Bombshell - Das Ende des Schweigens: Kritik zum dramatischen Biopic
Bei diesem Film von Jay Roach handelt es sich um ein auf wahren Begebenheiten gründendes Drama. Er handelt von einer Gruppe Frauen, die bei Fox News mit sexuellen Übergriffen durch dessen Gründer Roger Alies zu kämpfen haben. Zudem werden die Gefahren des öffentlichen Diskurses offenbar, denen sich die Frauen ausgesetzt sehen, als sie gegen diesen vorgehen. "Bombshell" startet am 13. Februar in die deutschen Kinos.
Drei Frauen, ein Problem: Es scheint ein offenes Geheimnis, dass beim US-Sender Fox News mancher in der obersten Etage seine Macht gegenüber weiblichen Angestellten ausnutzt, allen voran CEO-Patriarch Roger Ailes. Als die Moderatorin Gretchen Carlson 2016 gefeuert wird, wagt sie endlich den Gang zu den Anwälten. Die Anklage wegen sexueller Belästigung schlägt im Konzern ein wie eine Bombe. Vor allem zwei Frauen ringen nun mit sich, geht es doch um ihre Karriere: die renommierte News-Moderatorin Megyn Kelly und die junge, von Ailes ganz akut sexuell bedrängte Kayla.
Sind Carlson, Kelly und Ailes reale (nah an den Originalen gespielte) Personen, so erschuf man mit Kayla eine Figur stellvertretend für all die jungen Journalistinnen, die in den Sog aus Ausbeutung und Protektion bei Fox News gerieten. Zwar kann der Film nicht ins Detail gehen - zumal die Vorgeschichte von Ailes bereits die thematisch gleiche Serie The Loudest Voice behandelt -, punktet dafür aber mit psychologisch spannender Dramaturgie.
Fazit: Eine klare Positionierung gegen sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch: der tiefe Fall eines Medien-Stars, toll besetzt und gespielt.

Versteht mich nicht falsch ich will jetzt nicht die Opferrolle umkehren, ich frage mich nur warum die Frauen nicht die Situation verlassen und auf den Job verzichten.
Was die Männer angeht.... eine wahre Schande, zudem dürfen wir davon ausgehen das die Dunkelziffer weit höher liegt. War ja schon damals interessant als der Ergo-Vorstand mit Chefetage die Feier in einem Bordell abgehalten hat... Wie da Frauen in Führungspositionen kommen könnte man sich lebhaft vorstellen..