alle Aspekte, die die Leute an Minecraft so lieben, beizubehalten. Wir werden sogar noch nach weiteren Dingen suchen, die das Erlebnis besser machen und Spielern noch mehr Möglichkeiten eröffnen, mit anderen Leuten zu kommunizieren." Spencer macht also klar, dass Microsoft die wesentlichen Erfolgsfaktoren unangetastet lassen möchte. Letztendlich ist der Konzern ja auch nicht dem Wahnsinn anheim gefallen: Microsoft blättert nicht einfach so 2,5 Milliarden US-Dollar hin, um die Marke dann) in den Sand zu setzen.

Fuer den Fall der Faelle, dass es Minecraft auslaeuft hat man die Moeglichkeit sich die verpixelten Freunde nach Hause zuholen^^
https://www.myminifactory...
Es ist fast undenkbar,dass sowas aus einem 3D Drucker kommt o.O eine weitere Sache, die mich sehr interessiert ;D
Was haltet ihr davon?
lass dir das mal auf der zunge zergehen. ein hintergrundbild für das system als kostenpflichtigen DLC. :-$
abzocke, pure abzocke.
Und von Abzocke kann ohnehin keine Rede sein, niemand benötigt ein anderes Hintergrundbild.
auf der PS4 und auf der WiiU erscheint übrigens jeweils ein minecraft clon.
landmark (PS4) und u craft (wiiu).
landmark (beta)
https://www.youtube.com/w...
ucraft (alpha)
https://www.youtube.com/w...
schau dir mal spiele wie destiny an. da gibt es einen gescripteten 0815 koop modus als DLC um 15€. noch nicht mal neue inhalte - nur eine neue mini mission. aber die fastfood-couch-casuals kaufen sich den müll trotzdem und deswegen wird sich auch nichts dran ändern.
die pfeifen zahlen sogar geld für gratis dienste wie youtube die auf der ps4/x1 nur über live oder ps+ erreichbar sind. erbärmlich.
und in spielen wird man meistens mit schlechten p2p netzwerken (multiplayer) abgespeist.
hat schon seinen grund warum es bei mir nur nintendo bislang neben den PC geschafft hat.
ps. microsoft ist mittlerweile sogar schon so dreist hintergrundbilder für die xbox zu verkaufen.
lass dir das mal auf der zunge zergehen. ein hintergrundbild für das system als kostenpflichtigen DLC. :-$
abzocke, pure abzocke.
was kommt als nächsten? ein button-smash counter - noch 1000 mal (X) drücken bis 10€ fällig werden?
oder warum nicht gleich einen volumen-tarif einführen?
auf so eine schei** plattform kann ich verzichten.