Jeder stirbt für sich allein: Filmrezension zum Weltkriegs-Drama
Weil ihr Sohn im Krieg fällt, begeben sich auch seine Eltern in Lebensgefahr, indem sie das Nazi-Regime dafür verantwortlich machen und Widerstand leisten. Das Drama von Regisseur Vincent Perez startet am 17. November in den deutschen Kinos.
Berlin 1944: Als die Eheleute Anna und Otto Quangel vom Kriegstod ihres Sohnes erfahren, geben sie vor allem dem Nazi-Regime die Schuld. Insbesondere in Otto regt sich ein revolutionärer Geist, der den Handwerker dazu veranlasst, unbemerkt Postkarten mit regimekritischen Gedanken überall in der Hauptstadt zu verteilen. Zu dieser Zeit ein lebensgefährliches Unterfangen. Dennoch schließt sich auch seine Frau der Mission an. Allerdings heftet sich bald der clevere Kommissar Escherich an die Fersen des Ehepaares.
Regisseur Vincent Perez erzählt eine durchaus wichtige Geschichte über den Mut zum Widerstand, dennoch kann er sich inszenatorisch kaum zwischen schwerfälligen Kriegsdrama, Krimi und Thriller entscheiden. Das wenig mitreißende, hölzerne Ergebnis ist letztendlich nichts von alledem. Schauspielerisch glänzen besonders die beiden britischen Hauptdarsteller, die jedoch in einem vornehmlich deutschen Cast fast wie Fremdkörper wirken.
FAZIT / Vor allem von den beiden Hauptdarstellern gut gespieltes Drama mit wichtiger Botschaft, was allerdings in einer hölzernen Inszenierung untergeht.
