Max ist endlich zurück! So genial wird Life is Strange Double Exposure - Vorschau
Life is Strange: Double Exposure macht endlich, was alle Fans sich erhofft hatten und bringt die beliebteste Figur zurück. Doch nicht nur deswegen ist es megaspannend!
Manchmal kommen sie wieder, und wenn mit "sie" Max Caulfield gemeint ist, Heldin aus dem allerersten Life is Strange, erneut gesprochen und via Motion Capture zum Leben erweckt von Darstellerin Hannah Telle, dann sorgt das unter Fans für regelrechte Begeisterungsstürme.
Seit dem ersten Spiel von 2015 gab es mehrere Spin-offs und eine offizielle Fortsetzung zu Life is Strange, plus zahlreiche Titel, die sich an Gameplay und Atmosphäre des Publikum- und Kritikerlieblings orientierten, teilweise derselben Entwickler*innen. An die Beliebtheit von Max' Abenteuer reichte aber nichts davon heran.
Dass es so lange gedauert hat, ist aber wenig verwunderlich, denn wer Life is Strange durchgespielt hat, wird verstehen: Da anzuschließen, ist ... herausfordernd.
Raus aus Arcadia Bay
Wir vermeiden an dieser Stelle Spoiler, denn wir sind uns sicher, dass genügend Spieler vor dem neuen Teil den Ursprung der Story werden nachholen wollen, aber so viel sei gesagt: Je nachdem, welche Entscheidungen wir im Spiel treffen, erwarten uns zwei völlig verschiedene Enden, und eines davon als "kanonisch" zu bezeichnen und das andere zu ignorieren, würde den sehr verschiedenen Spielstilen und Ansichten der Fans nie gerecht werden können.
Unsere Tests zu Life is Strange
- Life is Strange
- Life is Strange: Before the Storm
- Life is Strange 2
- Life is Strange: True Colors
- Life is Strange Remastered
Darum ... machen die Entwickler*innen das auch nicht. So wild das auch klingt, wenn man die Enden kennt: Beide sind in der Fortsetzung namens Life is Strange: Double Exposure (jetzt kaufen 39,90 € ) passiert. Wie das sein kann, wurde noch nicht verraten - es dürfte aber wohl direkt mit dem neuen primären Gameplay-Feature des Spiels zusammenhängen.
Nimm dir Zeit
Heute wie damals verfügt Max nämlich über einzigartige Zeitmanipulationskräfte. Im Vorgänger konnte sie die Zeit zurückdrehen und Ereignisse ungeschehen machen, wobei ihre Fähigkeit im Verlauf der verschiedenen Kapitel des Abenteuers immer stärker wurden.
Diese Kraft ist in Double Exposure passé, an ihrer statt reißt Max nun aber kurzerhand Risse im Raum-Zeit-Kontinuum auf und erlebt in einer Art Was-wäre-wenn-Szenario zwei parallel ablaufende Realitäten, die sich auch gegenseitig beeinflussen können.
Wie kam's dazu? Nun, nach den Ereignissen am Ende des ersten Spiels hat Max ihren Kräften abgeschworen. Wie eine Sprache, die sie verlernt hat, hätte sie nicht einmal mehr darauf Zugriff, wenn sie es wollte.
Quelle: Square Enix
Auf dem Weg, mit ihrer traumatischen Vergangenheit umzugehen zu lernen, hat es Max in den Jahren vor Double Exposure quer durch die ganzen USA verschlagen, wo sie wie eine Nomadin herumreiste und ihrer Berufung, der Fotografie, frönte.
Tote, verlassene Orte, Liminal Spaces, also die Übergänge zwischen Gesellschaft und Einsamkeit, wurden ihre Spezialität - und sie durch die Qualität ihrer Aufnahmen zu einer Art kleiner Promi.
Willkommen im Winter
So sehr, dass sie die Aufmerksamkeit der Caldedon University im verschneiten Vermont auf sich zog, wo ihr kurzerhand die Möglichkeit angeboten wurde, als "Artist in Residence" unterzukommen; ihr also eine Art Stipendium angeboten wurde, bei dem sie Unterkunft erhält, ihre Kunst ausführen darf und jungen Nachwuchstalenten ihre Erfahrungen weitergeben kann.
Quelle: Square Enix
Wir treffen Max zu Beginn ihrer neuen Geschichte, als sie sich bereits ein wenig in ihrer neuen Heimat eingewöhnt hat. Sie hat eine neue beste Freundin namens Safi, kommt auch mit deren bestem Freund Moses gut klar und fühlt sich erstmals so, als wäre sie angekommen.
Weil es aber immer schlimmer wird, bevor es, äh, noch schlimmer wird, währt der Frieden nicht lange. Nach einer gemeinsamen Nacht des Beobachtens von Sternschnuppen lässt Safi Max und Moses nach einem Telefonanruf auf einmal alleine zurück - nur, um kurz darauf erschossen von Max aufgefunden zu werden.
Leichen pflastern ihren Weg
Der Versuch, Safi mit ihren Rückspulkräften zu helfen, schlägt fehl, aber in diesem Moment erwacht stattdessen Max' neue Kraft in ihr, und auf einmal tun sich zwei Realitäten vor ihr auf; die eine, in der Safi eben tot ist, und eine, in der sie noch lebt.
Bildergalerie
Max' Aufgabe ist es nun, einerseits aufzudecken, wer Safi in der einen Wirklichkeit getötet hat, und andererseits in der anderen Wirklichkeit dafür zu sorgen, dass dieser Safi nicht das gleiche Schicksal droht - denn der Mörder oder die Mörderin ist weiterhin unterwegs und hat es auf die junge Frau abgesehen.

Schade eigentlich....
Schade eigentlich....
Es sind fast 10 Jahre vergangen, in denen Max ihre alte Kraft unterdrückt hat.
Warum es dann zu dieser Evolution kommt, soll wohl in der Story eine zentrale Rolle spielen. Daher würde ich die Erklärung darin erst mal abwarten, bevor ich das beurteile.
Im Grunde ist es aber nur eine Fortführung der Evolution, die ihre Kraft auch im ersten Teil und den Comics schon durchgemacht hat. Schon im ersten Life is Strange konnte sie sich selbst in andere Zeitlinien transportieren. Damals halt noch mit der Hilfe von Fotos. In den Comics, die an das Bay-Ende anschließen, lebt Max eine lange Zeit in einer parallelen Zeitlinie, in der Chloe und Rachel am Leben sind.
Und genauso wie sich Personen weiterentwickelt, steht doch auch nirgendwo geschrieben, dass es verboten ist, dass sie Kräfte weiterentwickeln. Ich mein, wir reden hier immer noch über fiktionale übernatürliche Fähigkeiten.
Und jetzt wird es willkürlich geändert. Hätte man mit ner gänzlich neuen Figur besser lösen können.
Oder soll demnächst aus Gedanken-Leserin Alex Chen ein Feuerkind werden? Oder Daniels Telekinese-Fähigkeit gegen Hulk-Kräfte getauscht werden?
Hab gewisse Bedenken bei diesem "Design-Griff".
Im laufe der Geschichte gab es ja mehrere Momente wo klar wurde dass Chloes Tod unausweichlich ist. Am Anfang wird sie von Nathan erschossen, später auf dem Schrottplatz spielen die beiden mit der Pistole rum und Chloe fängt sich eine Kugel ein, dann bleibt sie auf den Gleisen hängen und wird fast vom Zug überfahren, in der alternativen Realität wollte sie nach ihrem Unfall selbst dass sie stirbt und am Ende wird sie von Jefferson erschossen. Dann bei der Finalen Entscheidung dachte ich "mir gefällt die Wahl zwar nicht aber vielleicht soll es so sein". Also hatte ich mich entschieden Chloe zu opfern. Und nachdem ich mir hinterher auch noch das andere Ende angesehen hatte war mir klar dass meine erste Entscheidung die richtige war. Chloe entgültig sterben zu sehen und dann die ganze Szene auf ihrer Beerdigung gehört für mich zu den emotionalsten Momenten die ich jemals in Videospielen gesehen habe. Bei dem anderen Ende dachte ich mir einfach nur "wie, das wars?" Komplett enttäuschend.