Amateurhaftes Runden-Strategiespiel.
Don Quichote hätte seine helle Freude an den Windmühlen. Wir nicht.
Angefangen bei der Rendergrafik mit ihren daumendicken Pixeln über die völlig konfusen Bildschirmmenüs bis hin zur Hintergrundmusik in General-Midi-Qualität verströmt Knights of the Cross den Mief eines schlechten Shareware-Spiels aus den frühen Neunzigern. Das Spielprinzip jedenfalls stammt garantiert aus dieser Zeit. Eine Handvoll hässlicher Ritter, Bogenschützen und Lanzenträger stapfen rundenweise über ein in Kreise unterteiltes Schlachtfeld und attackieren auf Kommando ihre ebenso hässlichen Gegenstücke. Und zwar so lange, bis nur noch eine Partei übrig ist, die Fahne erobert wird oder der Anführer vom Pferd kippt. Je nach Abschneiden führt die verzweigte Kampagne zum nächsten Angriff oder in eine Abwehrschlacht, wo dann Nachschub angeheuert oder Überlebenden eine bessere Rüstung spendiert wird. Dafür dass möglichst wenige diesen einzig motivierenden Teil von Knights of the Cross überhaupt zu Gesicht bekommen, sorgt nicht nur der selbst in der niedrigsten Einstellung übertriebene Schwierigkeitsgrad sondern vor allem auch die katastrophale Steuerung, die ständig Fehlklicks provoziert, und das unzureichende Handbuch.
