Transsexuelle Entwicklerin: Mob will sie feuern lassen, scheitert
In einer koordinierten Aktion wollte ein Internetmob dafür sorgen, dass eine transsexuelle Entwicklerin von ihrem Arbeitgegber entlassen wird. Das Managment war kurz davor einzuknicken, als ein Mitarbeiter Auffälligkeiten in den E-Mails vorfand, die letztlich bewiesen, dass es sich um Bot-Profile sowie Gamergate- und 4chan-Aktivisten handelte. Nachdem eine Guild-Wars-2-Autorin vergangene Woche von ArenaNet gefeuert wurde, scheinen sich diese gezielten Aktionen zu häufen.
Eine transsexuelle Entwicklerin wäre beinahe aufgrund einer koordinierten Aktion eines Internetmobs entlassen worden. Die Freelancerin sollte aus einem Entwicklerstudio gemobbt werden, indem dieses E-Mails in dreistelliger Zahl erhielt, die argumentierten, dass die Qualität der Spiele seit ihrer Einstellung gesunken sei. Zudem hieß es, es sei moralisch falsch Transgender einzustellen und ihr Twitter-Account sei ein schlechtes Vorbild für die Kinder der "Besorgten".
Kurzzeitig schien es, als würde das Management nachgeben, doch dann fand ein Mitarbeiter heraus, dass etwa fünfzig der Briefe Platzhalter aufwiesen, darunter "%FEMALENAME". In Wirklichkeit handelte es sich also um vorgefertigte Hassbriefe, die über Bots oder Gamergate-Aktivisten verschickt werden, um jegliche Frauen und Minderheiten aller Art zu attackieren.
Eine weitere Untersuchung ergab, dass viele der Briefe von Facebook-Bot-Profilen stammten, oder von Profilen, die der Gamergate-Bewegung nahestehen. Gamergate fällt vor allem durch seine Frauenfeindlichkeit und Hassreden gegen Minderheiten auf.
Die betroffene Entwicklerin sagte gegenüber Kotaku, dass die Aktion "Zu 100 Prozent eine Reaktion auf das ArenaNet-Ding" sei. ArenaNet feuert kürzlich die Guild-Wars-2-Autorin Jessica Price, nachdem sie sich abfällig gegenüber einem Spieler des Titels geäußert hatte, der mit ihr eine Diskussion über die Geschichte von Guild Wars führen wollte.
Auf Plattformen wie Reddit und 4chan wurde dies von Gamergatern gefeiert. Auf 4chan hieß es beispielsweise: "Reddit hat bewiesen, dass wir Schlampen feuern lassen können (...). Lasst uns dafür sorgen, dass sie gefeuert wird, das wird super. Wir haben die Macht es zu tun."
Während die Entlassung von Price mit einer Social-Media-Eskalation zusammenfiel, bei der sie selbst als Aggressorin auftrat, richten sich gezielte E-Mail-Aktionen, wie dieses aktuelle Beispiel, gegen Frauen oder Menschen die Minderheiten angehören. Sie haben einzig und allein das Ziel die betroffene Person aufgrund ihrer Überzeugungen, ihres Geschlechts oder Herkunft zu terrorisieren. Die Frau wurde letztlich nicht entlassen. Die "Macht" der Gamergater beschränkte sich dieses Mal auf ihre hasserfüllte Filterblase.
Quelle: Kotaku


) Diskussion über den gemeinen Menschen und seine geschlechtlichen Variationen.
Und die Theorie über den männlichen Mob aus Hass und Gewalt ist auch nicht weiter weg vom Thema als die biologische (und astrophysische?
Sorry, dass ich die Satire nicht gesondert kennzeichnete. Ich glaube das Thema hatte mich da ein klitzekleines bisschen genervt.
Sehr viel überzogener ging aber fast nicht mehr, und dachte die meisten kennen mich da.