Wir haben keine Chance gegen NFTs in Videospielen - Kolumne

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Kolumne Antonia Dreßler - Autorin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Wir haben keine Chance gegen NFTs in Videospielen - Kolumne
Quelle: Bored Ape Yacht Club

Der NFT-Kurseinbruch gibt Grund zur Hoffnung, dass NFTs in Spielen bald keine Rolle mehr spielen werden - oder doch nicht? Wie Bitcoin, Blockchain und exklusive NFT-Collections wie Bored Ape Yacht Club in die Kurschwankung mit reinspielen, spekuliert unsere Redakteurin Toni in ihrer Kolumne.

Während eine Vielzahl an Entwicklerstudios NFTs ganz, ganz toll finden, machen sich noch viel mehr Spieler berechtigterweise Sorgen, wie monetär die Gamingwelt eigentlich noch werden soll. Der große NFT-Kurseinbruch vor ein paar Wochen kam daher vielen Leuten entgegen und die Hoffnung besteht, dass es damit um die digitalen Tokens endgültig geschehen ist. Nun, man kann über NFTs sagen, was man will und die Frage, nach ihrer Daseinsberechtigung ist sicherlich nicht unbegründet, aber eines ist klar: Sie werden in nächster Zeit nicht aufhören zu existieren. Im Gegenteil, die "Gefahr" eines erneuten Hypes ist überaus realistisch.

Der beschriene Abwärtstrend von NFTs ist nämlich nichts anderes als die Reaktion auf den Kryptocrash - den Einbruch von Kryptowährungen -, welcher sich wiederum durch die aktuellen weltwirtschaftlichen Unsicherheiten ergab und ergibt. Warum das so ist, lässt sich einfach zusammenfassen: Wenn man Geld braucht, verkauft man das unsicherste Objekt mit den größten Preisschwankungen. Und auf dieser Liste sind Bitcoins nun einmal ganz weit oben.

Dabei darf man aber nicht dem Irrglauben unterliegen, zu denken, dass es sich hier um viele Privatpersonen handelt, die alle auf die gleiche Idee kamen und ihre digitalen Güter abstießen. Stattdessen wurden laut Investmentbank Morgan Stanley via Financial Times bis zu zwei Drittel der des sogenannten Bitcoin-Handelsvolumens 2021 von Krypto-Institutionen gestemmt. Dazu zählen Depotbanken, Börsen und Kryptofonds, die untereinander handeln. Dieses Jahr ist der Anteil an institutionellen Anlegern auf rund 75 Prozent gestiegen, private Anleger spielen im großen Spiel der Preisschwankung also eine zunehmend kleinere Rolle.

Zusammenhang Kryptowährung und Wirtschaft

Das ist deswegen wichtig, weil sich dadurch der Bitcoin-Kurs nicht mehr wie eine unabhängige Kapitalanlage verhält, sondern den realen Wirtschaftsschwankungen unterliegt. Konkret heißt das, dass sich Bitcoin immer weiter dem Aktienindex NASDAQ annähert, der nicht nur die 100 größten Aktienunternehmen indexiert, sondern zeitgleich mit der Kryptowährung einen steilen Flug nach unten einlegte. Und wo eine Kryptowährung schwankt, schwanken die anderen auch - in diesem Falle Ethereum. Das hat insofern etwas mit NFTs zu tun, weil diese auf den jeweiligen Blockchains der Währungen liegen und sie in der entsprechenden Währung gehandelt werden. Geht der Wert von Ethereum runter, so wird auch das NFT günstiger, verliert also an Wert.

Bored Ape Yacht Club Quelle: boredapeyachtclub.com Bored Ape Yacht Club Und weil Kryptowährungen genauso wie NFTs keinen realen Gegenwert haben und daher sehr spekulativ sind, hängt deren Kurs auch vom allgemeinen Krypto-Image ab. Dieses wird in sogenannten Angst-Gier-Indexen ausgedrückt, wo die Angst vor finanziellem Verlust mit der Gier auf leicht verdientes Geld aufgewogen wird. Die Werte errechnen sich aus dem Marktgeschehen, Medienanalysen und Umfragen, wobei Bitcoin sich aktuell auf dem Niveau 12 von 100, also bei "extremer Angst" befindet, und Etherum mit einem Wert von 24 ebenfalls noch die Bewertung "Angst" erhält.

Und wer Angst hat, der verkauft, in diesem Fall seine NFTs. Und die entstandene Abwärtsspirale gibt vielen NFT-Kritikern Grund zur Hoffnung, dass sich der Trend selbst auslöscht.

Doch die Kurse haben sich nicht nur gefangen, sie steigen auch wieder. Zwar haben NFTs eigentlich keinen echten Wert, das Prinzip der Verknappung funktioniert aber trotzdem. Von jeder NFT-Collection gibt es nämlich nur eine begrenzte Stückzahl zu kaufen und wer beim Spekulationsspiel bisher leer ausging, kauft nun die immer noch nicht günstigen Tokens zum Sonderangebot.

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Calewin Mitglied
        Man kann nur hoffen, dass das Ganze kräftig den Bach runter geht.
        Einerseits verhalten sich NFT-Kurse wie die von Cryptowährungen, aber eine echte Kopplung sehe ich nicht.
        Dass sich reine Spekulationsobjekte meist höchst volatil verhalten, liegt in der Natur der Sache, ganz klar. Und ich krieg automatisch Kopfschmerzen beim Gedanken an der unfassbaren Alchemie des Reichtums aus dem Nichts, d.h. „Gewinn“ ohne Wertschöpfungsprozess, sondern dem Gegenteil davon.
        Den größten Unterschied zu Cryptowährungen sehe ich in der Anzahl. Bitcoins z.B. haben von Anfang an eine rechnerisch maximale Anzahl, sind also höchst deflationär, NFT‘s haben diesen vordefinierten Wert nicht und sind eher inflationär. Oder es verhält sich wie bei Kunstwerken, davon könnte man auch beliebig viele erschaffen, aber bestimmte, einzelne, die manche unbedingt haben wollen, werden immer wertvoller.
        So oder so, ich bin mir sicher, man wird versuchen uns das unterzujubeln. Man kann nur hoffen, dass die Spieler es nicht annehmen und die Schöpfer auf ihrem „Scheiß“ hocken bleiben.
      • Von Calewin Mitglied
        Man kann nur hoffen, dass das Ganze kräftig den Bach runter geht.
        Einerseits verhalten sich NFT-Kurse wie die von Cryptowährungen, aber eine echte Kopplung sehe ich nicht.
        Dass sich reine Spekulationsobjekte meist höchst volatil verhalten, liegt in der Natur der Sache, ganz klar. Und ich krieg automatisch Kopfschmerzen beim Gedanken an der unfassbaren Alchemie des Reichtums aus dem Nichts, d.h. „Gewinn“ ohne Wertschöpfungsprozess, sondern dem Gegenteil davon.
        Den größten Unterschied zu Cryptowährungen sehe ich in der Anzahl. Bitcoins z.B. haben von Anfang an eine rechnerisch maximale Anzahl, sind also höchst deflationär, NFT‘s haben diesen vordefinierten Wert nicht und sind eher inflationär. Oder es verhält sich wie bei Kunstwerken, davon könnte man auch beliebig viele erschaffen, aber bestimmte, einzelne, die manche unbedingt haben wollen, werden immer wertvoller.
        So oder so, ich bin mir sicher, man wird versuchen uns das unterzujubeln. Man kann nur hoffen, dass die Spieler es nicht annehmen und die Schöpfer auf ihrem „Scheiß“ hocken bleiben.
      • Von Gast1661893802 Mitglied
        Zitat von Grolt
        Doch haben wir. Einfach konsequent keine Spiele mit NFT und Blockchain kaufen.
        Gibt genug (Retro) Spiele die ohne diesen Müll auskommen und mit denen man Spaß haben kann.
        Wird genauso klappen wie Steam ... 8+Jahre Verweigerung brachten nichts wenn es der Masse einfach egal ist. ?
        Micropayments und Lootboxen ebenso ...

        Man kann nur den Kram ignorieren, aber es wird schon durchgeboxt werden.?
        Wenn ich nur mitbekomme wie hörig die Jüngeren bestimmten Influenzern gegenüber sind die den neuesten heissen Scheiß anpreisen. ?‍♂️
      • Von Grolt Mitglied
        Doch haben wir. Einfach konsequent keine Spiele mit NFT und Blockchain kaufen.
        Gibt genug (Retro) Spiele die ohne diesen Müll auskommen und mit denen man Spaß haben kann.

        Hält den ganzen Müll wahrscheinlich nicht auf, aber man selbst bleibt von dem Müll verschont.
      • Von MichaelG Mitglied
        Zitat von Worrel
        Ey, cool, ich hab hier ne Textdatei, in der auch diese Namen stehen. Wenn du mir 100€ gibst, schreibe ich deinen Namen auch da drauf. Bei 200€ verwende ich sogar Großbuchstaben und bei 500€ sind alle Buchstaben CAPS!

        Nein, im Ernst: Supersinnvoll, dieses NTF, wer hat schon einen Link auf eine Bilddatei ohne das Copyright an dem Bild zu haben ... oh richtig, jeder hat den Link. Bloß nur einer hat dafür gezahlt ...

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Das zeigt nur die Dummheit einiger die auf solchen Mist hereingefallen sind. Und einige wenige haben sich bei diesem Erststart etwas ihren Hintern vergoldet. Der eine weniger, andere wiederum deutlich mehr.
      • Von Vordack Spiele-Professor/in
        Bei Bitcoins hab ich auch gedacht dass wird nie was, also bin ich kein Millionaer. Zu viele Menschen haben zu viel Geld und zu viele Menschen wollen spekulieren, und wie Duerrematt schon sagte, etwas gedachtes kann nicht ungedacht werden.
      Direkt zum Diskussionsende
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