Imperial Glory: Schlacht um Europa
Im Europa des ausgehenden 18. Jahrhunderts streiten fünf Imperien um die Vormachtstellung: Preußen, Frankreich und Österreich dominieren den zentralen Kontinent; das riesige Russische Reich lauert wie ein bedrohlicher Schatten im Osten und wartet auf den richtigen Moment, nach Westen vorzustoßen. Etwas außen vor, aber mit einer mächtigen Flotte und enormen Reichtümern ausgestattet, liegt das britische "Empire" auf einer kaum einnehmbaren Insel. Mitten in dieser brisanten Zeit krönt Imperial Glory Sie zum Herrscher über eines der fünf Reiche: Führen Sie Ihr Volk zur Vorherrschaft in Europa. Genau wie Rome: Total war verbindet Imperial Glory zwei völlig unterschiedliche Modi zu einer reizvollen Mischung.
Ein Großteil der Spielzeit fließt im rundenbasierten Management-Modus in die Abstimmung von Wissenschaft, Produktion, Rüstungswesen und Diplomatie. In diesem Teil des Spiels blicken Sie aus der Vogelperspektive auf eine schmucklose 2D-Karte des damaligen Europa, die wie eine Abwandlung des bekannten Brettspiels Risiko aussieht. Zusammenhängende Reiche sind farbig markiert; Einheitenverbände stehen wie Schachfiguren auf dem Spielfeld.
Zu Beginn Ihrer Regentschaft im Juli 1789 gibt es noch keine militärischen Konflikte zwischen den fünf führenden Nationen. Friedfertige Herrscher errichten nun lediglich eine kleine Verteidigungsarmee und erforschen neue Regierungsformen (Demokratie, Absolutismus), effektiveren Ackerbau oder Steuergesetze, um das Staatssäckel zu füllen. Tauschgeschäfte - etwa Holz für Gold - stabilisieren die Beziehungen. Durch den Bau von Botschaften oder kulturellen Einrichtungen läuft die Bevölkerung von Nachbarländern mit der Zeit zu Ihnen über - eine friedliche Annexion. Nachwuchs-Napoleons, die Europa gewaltsam unterwerfen wollen, beschränken die Forschung auf bessere Militäreinheiten und wandeln einen Großteil der pro Runde produzierten Wissenschaftspunkte in Gold für neue Truppen um. Sehr menschlich agierende KI-Kontrahenten machen das Taktieren spannend: Rottet der Spieler Soldaten vor der Grenze eines Nachbarlandes zusammen, wittert der betroffene Computergegner eine Attacke und verstärkt die Verteidigung. Gleichzeitig bemüht er sich bei anderen Nationen um ein Verteidigungsbündnis. Dann ist im Falle eines Militärschlages ein Konflikt mit gleich zwei Ländern zu befürchten.
Ebenfalls taktisch, aber in Echtzeit, laufen die eigentlichen Schlachten ab: Auf riesigen 3D-Karte mit Wäldern, Dörfern und Straßen stehen sich Bataillone von mehreren hundert Musketieren, Reitern und Artilleristen in starren Linien- und Rechteckformationen gegenüber. Dann beginnt die Schlacht: Schützen stürmen in Gebäude und auf Hügel, von wo aus sie weiter schießen können. Milizkämpfer stehen bereit, um nahe Gegner abzufangen. Ein bedrohliches Donnern erklingt und Sekunden später reißen Kanonenkugeln eine Schneise in die Infanterielinien.
