Hyrule Warriors im Test - Fazit, Meinungen, Wertung

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Hyrule Warrior's für Wii U im Test - Was kann das Zelda-Spinoff?
Quelle: N-ZONE

Hyrule Warriors für Wii U im Test: Action Tolles Zelda-Spinoff oder nur ein müder Sandkastenklopper? Nach rund 100 Stunden Testlauf lichtet sich der Nebel auf dem Test-Schlachtfeld und bringt die Wahrheit ans Tageslicht. Wir haben den Zelda-Ableger der Dynasty Warriors-Macher getestet. Was das Wii U-Spiel im Zelda-Universum kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Krieg ist hässlich

Was sich mit ein paar Updates jedoch nicht so einfach wegretuschieren lässt, sind die vielen kleinen Mängel, welche die Mutterserie Dynasty Warriors seit Anbeginn plagen und auch vor Hyrule Warriors, trotz Nintendos wachsamen Augen, nicht Halt gemacht haben. Ein kurzer Blick auf den Startbildschirm, bei dem die Kamera langsam über die Ebene von Hyrule fährt, reicht schon aus, um die grafischen Mängel des Spiels zu erkennen. Im Kampf selbst wird die Befürchtung dann offensichtlich. In die Jahre gekommene Texturen, unsaubere Übergänge bei Objekten in der Umgebung und eine in die Knie gehende Framerate, sobald der Bildschirm vor Gegnern nur so überquillt, sind nur ein paar der technischen Probleme, denen ihr euch in Hyrule Warriors stellen müsst.

Richtig fatal wird es im lokalen Koop-Modus, wo das Spielgeschehen zwischen TV und Gamepad aufgeteilt und die Grafikleistung heruntergeschraubt wird. Das Resultat erreicht dann in den schlimmsten Fällen PS2- Niveau und machte das kooperative Schnetzeln immer wieder zur Tortur, weil das Gegneraufkommen radikal dezimiert wurde und neue Feinde aus dem Nichts vor der eigenen Nase auftauchten. Zugute halten kann man Hyrule Warriors jedoch die optische Gestaltung der Spielwelten, die sich architektonisch oftmals nahe an der Vorlage befindet, auch wenn es hier eindeutig qualitative Unterschiede gibt. Siegelhain und Todesberg sehen klar eine Spur schlechter aus als zum Beispiel der Tempel der Seelen oder die Gerudo-Wüste. Hervorragend gelungen sind den Machern hingegen das Charakterdesign und die akustische Untermalung – ob nun Eigenkreationen oder Metal-Remixes der bekannten Musikstücke.

Eine Ausnahme bildet hier vielleicht Lana, die sich als Anime-Girlie mit dem Bewegungsrepertoire eines J-Pop-Idols doch ein wenig zu sehr von der restlichen Heldenriege abhebt. Überhaupt sind es all die Zelda-typischen Elemente des Spiels, die Hyrule Warriors trotz seiner eklatanten Mängel am Ende zum sicheren Spielspaß- Ufer geleiten. Das Zerschneiden der Grasbüschel, wo plötzlich grüne Magie-Fläschchen herausploppen. Der benötigte große Schlüssel für die gegnerische Festung am Ende. Links verschwiegene Art und wie er das Reden lieber seiner Fee überlässt. Die über das Schlachtfeld fegende Hühnerhorde, die ihr durch ein paar Schwerthiebe zu viel verärgert habt. Der Einsatz von Bogen, Bumerang oder Enterhaken gegen fette Monster. Die Liste könnte noch lange so weitergehen, doch ihr solltet wissen, worauf wir hinauswollen: Hyrule Warriors ist ein prima Spin-off mit jeder Menge Zelda-Fanservice geworden, auch wenn es nicht an das durchdachte Spieldesign eines "echten" The Legend of Zelda herankommt. Doch wo hat man schon mal die Gelegenheit, mit dem fies lachenden Ganondorf durch die Regimenter Hyrules zu wüten? Eben, nirgendwo!

Der Abenteuer-Modus in Hyrule Warriors

Der Abenteuer-Modus in Hyrule Warriors (1) Quelle: N-ZONE Der Abenteuer-Modus in Hyrule Warriors (1) Ein jedes Zelda hat abseits der Hauptgeschichte immer jede Menge Zusatzinhalte auf dem Buckel. Hyrule Warriors möchte mit dieser Tugend nicht brechen. Und tut es dank des umfangreichen Abenteuer-Modus auch nicht, der euch noch um einige Dutzend Stunden länger an die Wii U fesseln wird. Auf dass alle Skulltulas euch gehören mögen! Wer nach rund zehn bis fünfzehn Stunden mit dem Story-Modus von Hyrule Warriors durch ist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nicht genug von dem Spiel haben. Erst recht nicht Zelda-Fans, die mit anderen Titeln ihrer Lieblingsreihe ansonsten immer weit länger beschäftigt sind. Für all jene, die nach dem Abspann noch nicht genug haben, wurde der Abenteuer-Modus ins Spiel integriert. Satte 128 Missionen warten auf ebenso vielen Schlachtfeldern darauf, von euch erfolgreich absolviert zu werden. Nicht immer habt ihr hier die freie Auswahl beim Charakterbildschirm: Oft wird euch der Kämpfer samt Waffe fest vorgegeben, was bei schweren Stages mit noch unerfahrenen Helden anfangs für Probleme sorgen könnte.

Um das nächstgelegene Areal betreten zu dürfen, ist ein Sieg jedoch unabdingbar. In gnädigen Fällen reicht dafür eine niedrige C-Bewertung, in ertragreiche Gegenden schafft ihr es jedoch nur mit einem goldenen A-Ranking. Für die auf der Karte versteckten Belohnungen reicht es zudem nicht aus, einfach nur die Mission erfolgreich zu beenden. Damit prestigeträchtige Level-3-Waffen in eurer Kammer landen, müsst ihr sie mit aus The Legend of Zelda entnommenen Gegenständen freischalten. Diese wiederum gibt es ebenfalls als Belohnung für bestandene Abenteuer-Missionen, Voraussetzungen erfüllen müsst ihr dafür aber nicht. Damit ihr auch wisst, wo Bomben und Eispfeile eingesetzt werden müssen, benötigt ihr zusätzlich noch einen Kompass, der verdächtige Stellen aufdeckt. Die aus The Legend of Zelda entnommene Karte ist nicht das einzige Areal, das zum Erkunden einlädt. Sammelt ihr fleißig die versteckten Skulltulas, könnt ihr insgesamt fünf Bonusbilder und damit verknüpfte Extra-Karten freischalten. Was euch wohl am Ende von ihnen erwartet?

Meinungen

Wertung zu Hyrule Warriors (WiiU)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Gute Mischung der bekanntesten Zelda-FigurenViele Features der Zelda-Serie sinnvoll implementiertDer Abenteuer-Modus birgt viel LangzeitmotivationMetal-Soundtrack passt sehr gut zum Spiel
Technisch wie grafisch ziemlich altbackenMonotones Gemetzel von doofen KI-Meuten
Fazit

„Kein Meisterwerk, wohl aber ein gelungenes Spin-off wie schon lange nicht mehr.“

Bildergalerie

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