Max Payne 3 im Test für PC: Das hat uns gefallen
Der PC-Test zu Max Payne 3 ist da. Darin nehmen wir das Action-Abenteuer unter die Lupe und verraten, mit welchen Mitteln es Rockstar gelingt, neue Maßstäbe im Action-Genre zu setzen. In Max Payne 3 erwarten euch eine stilvolle Inszenierung und famose Charaktere.
Das hat uns an Max Payne 3 gefallen
Quelle: Rockstar Games
Max Payne 3 im Test von PC Games. Das Spiel ist seit 01. Juni auch für PC erhältlich. (7)
Wenn in Max Payne 3 mal keine Charaktere sprechen, dann tun dies die Waffen: Im Kern ist das Spiel ein reinrassiger Third-Person-Shooter. Ihr spaziert also mit Max durch linear aufgebaute Schauplätze und schießt alles nieder, was nach Ganove aussieht. Eure Widersacher gehen dabei erstaunlich clever vor: Die KI-Knilche fallen euch in die Flanke, rücken koordiniert vor und sind so treffsicher wie ein bayerischer Schützenverein. Zum Glück ist auch Mister Payne ein Meister an der Waffe - und an der Uhr. Denn auch in Max Payne 3 kommt wieder die legendäre Bullet Time zum Einsatz: Auf Knopfdruck aktiviert ihr eine Art Zeitlupe, die das Zielen und Ausweichen deutlich erleichtert. Außerdem im Offensivarsenal: der "Shootdodge"! Hinter diesem (übrigens von Rockstar markenrechtlich geschützten!) Ausdruck verbirgt sich ein Slow-Motion-Hechtsprung, den Max in alle Himmelsrichtungen ausführen kann - und auch sollte.
So hüpft ihr beispielsweise in ein Zimmer voller Gegner hinein und verteilt noch im Anflug die ersten blauen Bohnen. Aber Vorsicht: Max fällt dank realistischer Physikberechnungen gerne mal unglücklich, bleibt an einem Stuhl hängen und plumpst wie ein Stein zu Boden. Das sieht zwar faszinierend echt aus, kann aber tödlich enden - denn schließlich warten eure Feinde nicht, bis der Pannenpolizist wieder aufgestanden ist. Apropos warten: Max Payne 3 verlangt deutlich mehr taktisches Geschick von euch als noch die beiden Vorgänger. Nur wer das brandneue Deckungssystem nutzt und sich hinter Mobiliar versteckt, hat auf Dauer eine Überlebenschance. Denn schon auf dem zweiten Schwierigkeitsgrad (insgesamt gibt es fünf inklusive zweier freispielbarer) sackt Mister Payne nach wenigen Gegentreffern leblos zusammen. Klasse Idee: Ihr bekommt dann stets noch eine Art Gnadenfrist - und habt knapp drei Sekunden Zeit, euren potenziellen Mörder im letzten Moment zu erledigen. Allerdings kostet diese Instant-Vendetta eine Dose Schmerzmittel ("Painkiller"). Letztere fungieren als heilende Items: Max' Lebensenergie füllt sich - ganz altmodisch - nicht automatisch auf, ihr müsst sie durch eingesammelte Medizin wieder aufpäppeln.
Keine Chance auf Genesung haben indes eure Widersacher: Habt ihr den letzten Bösewicht einer Angriffswelle erledigt, so wird dies durch eine spektakuläre Kamerafahrt verdeutlicht. Diese folgt eurer letzten Kugel - vom Mündungsfeuer bis zum Einschlag im Polygonkörper des jeweiligen Gegners. Makaber und unserer Ansicht nach völlig unnötig: Ihr könnt währenddessen weiter auf den Abzug hämmern und euer armes Opfer quasi durchlöchern! Trotz dieses Abstechers in die Geschmacklosigkeit hat Max Payne 3 eine USK-Freigabe ab 18 Jahren erhalten - auch dank einer minimalen Anpassung in der deutschen Version. Zivilisten sind in der hiesigen Fassung unverwundbar - was völlig okay ist und die Atmosphäre null stört.
Motivierende Extras und Boni
Quelle: Rockstar Games
Max Payne 3 im Test von PC Games. Das Spiel ist seit 01. Juni auch für PC erhältlich. (5)
Rockstar gibt sich viel Mühe, den linearen Solo-Modus durch einige pfiffige Boni aufzuwerten. So sind in allen Levels der Kampagne sogenannte "Hinweise" versteckt, deren Entdeckung euch mit coolen Storydetails belohnt. So lernt ihr beispielsweise in einer Herrentoilette einen amerikanischen Auswanderer kennen, der dann auch in späteren Missionen wieder auftaucht. Außerdem liegen in abgelegenen Levelecken goldene Waffenteile herum. Sammelt ihr diese ein, so wird die Angriffskraft der jeweiligen Wumme deutlich erhöht - und zwar dauerhaft. Dieser unrealistische Effekt lässt sich auf Wunsch aber auch jederzeit abschalten. Pflicht sind hingegen die "Grinds" genannten Mini-Achievements: Habt ihr zum Beispiel 100 Gegner mit einem Beinschuss erledigt, leuchtet am unteren Bildrand eine entsprechende Medaille auf. Dies funktioniert auch in den beiden freischaltbaren Extramodi: Score Attack und Eine Minute in New York. Bei Ersterem bekommt ihr für Abschüsse Punkte, bei Letzterem bekommt ihr für jeden erledigten Gegner Zeitboni gutgeschrieben - unterhaltsam und motivierend.
Brillant designte Schauplätze
Im Vorfeld war die Empörung groß: Max im sonnigen Brasilien? Mit schrillem Hawaiihemd und Glatze? Da geht nun wirklich nicht - dachten zumindest viele Fans. Das finale Spiel straft jedoch alle Zweifler Lügen: Atmosphärisch ist Max Payne 3 genauso düster, genauso erbarmungslos wie die beiden vorherigen Serienepisoden. Hinsichtlich des Leveldesigns setzt Rockstars neuester Hit gar genreweit neue Maßstäbe: Egal ob Luxusyacht, Nobeldisco oder Friedhof - nie waren Shooter-Schauplätze schicker! Der absolute Höhepunkt ist jedoch Max' Besuch in einem Armutsviertel: Die Favela wirkt unglaublich echt, man kann die Spannungen zwischen den Reichen und den Ärmsten der Armen förmlich spüren. Und wenn sich Max dann noch über seinen eigenen, völlig bescheuerten Touristenlook lustig macht, fühlt man sich wie in einem guten alten Bruce-Willis-Streifen.

Und dieses gesamte Party-Zeug wie laute Musik, tanzende Leute, gute Stimmung etc. mag ja in GTA : Ballad of Gay Tony gepasst haben, allerdings ist das in Max Payne einfach nur unpassend...
die ganzen toll synchronisierten Zwischensequenzen, das Party-Feeling , die teilweise frustrienrenden Schussgefechte, all das trägt Rockstars Handschrift....
Für mich persönlich ist das sehr schade ,denn der neue Max hat ( Frisur hin oder her) , nicht mehr die Klasse & den Stil seiner Vorgänger...
Lediglich 1,2 Missionen geben einem dieses so geliebte "Film-Noir" -Feeling aus der der guten alten Zeit, was für mich viel zu wenig ist... :-|
Und dieses gesamte Party-Zeug wie laute Musik, tanzende Leute, gute Stimmung etc. mag ja in GTA : Ballad of Gay Tony gepasst haben, allerdings ist das in Max Payne einfach nur unpassend...
Ferner ist es im höchsten Maße frustrierend ,dass das Schnellspeichern abgeschafft wurde & Max im Gegensatz zu früher bereits nach 2-3 Kugeln das Zeitliche segnet.
Als ob das nicht schon blöd genug wär, haben sich die Leute bei Rockstar dazu leiten lassen, hin und wieder einen Möchtegern-Rambo in fetter Rüstung auftreten zu lassen, der einem den Spielspaß gehörig vermiest....
Alles in allem bin ich von Max`drittem Auftritt eher enttäuscht, insbesondere vom Ende ,welches in ähnlicher Weise in vielen anderen Spielen ,sogar in einem anderen R*- Titel , vorkam... :-(
Stimmt jetzt wo du es sagst. Die Aktion mit dem Entwaffnen und die mit der Machete. Aber ich glaube das wars. Hat mich persönlich aber nicht gestört.
Wenn man also jetzt keine Interverbindung hat, dann kann man dort, wo sonst inaktiv steht, dann auf Offline-Modus drücken und das Spiel startet. Dann loggt man sich ganz normal in den Social Club ein (das geht offline nach der Aktivierung) und spielt das Spiel ganz normal ohne Internet. So muss das sein und man ist nicht immer auf irgendwelche Server angewiesen
Und das Spiel, obwohl es etwas anders als die ersten Teile ist, ist wirklich großartig geworden. Ich bin zwar noch nicht durch, aber das was ich bisher gespielt hab, ist wirklich richtig gut. :-)