Kingdom Come Deliverance: Kolumne zum Geschichtsbild des Mittelalter-Rollenspiels

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Kingdom Come Deliverance: Kolumne zum Geschichtsbild des Mittelalter-Rollenspiels
Quelle: PC Games

Angeblich soll die Geschichtsdarstellung in Kingdom Come eine gewaltige Schräglage haben. Unser Redakteur und Geschichtsexperte Matti Sandqvist hat das Mittelalter-Epos ausgiebig gespielt und sagt in seiner Kolumne, ob er den Vorwurf nachvollziehen kann. Außerdem geht es um die Authentizität des im Spätmittelalter angesiedelten Szenarios sowie die Freiheiten, die sich die Entwickler zugunsten des Gameplays genommen haben.

Dass Kingdom Come ein Spiel mit vielen Ecken und Kanten ist, hat mein Kollege Felix Schütz bereits in seinem Test treffend festgestellt. Dem kann ich nur zustimmen, denn auch mir gehen die vielen doch eher fragwürdigen Gamedesign-Entscheidungen auf die Nerven - allen voran das lästige Speichersystem mit dem Retterschnaps. Doch im Vorfeld der Veröffentlichung gab es zudem eine hitzige Diskussion um eine angeblich rassistische und sexistische Spielwelt des Mittelalter-Epos. Laut dem Blogger Jan Heinemann hätte Kingdom Come in puncto der Geschichtsdarstellung eine gewaltige Schräglage. Zum Beispiel stellte Heinemann das Fehlen von Menschen dunkler Hautfarbe im virtuellen Böhmen des Jahres 1403 an den Pranger und ebenso missfällt es ihm, dass man in Kingdom Come nicht selbst aussuchen darf, ob man sich als Mann oder Frau in die mittelalterliche Spielwelt stürzt.

Vor allem sei der Umstand dem Creative Director des Abenteuers, Daniel Vávra, und seinen angeblich rassistischen und sexistischen Geschichtsvorstellungen geschuldet. Um vorweg klarzustellen, mich als Spielejournalist tangieren die politischen Ansichten eines einzelnen Mitglieds eines großen Entwicklerteams - wie im Falle von Kingdom Come - eher nur peripher. Die Spielentwicklung lässt sich meines Erachtens nicht mit dem Œuvre eines Romanautors, dem Schaffen eines Künstlers oder den Alben einer drei- oder vierköpfigen Rockband vergleichen. Vielmehr handelt es sich bei Computer- und Videospielen in den allermeisten Fällen um Gemeinschaftsarbeiten von oftmals mehreren Hundert Menschen, die sehr wahrscheinlich nicht dieselben politischen Ansichten teilen. Das Endergebnis spiegelt entsprechend selten die Meinung eines einzelnen Entwicklers wieder - auch wenn dieser eine leitende Position im Team innehat. Zudem spreche ich mich dafür aus, dass man stets versuchen sollte, Werk und Autor voneinander zu trennen. Sonst hätten zum Beispiel die Bayreuther Festspiele und der Kult um Richard Wagner ein ziemlich großes Image-Problem - oder die evangelisch-lutherischen Kirchen müssten sich ebenso mit dem Antisemitismus des gefeierten Reformators auseinandersetzen.
Das erste Kingdom Come: Deliverance könnte Konsoleros bald neu begeistern. Quelle: PC Games Bereits nach wenigen Spielstunden können wir wie ein Meister mit einem Schwert umgehen. Das ist zwar reichlich unrealistisch, aber macht das Abenteuer spannend.

Gameplay vs. Geschichte

Ein wenig spanisch kam mir der Vorwurf um die Schräglage der Geschichtsdarstellung von Kingdom Come von Anfang an vor. Durch mein Geschichtsstudium teile ich eher ein Bild, das den Vorstellungen der Entwickler von Warhorse Studios entspricht. Das heißt, dass man in Böhmen des Jahres 1403 im Gegensetz zu heute allerhöchstens in Ausnahmefällen auf Menschen afrikanischer Abstammung treffen konnte und auch moderne, emanzipierte Frauen im Land des Heiligen Wenzels sehr rar gesät waren. Doch bevor ich selbst ein Urteil über das Geschichtsbild von Kingdom Come fällen wollte, war es mir wichtig, das Spiel ausgiebig zu spielen.

Genau das habe ich in den letzten Tagen auch getan und muss sagen, dass ich als Geschichtsinteressierter ziemlich begeistert von der Spielwelt bin - weitaus mehr als etwa über die Darstellung des Ersten Weltkrieges in Battlefield 1 oder der amerikanischen Sichtweise auf den Zweiten Weltkrieg in Call of Duty: WW2. Die Entwickler nehmen sich zwar in vielen Punkten gewisse Freiheiten, die mir aber wiederum als begeisterter Gamer einleuchten.

Das fängt bei der Wahl des Helden an. Unser Alter-Ego Heinrich ist der Sohn eines Dorfschmiedes. So hat er - trotz seiner Angehörigkeit zum dritten Stand der einfachen Bürger und Bauern - Zugang zu Waffen wie Schwertern. Dadurch ist zwar immer noch grenzwertig, dass unser Held im Laufe seines Abenteuers ein geübter Schwertkämpfer wird, aber eben nicht mehr gänzlich ausgeschlossen. In der Realität dauerte die Ausbildung eines Ritters mehrere Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte. Die Bauern und einfachen Bürger, die etwa bei einer Fehde zu Waffen gerufen wurden, kämpften dagegen eher selten mit Schwertern. Hier kamen vielmehr Speere, Mistgabeln, Armbrüste oder Bögen zum Einsatz. Ein mittelalterliches Rollenspiel ohne Schwertkämpfe kann ich mir jedoch kaum vorstellen - oder wenn, dann jedenfalls nicht eines, das ähnlich wie Kingdom Come den Anspruch hat, massentauglich zu sein. Daher kann ich mich ganz gut damit abfinden, dass unser Held Heinrich im Spiel innerhalb weniger Stunden bereits ein versierter Schwertkämpfer ist und nicht stets mit der Heugabel in der Hand den Fieslingen die Leviten liest oder gar vor ihnen fliehen muss. Mein Historiker-Herz findet es zudem schön, dass wir des Öfteren - sei es von unserem Vater oder anderen NPCs - zu hören bekommen, dass es sich nicht gehört, dass wir uns für den Schwertkampf interessieren.

Handlung geht vor!

Ob Heinrich dann wiederum so schnell wie im Spiel das Lesen lernt, ist meines Erachtens eher unwahrscheinlich. Doch weil Kingdom Come nun mal ein Spiel ist, kann ich verstehen, dass man unserem Helden die jahrelange Ausbildung in einem Kloster erspart. Ähnlich sehe ich es auch bei dem Umgang unseres Haudegens mit den vielen Adligen im Spiel. Historisch gesehen ist es relativ unwahrscheinlich, dass ein einfacher Bürger, der für seinen Grundherren ähnlich wertvoll wie seine Schafe und Kühe war, überhaupt mit den Vertretern des Zweiten Standes persönlichen Umgang hatte. Vielmehr fand die Kommunikation hier über die Vollstreckungsbeamten der mittelalterlichen Welt, die Fronboten bzw. Büttel, statt. Damit wir aber die durchaus interessante Geschichte um den Thronkampf Wenzels und seines Stiefbruders Sigismund aus nächster Nähe erleben können, bin ich auch an dieser Stelle bei den Entwicklern. Wer kann schon komplett ausschließen, dass ein einfacher Bürger doch Gehör beim Grafen bekam? Und wenn der Umstand hilft, eine fesselnde Handlung in einem Videospiel voranzubringen, habe ich damit kein echtes Problem.
Als Frau hatte man es oft nicht einfach im Mittelalter. Gesellschaftlich standen sie zu jener Zeit unter der Vormundschaft des Mannes. Quelle: PC Games Als Frau hatte man es oft nicht einfach im Mittelalter. Gesellschaftlich standen sie zu jener Zeit unter der Vormundschaft des Mannes. Auch der Umstand, dass wir unseren Helden nicht frei aussuchen dürfen, stört mich kaum. Jedenfalls gehe ich mit den Entwicklern d'accord bei der Wahl des Geschlechts unseres Alter-Egos. Für ein realistisch angehauchtes Mittelalter-Abenteuer würde man sich meines Erachtens dann doch zu viele Freiheiten nehmen, wenn man in die Rolle einer schwertschwingenden Schildmaid in Böhmen schlüpfen würde. Es lässt sich leider nicht leugnen, aber die Stellung der Frauen war im Mittelalter eine gänzlich andere als nach der Frauenrechtsbewegung des 19. Jahrhunderts. Gesellschaftlich standen Frauen zu jener Zeit unter der Vormundschaft des Mannes. Das heißt, dass der Ehemann zum Beispiel das Vermögen der Ehefrau verwaltete und sogar die Pflicht hatte, seine Ehefrau zu züchtigen. Möchte ich in einem Spiel als eine Frau die Spielwelt entdecken, wenn ich vor jeder Quest erst das Einverständnis meines Mannes einholen muss? Ich glaube nicht. Natürlich hat es mit Hildegard von Bingen, Margarete von Anjou und Jeanne d'Arc starke Frauen gegeben, die dieser gesellschaftlich festgelegten Rolle entfliehen konnten und Geschichte geschrieben haben. Die genannten Personen stellen aber absolute Ausnahmen dar, die man meiner Meinung nach gut und gerne in einem anderen Rollenspiel verkörpern könnte, jedoch nicht in einem, in der wir einen einfachen Bürger im böhmischen Spätmittelalter mimen.

Aus der Geschichte lernen

Ebenso bin ich mit dem Fehlen von Menschen dunkler Hautfarbe in der Spielwelt einverstanden. Bestimmt hat es in den italienischen Stadtstaaten oder im arabischen Spanien Menschen afrikanischer Herkunft gegeben, jedoch sehr wahrscheinlich nicht im osteuropäischen Raum - vor allem nicht in ländlichen Gegenden ähnlich der Spielwelt von Kingdom Come. Man sollte nicht den Fehler begehen und die Welt des Mittelalters als eine globale Gesellschaft wie die heutige vorstellen. Bis auf Ausnahmen wurde man im Mittelalter in einem Dorf geboren und verweilte auch sein gesamtes Leben an Ort und Stelle. Fremde Eindringlinge, wie die Kumanen Sigismunds im Spiel, wurden in der damaligen Zeit argwöhnisch betrachtet - und es herrschte oftmals kaum ein ernsthaftes Interesse, sich mit den Gebräuchen anderer Kulturen zu beschäftigen. Davon zeugt etwa, dass die Weltchroniken des Spätmittelalters sich ausschließlich mit der europäischen Geschichte befassten. Erwähnungen von Kulturen jenseits des Bosporus drifteten zudem oftmals ins Fantastische ab - man denke etwa an die mystischen Pygmäen, die angeblich in Indien lebten. Dieses verklärte Weltbild herrschte übrigens bei den Gelehrten des Mittelalters, entsprechend sollte man sich die Sichtweise von einfachen Bürgern um eine Ecke verklärter vorstellen.
Die turksprachigen Kumenen waren ein Volk aus dem asiatischen Raum. Im Spiel gehören sie zu unseren Widersachern. Quelle: PC Games Die turksprachigen Kumenen waren ein Volk aus dem asiatischen Raum. Im Spiel gehören sie zu unseren Widersachern. Insgesamt möchte ich nicht behaupten, dass man anhand der Spielwelt von Kingdom Come Geschichtsunterricht geben sollte. Doch wie ich schon eingangs erwähnte, ich kann die Entscheidungen der Entwickler zugunsten des Gameplays und gegen historische Genauigkeit stets nachvollziehen. Außerdem fühle ich mich nicht - wie in so vielen anderen Spielen - durch eine Verklärung der Geschichte als Historiker geradezu beleidigt. Ich finde die nüchterne Gangart von Warhorse Studios sehr treffend und freue mich, das in meinen Augen relativ authentische Böhmen des Spätmittelalters zu erkunden. Die Vorwürfe um Rassismus und Sexismus kann ich nach rund 30 Stunden mit Kingdom Come indes nicht nachvollziehen. Ich finde es wichtig, dass wir aus unserer Geschichte und unseren Fehlern lernen. Ergo: Wenn ein Spiel den Anspruch hat, das Mittelalter möglichst authentisch darzustellen, muss es auch versuchen, sich an die unangenehmen Fakten zu halten - und genau hier punktet Kingdom Come: Deliverance (jetzt kaufen )!

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    • Kommentare (51)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von HanFred Spiele-Guru
        Zitat von Artes
        Wenn man ein Historisch Korrektes Bild der Epoche abliefern will macht es jedoch Sinn das zu tun. Frauen waren auch im Spätmittelalter keineswegs Randfiguren des öffentlichen Lebens. Und Juden waren in Böhmen zu dieser Zeit durch König Wenzel geschützt und hätten ein Starkes interesse daran ihn auf dem Thron zu halten. So zu tun als wäre das Spätmittelalter weiß männlich und christlich gewesen hat einfach nicht viel mit der Historischen Wahrheit zutun.

        Nicht wenige Menschen, auch durchaus Bauern, hatten lange Pilgerreisen hinter sich. Der Bildungsstand zu dieser Zeit war relativ hoch sogar im Böhmischen hinterland. Und Prag das wirklich nur um die Ecke liegt war eine DER Städte in Europa die man als Schmelztiegel bezeichnen kann.
        Prag bestimmt, dieses ist aber eben nicht im Spiel, es wird bloss wiederholt erwähnt. Man kann jedoch im Ingame-Kodex nachlesen, wie es Juden in dieser Zeit in Prag erging. Mindestens eine sehr starke Frau kommt im Spiel vor in der Form der Müllerstochter. Dass man keine Frau spielen kann, ist dem Storytelling geschuldet, es ist auf den einen Charakter zugeschnitten. Für einen weiblichen PC hätte man Teile der Story und quasi alle Dialoge umschreiben müssen. Die Rolle der Frau wird übrigens auch im Kodex aufgeführt und eine Adlige erzählt ausgiebig von ihrem Lebensweg.
      • Von HanFred Spiele-Guru
        Zitat von Artes
        Wenn man ein Historisch Korrektes Bild der Epoche abliefern will macht es jedoch Sinn das zu tun. Frauen waren auch im Spätmittelalter keineswegs Randfiguren des öffentlichen Lebens. Und Juden waren in Böhmen zu dieser Zeit durch König Wenzel geschützt und hätten ein Starkes interesse daran ihn auf dem Thron zu halten. So zu tun als wäre das Spätmittelalter weiß männlich und christlich gewesen hat einfach nicht viel mit der Historischen Wahrheit zutun.

        Nicht wenige Menschen, auch durchaus Bauern, hatten lange Pilgerreisen hinter sich. Der Bildungsstand zu dieser Zeit war relativ hoch sogar im Böhmischen hinterland. Und Prag das wirklich nur um die Ecke liegt war eine DER Städte in Europa die man als Schmelztiegel bezeichnen kann.
        Prag bestimmt, dieses ist aber eben nicht im Spiel, es wird bloss wiederholt erwähnt. Man kann jedoch im Ingame-Kodex nachlesen, wie es Juden in dieser Zeit in Prag erging. Mindestens eine sehr starke Frau kommt im Spiel vor in der Form der Müllerstochter. Dass man keine Frau spielen kann, ist dem Storytelling geschuldet, es ist auf den einen Charakter zugeschnitten. Für einen weiblichen PC hätte man Teile der Story und quasi alle Dialoge umschreiben müssen. Die Rolle der Frau wird übrigens auch im Kodex aufgeführt und eine Adlige erzählt ausgiebig von ihrem Lebensweg.
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von MichaelG
        Nicht mehr alle Latten am Zaun ist bei einem Kirchenschänder, Brandstifter und nicht zuletzt Mörder! sehr sehr diplomatisch formuliert. Der Kerl gehört in die Geschlossene.
        Von seinem Weltbild mal ganz abgesehen. Das ist bretthart, was der Kerl für ein Menschen- und Weltbild hat und vor allem, dass er mit seinem Youtube-Kanal (ja, der Kerl ist/war zudem Youtuber) auch noch eine bemerkenswert große Zahl an Menschen erreichen konnte. Das macht die Sache in meinen Augen gefährlicher als sonst, vor allem weil der Kerl, trotz seines extremen Weltbildes, alles andere als doof ist.
      • Von Spiritogre Mitglied
        Zitat von MichaelG
        Nicht mehr alle Latten am Zaun ist bei einem Kirchenschänder, Brandstifter und nicht zuletzt Mörder! sehr sehr diplomatisch formuliert. Der Kerl gehört in die Geschlossene.
        Genie und Wahnsinn liegt eben wie so oft eng beieinander ... ^^
      • Von MichaelG Mitglied
        Zitat von Dampfplauderer
        Das war hier etwas "unglücklicher": Es ist Burzum, einer der extremsten Fälle von Kunst vs. Kunstwerk. Die "Band" an sich ist nicht politisch und die ersten Alben sind Meilensteine. Sie besteht allerdings nur aus einem Mitglied, und Varg hatte noch nie alle Latten im Zaun. Damals hat "Mord" +"Satan" in der Presse ähnlich gut gezogen wie momentan alles was man hinter ein # quetschen kann, und so bekam er sehr viel von der von ihm so begehrten Aufmerksamkeit (und eine längere Freiheitsstrafe). Als Kurzzusammenfassung taugt ausnahmsweise https://de.wikipedia.org/...

        Oder in einem Satz: Hervorragender Komponist und ebensolcher Schwachkopf.

        ...und die ganze idiotische Tendenz alles und jeden auf ein binäres gut böse Schema runterzubrechen ist sehr bedenklich. Das hatten wir schon ein paar mal, ging noch nie gut aus.
        Nicht mehr alle Latten am Zaun ist bei einem Kirchenschänder, Brandstifter und nicht zuletzt Mörder! sehr sehr diplomatisch formuliert. Der Kerl gehört in die Geschlossene.
      • Von Furioso1000 NPC
        Zitat von Artes
        . So zu tun als wäre das Spätmittelalter weiß männlich und christlich gewesen hat einfach nicht viel mit der Historischen Wahrheit zutun.
        Naja, in der großen überwältigenden Mehrheit war es das in Europa schon, von den Küstenstädten, die in ihren Häfen und Händlerhäusen allerhand Volk aus aller Welt versammelte, & der in der Reconquista umkämpften iberischen Halbinsel mal abgesehen. Außerdem gibt es in der Tat Nichtweiße im Spiel. Der Luxemburger kommt ja, um seinen Bruder Wenzel zu entmachten aus Ungern herauf. Dabei bringt er auch viele Kumanen mit, die sind zwar zu dem Zeitpunkt ebenfalls katholisch, an sich ist es aber ein Turkvolk, ein Reitervolk aus der Steppe, das im 13. Jhr. vor den Mongolen vertrieben worden war und mit Erlaubnis der ungarischen Krone in Ungern siedeln dürfte.
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