Die Goldfische: Filmrezension zum Roadmovie
Alireza Golafshan dreht das erste Mal in Spielfilmlänge: Ein Yuppie versucht im Stau zu überholen und landet im Rollstuhl. Mit neuen Freunden aus einer Behinderten-WG plant er einen Ausflug in die Schweiz, um sein Schwarzgeld nach Deutschland zu bringen. Hier ist die Rezension zum Roadmovie:
Workaholic Oliver verdient als Portfolio-Manager mehr Geld als er ausgeben kann, hat aber dafür keine freie Minute mehr. Als er eines Tages im Stau steht, obwohl er längst in einem wichtigen Meeting sein sollte, landet er nach einem Kamikaze-Überholmanöver direkt im Rollstuhl. In der Reha lernt er Laura kennen, die eine Behinderten-WG betreut, und beschließt aus der Not eine Tugend zu machen: Er organisiert für seine neuen Freunde einen Trip in die Schweiz, um sein dort deponiertes Schwarzgeld unauffällig nach Deutschland schmuggeln zu können... Alireza Golafshan, der nicht nur sein Langfilmdebüt als Regisseur gibt, sondern auch das Drehbuch geschrieben hat, sind durchaus stimmige und komische Szenen gelungen. Leider scheint er seinem Gespür fürs richtige Timing noch nicht ganz zu vertrauen und setzt zu oft auf Klamauk und Krawall. Das hat zur Folge, dass die Topbesetzung ihr Können nur ansatzweise ausspielen kann und nicht alle Gags zünden.
FAZIT: Die Darstellerriege ist handverlesen, trotzdem funktioniert das Spiel mit Tabu- und Toleranzgrenzen nicht durchgehend.
