Mass Effect 3 im Test von PC Games: Das hat uns gefallen - Teil 2

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Neue Charaktere sind selten in Mass Effect 3. Biowares Autoren konzentrieren sich diesmal deutlich stärker auf bekannte Figuren.
Quelle: PC Games

Mass Effect 3 im Test: PC Games testet das neue Bioware-Rollenspiel und folgt Commander Shepard ein letztes Mal in die Schlacht gegen die Reaper. Vorhang auf für das actionreichste und beste Kapitel von Biowares Science-Fiction-Reihe.

In Mass Effect 3 gibt's nicht nur mehr Waffen als zuvor, Ihr dürft nun auch wieder selbst entscheiden, welche Knarre zu eurer Spielweise passt, unabhängig von der Klasse. Quelle: PC Games In Mass Effect 3 gibt's nicht nur mehr Waffen als zuvor, Ihr dürft nun auch wieder selbst entscheiden, welche Knarre zu eurer Spielweise passt, unabhängig von der Klasse. Mehr Waffen, mehr Upgrades
Regelmäßig findet Shepard neue Knarren, die er mit Upgrades ausstatten und mehrfach aufrüsten darf - ein simples System, das aber gerade für genügend Abwechslung sorgt, damit die Kämpfe auch auf Dauer nicht eintönig werden. Außerdem haben die Kanonen nun unterschiedliches Gewicht, was sich auf den Cooldown von Fähigkeiten auswirkt. Ein Techniker hat beispielweise die Wahl - will er mehr Knarren mitschleppen und dafür längere Aufladezeiten in Kauf nehmen, oder beschränkt er sich auf wenige Waffen und hat dafür die Möglichkeit, seine wichtigen Talente häufiger einzusetzen. So könnt Ihr also selbst entscheiden, welche Spielweise euch zusagt.

Anders als im Vorgänger lassen sich die Talente nun in zusätzlichen Stufen ausbauen. Ab der vierten Stufe dürft Ihr außerdem drei Mal zwischen zwei Bonuseigenschaften wählen und das Talent so spezialisieren.
Quelle: PC Games Anders als im Vorgänger lassen sich die Talente nun in zusätzlichen Stufen ausbauen. Ab der vierten Stufe dürft Ihr außerdem drei Mal zwischen zwei Bonuseigenschaften wählen und das Talent so spezialisieren. Überarbeitetes Talentesystem
Die vielen Waffenupgrades sind nicht die einzige Neuerung: Nun gibt's auch wieder mehr Talente und Fähigkeiten, die ein Charakter lernen und mehrfach aufleveln kann. Das ist ein kleines, aber willkommenes Plus für die Charakterentwicklung. Auch wenn sich die Spielweise einer Klasse durch die Talentewahl kaum ändert, hinterlässt das dritte Mass Effect 3 hier klar einen besseren Eindruck als sein Vorgänger.

Gute Grafik, kurze Ladezeiten
Wenig überraschend: Die PC-Umsetzung ist die beste Version von Mass Effect 3. Schon allein weil die Ladezeiten blitzschnell sind, macht das Spielen hier einen Tick mehr Spaß als auf den Konsolen. Auch grafisch ist das Spiel meistens auf der Höhe der Zeit: Die Levels sind schick gestaltet, die Lichteffekte sehenswert, die Zwischensequenzen mitreißend geschnitten. Dass manche Texturen verwaschen und einige Animationen hölzern wirken, kann man da leicht verschmerzen - Mass Effect 3 mag seine Schönheitsfehler haben, doch das Gesamtbild stimmt einfach, die Atmosphäre ist durchgängig dicht und gelungen. Und haben wir schon die kurzen Ladezeiten erwähnt?

Multilingual
Die beiden Spiel-DVDs enthalten mehrere Sprachfassungen, die sich sogar frei kombinieren lassen. Wer mag, kann beispielsweise mit englischer Sprachausgabe und deutschen Bildschirmtexten spielen - klasse! Die deutsche Sprachausgabe geht zwar grundsätzlich in Ordnung und trägt meist zur guten Atmosphäre bei, allerdings leidet sie hin und wieder auch unter Übersetzungs- und Betonungsfehlern. Wer auf diese Spaßdämpfer verzichten will, wählt also besser die englischen Sprecher.

INFO: Optionaler Multiplayer
Die meisten Einzelspielermissionen, Quests und Kampagnenfortschritte erhöhen Shepards Erfolgschancen im Kampf gegen die Reaper, dargestellt durch einen Fortschrittsbalken. Dieser Wert lässt sich aber noch auf andere Art beeinflussen: Mit Mass Effect 3 führt Bioware erstmals kooperative Mehrspielermissionen ein, und auch diese wirken sich auf die Kriegsbereitschaft in der Solo-Kampagne aus. Wenn man also keine Lust hat, wirklich jeden Nebenauftrag zu erledigen oder alle Upgrades zu suchen, kann man seine Erfolgschancen auch über das Spielen der Koop-Missionen verbessern. Bedeutet im Umkehrschluss: Wer keine Lust auf den Multiplayer hat, der lässt ihn einfach weg. Mass Effect 3 fühlt sich nämlich auch ohne den Mehrspielerpart rund und vollständig an.

Allerdings entpuppen sich die Koop-Einsätze (zumindest in der Demo) als überraschend kurzweilig und spaßig: Im vierköpfigen Team ist taktisches Vorgehen und Zusammenarbeit gefragt, während man sich gegen immer stärker werdende Gegnerwellen zur Wehr setzt. Das Klassensystem aus der Einzelspielerkampagne ist komplett enthalten, Ihr könnt euren frisch erstellten Mehrspielerhelden also aufleveln, ihm neue Talente beibringen, Boni spendieren, Ausrüstung kaufen und seine Waffen verbessern. Etwas schade hingegen: Versus-Modi zwischen Spieler-Teams sind derzeit leider nicht möglich, man kämpft stets gegen KI-Gegner. Da wir den Mehrspielermodus vor Release nur anhand der PC-Demo ausprobieren konnten (in unserer Testversion war er noch deaktiviert), verzichten wir hier auf ein abschließendes Urteil.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Mass Effect 3 im Test von PC Games: Episches Finale einer großartigen Trilogie
  2. Seite 2 Mass Effect 3 im Test von PC Games: Das hat uns gefallen - Teil 1
  3. Seite 3 Mass Effect 3 im Test von PC Games: Das hat uns gefallen - Teil 2
  4. Seite 4 Mass Effect 3 im Test von PC Games: Das hat uns nicht gefallen
    • Kommentare (152)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wertungsfanatiker Spiele-Enthusiast/in
        ME 3 ist ein gutes CRPG geworden, aber die Jubelei der "Fachpresse" war eindeutig dem Hype geschuldet. Es sind nicht nur die nicht/kaum vorhandenen Konsequenzen vergangener Entscheidungen oder das Ende, die einer 85 oder sogar mehr entgegen stehen. Es sind auch die einmal mehr gleichförmig ablaufenden Nebenquests (in 90 % der Fälle Ballerei, in vielen Fällen Autodialoge), das suboptimale Charaktersystem, Schlauchlevel etc. Es gibt da deutlich mehr zu kritisieren als nur die Nicht - konsequenzen oder das Ende. Bei mir rettete aber die Inszenierung, Dramatik, die wieder guten Charaktere (aber nicht sehr gut, denn dieser Klischeekämpfer war furchtbar) und manch gute Questgeschichte einen knappen 80er.
      • Von wertungsfanatiker Spiele-Enthusiast/in
        ME 3 ist ein gutes CRPG geworden, aber die Jubelei der "Fachpresse" war eindeutig dem Hype geschuldet. Es sind nicht nur die nicht/kaum vorhandenen Konsequenzen vergangener Entscheidungen oder das Ende, die einer 85 oder sogar mehr entgegen stehen. Es sind auch die einmal mehr gleichförmig ablaufenden Nebenquests (in 90 % der Fälle Ballerei, in vielen Fällen Autodialoge), das suboptimale Charaktersystem, Schlauchlevel etc. Es gibt da deutlich mehr zu kritisieren als nur die Nicht - konsequenzen oder das Ende. Bei mir rettete aber die Inszenierung, Dramatik, die wieder guten Charaktere (aber nicht sehr gut, denn dieser Klischeekämpfer war furchtbar) und manch gute Questgeschichte einen knappen 80er.
      • Von knarfe1000 Spiele-Kenner/in
        Ich bin kein Freund von EA, aber die fehlenden Konsequenzen getroffener Entscheidungen gehen auf das Konto von Bioware.
      • Von Briareos Mitglied
        Zitat von cvzone
        Es dürfte doch wohl eindeutig auf der Hand liegen, dass EA hier schuld ist.
        Diese These hätte ich jetzt wirklich gern mal erklärt.
      • Von cvzone Anwärter/in
        Zitat

        Und das sind nur einige Beispiele.
        Wenn ich ein Spiel haben möchte mit komplexen Handlungsvariationen, dann spiele ich Alpha Protocol oder sowas. Bei Mass Effect behaupten, es gäbe Variationen in der Handlung, wäre ungefähr so, als würde man behaupten, die polnische Flagge würde einen Regenbogen darstellen.
        Und es sind gute Beispiele, danke dafür. Mass Effect hat in seinem Verlauf leider wirklich Macken, aber ist bleibt eines der besten Spiele die es gibt (in seiner Gesamtheit). Manche Kritik ist nicht unberechtigt, aber wie hier teilweise über das Spiel hergezogen wird ist absurd, wenn man es mal mit den meißten anderen Spielen vergleicht.

        So viele positive Gegenbeispiele gibt es da nicht auf dem Markt, Bioware kann sich nur mit Bioware messen. Obsidian hat sich mit Alpha Protocoll auch ein großes Stück vom Bioware-Fundus abgeschaut, technisch wie vom know-how. Meckern, von mir aus, aber es gibt kaum andere die es in der Gesamtheit jemals besser gemacht hätten, als das man nun Bioware so über den Fuß fahren müsste. Es dürfte doch wohl eindeutig auf der Hand liegen, dass EA hier schuld ist.

        Und das das Ende weiterhin keine Handlungsfreiheit bietet, ist bekannt und ärgerlich, das meinte ich auch nicht, aber wenn man es mal objektiv betrachtet werde hier 5 Minuten von 25+ Stunden kritisiert und das Spiel am Ende als Schund hingestellt.
      • Von Marten-Broadcloak Mitglied
        Zitat von cvzone
        Manche Kritik ist einfach dermaßen lächerlich. Ich habe ME3 Extended Cut erst vor kurzem wieder komplett gespielt und es kommt kaum ein anderes Spiel ansatzweise an die Komplexität und mögliche Variation der Handlungen ran und es ist von vorne bis hinten Stimmig.

        Was hier kritisiert wird ist ja wohl Meckern auf allerhöchstem Niveau, 99% der anderen Spiele bietet nichtmal diese Möglichkeiten in solchem Umfang.
        Sicherlich war das non-Extended Cut Ende sehr schlecht und es fehlt einfach noch immer etwas. Aber das Problem mit dem Ende an ME3 ist schlicht, das es existiert, so eine Geschichte darf niemals enden, wenn man ein echter Fan ist, egal wie gut oder schlecht.

        DLC Politik stört mich, Bereitschaftwertung über Mulitplayer geht mal gar nicht. Aber ansonsten ein Top Spiel.
        Du hast die Rachnikönigin in Teil 1 sterben lassen
        -> Kein Problem, ganz plötzlich gibt es eine zweite!

        Du hast den Rat sterben lassen in Teil 1
        -> Kein Problem, der Rat der Allianz ist das gleiche, nur eine andere Hautfarbe

        Du hast Kaidan sterben lassen in Teil 1
        -> Kein Problem, es gibt eh keinen Unterschied zwischen dem Handlungsverlauf der beiden

        Du hast die Genophage geheilt
        -> Ja und? Am Ende ist doch eh alles kaputt!

        Du hast die Genophagenheilung verhindert
        -> Ja und? Am Ende ist doch eh alles kaputt!

        Geth und Quarianer haben endlich Frieden geschlossen
        -> Ja und? Die Geth sterben am Ende doch eh!

        Mordin ist abgekackt, bevor er seine Rolle in der Genophagen-Heilung erfüllen konnte
        -> Kein Problem! Wir fügen einfach einen anderen Salarianer ein, der eine exakte Kopie Mordins ist, nur etwas anders aussieht. Er sagt sogar das fast das gleiche!

        Und das sind nur einige Beispiele.
        Wenn ich ein Spiel haben möchte mit komplexen Handlungsvariationen, dann spiele ich Alpha Protocol oder sowas. Bei Mass Effect behaupten, es gäbe Variationen in der Handlung, wäre ungefähr so, als würde man behaupten, die polnische Flagge würde einen Regenbogen darstellen.
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