Entwickler von Mindseye entlässt über 100 Leute nach furchtbarem Launch
Nach dem enttäuschenden Launch von Mindseye steht das Team von Build A Rocket Boy vor schweren Entscheidungen. Mehr als 100 Mitarbeiter könnten ihren Job verlieren - und das Spiel kämpft ums Überleben.
Das schottische Entwicklerstudio Build A Rocket Boy steht vor einem größeren Umbruch. Nach dem enttäuschenden Launch von Mindseye hat das Studio intern ein offizielles Konsultationsverfahren gestartet, das zu umfangreichen Entlassungen führen könnte. Laut IGN-Informationen sind über 100 Mitarbeiter betroffen.
Mittlerweile gab Build A Rocket Boy ein Statement ab, das die Informationen einer anonymen Quelle bestätigt:
"Wir können bestätigen, dass wir die schmerzliche Entscheidung treffen mussten, unser fleißiges Team über einige interne Veränderungen bei Build A Rocket Boy zu informieren. Während wir daran arbeiten, die Aufgaben für so viele der von diesen Veränderungen betroffenen Mitarbeiter so gut wie möglich neu zu verteilen, leiten wir leider einen formellen Konsultationsprozess ein, der zu Entlassungen führen kann. Diese Entscheidung ist nicht leichtfertig getroffen worden, und wir verpflichten uns, diesen Prozess mit Transparenz, Fairness und Respekt für alle Mitarbeiter durchzuführen. Wir werden das Team in den kommenden Wochen über weitere Einzelheiten informieren."
Ein "Konsultationsprozess" muss laut UK-Recht eingeleitet werden, wenn mehr als 100 Mitarbeiter entlassen werden sollen.
Was bedeutet das für das Spiel?
Mindseye, ein storygetriebenes Action-Adventure, war ursprünglich als Teil der Plattform Everywhere gedacht - ein ambitioniertes Projekt vom früheren GTA-Designer Leslie Benzies. Nach dem Fokuswechsel auf Mindseye blieb der erhoffte Erfolg jedoch aus:
- Der Steam-Start verlief schwach (nur rund 3.300 Spieler zum Launch, 45 zum Zeitpunkt dieser Meldung)
- Spieler klagen über Bugs, Performance-Probleme und KI-Aussetzer
- Sogar Sony erstattete Käufe - ungewöhnlich für den Plattformanbieter
Wie geht es weiter?
Build A Rocket Boy betont in seinem offiziellen Statement, man wolle möglichst viele der betroffenen Mitarbeiter intern neu zuordnen. Gleichzeitig sei der Wechsel vom Launch hin zu einem nachhaltigen Support-Modell notwendig. Ziel sei es, Mindseye weiter zu verbessern und die langfristigen Studio-Ambitionen zu sichern.
Ein Neuanfang - oder das Anfang vom Ende?
Die Frage bleibt, ob das Studio mit reduziertem Personal den angekündigten Fahrplan (inkl. Multiplayer-Modus) einhalten kann. Der bisherige Kurswechsel war bereits begleitet von Kritik, Enttäuschung - und Verschwörungsvorwürfen des Co-CEO gegen angeblich bezahlte Kritiker. Ob sich Mindseye noch retten lässt, ist derzeit offen.
Quelle: IGN.com
