Spielertypen in Magic The Gathering: Seid ihr ein Timmy, ein Johnny oder ein Spike?
Magic-the-Gathering-Spieler sind in Timmys, Johnnys und Spikes kategorisiert. Wir schauen uns an, was es damit auf sich hat, und zeigen euch unsere erste Timmy-Karte.
In Wizards Sammelkartenspiel Magic: The Gathering haben sich über die Jahre drei Spielertypen herauskristallisiert. Die Timmys, die Johnnys und die Spikes. Was nach einer witzigen Erfindung der Magic-Community für bestimmte Arten von Spielern klingt, ist tatsächlich eine psychografische Segmentierung, die sich auf Marketing-Forschung der MTG-Macher stützt.
Laut Magic-Chef Mark Rosewater kann man mit drei einfachen Fragen beantworten, ob ihr ein Timmy, ein Johnny oder ein Spike seid. Im Folgenden schauen wir uns an, was die Timmys von den Johnnys und den Spikes unterscheidet, wie die Namen zustande kamen, und zeigen euch unsere erste Timmy-Karte.
In diesem Artikel
Seid ihr eher ein Timmy, ein Johnny oder ein Spike?
Ob ihr ein Timmy, ein Johnny oder ein Spike seid, lässt sich mit drei Fragen beantworten:
- Was motiviert euch zu spielen?
- Welche Art von Karten gefällt euch?
- Welche Dinge motivieren euch, weiterzuspielen?
Und wie leitet man aus diesen Fragen jetzt ab, wer zum Beispiel ein Timmy ist? Behaltet bei den folgenden Beschreibungen im Hinterkopf, dass sich die drei Spielertypen teilweise überschneiden können. Es gibt beispielsweise also auch Timmy-und-Johnny-Hybriden, auf die wir später eingehen. Allgemein werden Timmys, Johnnys und Spikes in Magic: The Gathering jedoch so beschrieben:
Timmy
Quelle: Karl Kopinski
Spielertypen in Magic The Gathering: Seid ihr ein Timmy, ein Johnny oder ein Spike? (6)
Timmy-Spieler zusammengefasst:
- Power Gamer
- Mag große, auffällige Karten mit viel Power
- Meist jung, aber nicht immer
- Sozial
- durch Spaß motiviert
- Legt weniger Wert auf Gewinnen. Freut sich, wenn er dafür deutlich gewinnen kann
Kurz gesagt sind Timmys Spieler, die auf große, auffällige Karten stehen. Meist sind es Kreaturen mit hohen Werten oder Kartentexten, die sich auf den ersten Blick so lesen, als wären sie super mächtig. Timmys sind meist junge oder neue Spieler, die in MTG dazu neigen, mächtige, flashy Karten zu spielen, wobei sie den Kartentext nicht immer gut einordnen können.
Der Name Timmy hat sich während des Tempest Sets (1997) etabliert. Magic-Chef Mark Rosewater stellte sich vor, wie ein junger Spieler mit wenig Geld zum Kartenshop geht und sich einen Booster kauft. Der junge Timmy reißt den Booster auf, um zu schauen, welche Rare-Karte er gezogen hat. Und da ist sie:
Quelle: Wizards of the Coast
Spielertypen in Magic The Gathering: Seid ihr ein Timmy, ein Johnny oder ein Spike? (5)
Grüne Kraft - eine große grüne Kreatur mit 7 Stärke und 7 Widerstandskraft. "Die ist RIESIG", denkt sich Timmy. Die Karte hat noch eine Menge anderen Kartentext, der sich für Timmy aber zunächst nur wie "blah blah blah" liest. Aber dann erkennt Timmy im Kartentext, dass er durch seine mächtige grüne Kreatur weitere kleine Kreaturen bekommt. Wow, das klingt super stark! Timmy malt sich schon aus, wie sein Gegner mit den 20 kleinen 1/1-Viechern klarkommen soll, die seine mächtige grüne Kreatur die ganze Zeit produziert.
Dass eine 7/7 für 8 Mana vielleicht nicht sooo stark ist und im Spiel der Effekt von Grüne Kraft sehr wahrscheinlich nicht 20x auslösen wird, hat Timmy nicht bedacht. Er ist einfach geflasht von der Karte. Der Name Timmy wurde von Mark Rosewater zufällig gewählt und beschreibt den "Power Gamer" in Magic: The Gathering.
Die Art von Spielern, die eher seltener, aber dafür auf spektakuläre Weise gewinnen wollen. Wenn Timmy zehn Partien spielt und nur 3 davon gewinnt, dabei aber seinen Gegner dominiert, geht er glücklich nach Hause. Timmys wollen ihren Gegner schnell mit großen Kreaturen und Zaubern zerschmettern. Timmys werden durch Spaß motiviert.
Timmys sind außerdem meist soziale Spieler, denen es wichtig ist, mit ihren Freunden am Spieltisch zu sitzen. Seit dieser Kategorisierung der Spielergruppen wird Wert darauf gelegt, dass jedes Set ein paar Timmy-Karten besitzt. Timmys müssen übrigens nicht immer jung sein. Aber weil besonders junge Spieler die großen flashy Karten gut finden, achten die Entwickler beim Erstellen eines Magic-Sets darauf, dass die meisten Timmy-Karten eher wenig Geld kosten und somit für jüngere MTG-Spieler erschwinglich sind.
Johnny
Quelle: Wizards of the Coast
Spielertypen in Magic The Gathering: Seid ihr ein Timmy, ein Johnny oder ein Spike? (2)
Johnny-Spieler zusammengefasst:
- Kreativ
- Deckbau fast wichtiger als das Spielen selbst
- Sieht Magic als eine Art Selbstausdruck
- Mag Combos
- Mag es, mit ungewöhnlichen Karten zu gewinnen
- Will mit Stil gewinnen und bevorzugt seine eigenen Decks
Die zweite Spieler-Kategorie wurde von Wizards während des Sets Urzas Saga erfunden. Bis dahin hatte man neben dem Timmy-Profil auch das Turnierspieler-Profil, eine Art von Magic-Spieler fehlte laut Mark Rosewater aber irgendwie ...
Rosewater sah sich weder als Timmy noch als Turnierspieler. Irgendwie kam er bei dem dritten Spielerprofil auf den Namen Johnny. Johnny-Spieler sind kreativ und nutzen Magic auch als eine Art Selbstausdruck. Magic zu spielen ist für Johnny eine Art, seine Kreativität zu zeigen.
Johnnys mögen es, zu gewinnen, aber mit Stil. Für Johnnys ist es wichtig, unter ihren Bedingungen zu gewinnen. Daher ist es für Johnnys wichtig, dass sie ihr eigenes Deck benutzen. Johnnys mögen die Herausforderung und wollen am liebsten mit Karten gewinnen, die sonst niemand benutzt. Auf der nächsten Seite seht ihr, welcher Spielertyp Spike ist, was "Hybride" sind und was unsere erste Timmy-Karte war.

Und was auch immer für einen Namen Full-Control-Spieler haben - das wäre meine Nemesis.