Emma: Kritik zur neuesten Jane Austen Verfilmung von Autumn De Wilde
Die Hauptfigur Emma aus Jane Austens gleichnamigen Roman-Klassiker hat großen Gefallen daran Menschen aus ihrem Umfeld miteinander zu Verkuppeln. Damit macht sie sich allerdings nicht nur Freunde. Nun wurde der Roman von Fotografin Autumn De Wilde verfilmt. Der Film startet am 05. März in die deutschen Kinos.
Sie ist ein zartes Geschöpf aus reichem Haus: Emma Woodhouse, die Protagonistin des Romanklassikers von Jane Austen. Schon als die Titelschrift sie einhegt, wird klar, dass die Anfang 20-Jährige aus der englischen Provinz allzu behütet lebt. Entsprechend naiv sind ihre Versuche als Ehestifterin, bei denen sie das eigene Glück beinah vergisst ...
Wo The Favourite das Kostümfilmgenre zerlegte, liefert Emma das Erwartbare: Hüpfende Herzen, Humor, reichlich Ausstattungspomp. Anya Taylor-Joy (Split) spielt Emma mit nobler Zurückhaltung als junge Dame, die das Gesellschaftskorsett akzeptiert. Autumn de Wilde, bisher als Fotografin aktiv, inszeniert das in Stillleben vor schweren Tapeten. Viele der oft seitlich gefilmten Aufnahmen wirken wie Gemälde, wenn cremefarbene Töne und satte Farbtupfer das Spiel der Jahreszeiten beschwören. Letztlich bietet das muntere Heiratskarussell mehr zum Schauen als zum Denken, zumal das gute Ensemble die Ereignisarmut kaum weglächeln kann.
Fazit: Pittoresk maßgeschneiderte Austen-Romantik mit viel Humor, bei der die feine Bildästhetik Akzente setzt.
