Jugend ohne Gott: Filmkritik zur dystopischen Romanverfilmung
Der Schweizer Regisseur Alain Gsponer verlegt die Handlung der gleichnamigen Vorlage des Schriftstellers Ödön von Horváth in eine dystopische Zukunft.
In naher Zukunft bestimmt eine gnadenlose Klassengesellschaft den menschlichen Alltag: Geistig und körperlich leistungsstarke Individuen befinden sich an der Spitze, alle anderen schlagen sich im Ghetto mit niederen Arbeiten herum. Dementsprechend wird die Jugend heran gezüchtet. Der junge und wohlhabende Zach möchte nichts mehr davon wissen. In einem Hochleistungscamp, das auf die zukünftige Karriere vorbereitet, verliebt er sich in die streunende Ewa und löst damit eine tragische Ereigniskette aus.
Vieles erinnert an bekannte Young-Adult-Geschichten, auch wenn Regisseur Alain Gsponer versucht sich davon abzuheben. Dennoch und trotz eines offensichtlich geringen Budgets erschafft die Adaption ein durchaus interessantes und spannendes Szenario, das aber ein eher verkürztes psychologisches Porträt einer Hochleistungsgesellschaft zeichnet.
FAZIT
Der Film bietet nur stellenweise eine erkenntnisreiche und unterhaltsame Sezierung einer Leistungsgesellschaft sowie deren Auswirkungen.
Offizieller Trailer zu "Jugend ohne Gott":

*: https://de.wikipedia.org/...
Ich lebe seit nunmehr 47 Jahren (ja, ich hatte gerade Burzeltag) ohne Gott und habe nicht das Gefühl, zur Problembevölkerung zu gehören.
Frage an Turiak: Ist die Kritik religiös unterfüttert?