Monitore: Reaktionszeit, Input-Lag und Hertz

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Special Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Welche Monitore für Gamer am besten geeignet sind, erfahrt ihr in unserem Hardware-Special. Wir erklären wichtige Begriffe rund um die Technik von Monitoren und geben auch Kauftipps im Preisbereich von 150 bis 300 Euro.

Reaktionszeit und Input-Lag

Die Reaktionszeit beschreibt, wie schnell ein Pixel seine Farbe wechseln kann. Vor allem für schnelle Bewegungen auf dem Bildschirm müssen Pixel ihre Farbe sehr schnell ändern können – ansonsten wirkt das Bild schwammig, im Extremfall scheint es sogar "Geisterbilder" zu geben oder die Grafik zieht Schlieren hinter sich her. Vorsicht gilt dabei bei den Werten, die Hersteller für die Reaktionszeit angeben: hier werden oft Werte für den absoluten Optimalfall genannt, die in der Praxis aber so gut wie nie vorkommen. Eine Art "Durchschnittswert" findet man in der Regel nicht. Aber wir können beruhigen: die Reaktionszeit war vor einigen Jahren noch ein großes Problem, so dass genaue Messwerte zum Beispiel aus aufwendigen Tests wichtig waren. Heutzutage sind aber im Grunde genommen alle modernen Monitore bei ihrer Reaktionszeit schnell genug, um einen ungetrübten Spielspaß zu gewährleisten – zumindest wenn ihr ein Modell mit dem weit verbreiteten TN-Panel nehmt (mehr dazu später).

Bei einer Herstellerangabe von bis etwa 6ms (Millisekunden) macht ihr definitiv nichts falsch. Nicht verwechseln sollte man die Reaktionszeit mit dem Input-Lag. Letzterer beschreibt, ob es zwischen dem Zeitpunkt, zu dem das Bild der Grafikkarte beim Monitor ankommt, und dem Zeitpunkt, zu dem das Bild auf dem Monitor erscheint, unabhängig von der Reaktionszeit der Pixel eine weitere Verzögerung hinzukommt Eine solche Verzögerung gibt es oft bei LCD-TVs, wenn dort "Bildverbesserungs"-Features aktiv sind. Ein solches Lag bemerkt man im Extremfall dadurch, dass man zum Beispiel die Maus bewegt und der Mauszeiger auf dem Bildschirm erst deutlich später reagiert. Bei PC-Monitoren spielen Input-Lags allerdings in aller Regel keinerlei Rolle.

Hertz (Bildwiederholfrequenz)

Die überragende Mehrheit an Monitoren arbeitet mit 60 Hertz Bildwiederholfrequenz. Dies sagt aus, dass pro Sekunde 60 verschiedene Bilder dargestellt werden können. Schafft euere Grafikkarte bei einem Spiel also mehr als 60 Bilder pro Sekunde, dann werdet ihr einige der berechneten Bilder gar nicht zu Gesicht bekommen. Schafft die Grafikkarte wiederum weniger als 60 Bilder pro Sekunde, bleiben einige der Bilder einfach länger auf dem Bildschirm. Bei Röhrenmonitoren stellt ein Monitor mit 60 Hertz wirklich 60 komplett NEC EA243WM Quelle: Archiv NEC EA243WM neue Bilder pro Sekunde dar, wobei zwischen den angezeigten Bildern der Bildschirm kurz leer ist. Auch wenn wenn sich am anzuzeigenden Bild gar nichts verändert, baut ein Röhrenmonitor das Bild bei 60 Hertz 60 mal neu auf. Daher kommt auch das Flimmern bei Röhrengeräten vor allem bei niederigeren Bildwiederholfrequenzen. LCD/LED-Monitore arbeiten aber anders: hier leuchten die Pixel einfach weiter, bis sie den Befehl für einen Farbwechsel bekommen. Kommt eine neue Bildinformation an, Wechseln die Pixel lediglich ihre Farbe, aber es findet kein neuer Bildaufbau von Grund auf statt. Daher flimmern LCD/LED-Monitore auch nicht. Bei 60 Hertz können eben 60 verschiedene Bilder dargestellt werden - ändert sich aber nichts am Bildsignal der Grafikkarte, dann leuchten die Pixel einfach unverändert weiter.

Einige User schwören auf Monitore mit 120 statt "nur" 60 Hertz. Vor allem für 3D kamen in letzter Zeit einige Modelle mit 120 Hertz auf den Markt. 3D benötigt pro Auge jeweils abwechselnd ein Bild, und wer ein Spiel nicht nur mit effektiv 30 Bildern pro Sekunde spielen will, was im Gegensatz zu einem Film in der Regel als "ruckelig" wahrgenommen wird, benötigt für die 3D-Variante von Nvidia Monitore mir zwei Mal 60, also 120 Hertz. Doch auch ohne 3D bieten 120 Hertz einen Vorteil: das Bild wird ruhiger, einige Gamer empfinden 120 Hertz als deutlich angenehmer, beinah schon unersetzlich zum Spielen. Es gibt aber auch etliche Leute, die keinen Unterschied bemerken oder denen zwar ein kleiner Unterschied auffällt, der aber den Aufpreis nicht wert ist. Denn 120-Hertz-Monitore sind teurer im Vergleich zu ansonsten ähnlich guten Modellen mit 60 Hertz.

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  1. Seite 1 Monitore: Format, Diagonale und Kontrast
  2. Seite 2 Monitore: Reaktionszeit, Input-Lag und Hertz
  3. Seite 3 Monitore: Panel-Arten
  4. Seite 4 Monitore: Kauftipps bis 200 Euro
  5. Seite 5 Monitore: Kauftipps über 200 Euro
    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von springenderBusch
        Mein Fazit aber bleibt : Der Monitor hat zwar ein richtig tiefes Loch in meine Brieftasche gegraben, ist aber jeden einzelnen Cent seiner 460 € wert. Ich bereue keine Sekunde soviel Geld auf den Tisch gelegt zu haben.
        Schon meiner Gesundheit zu liebe.
        Klar, wenn es Dir wegen der Hz viel besser vorkommt und sogar gesundheitlich hilft, ist das gut - ich selber sitze stundenlang am TFT und hab keine Probleme ;) und ich bin schon 38 :-B vlt. war dein erster TFT auch einfach nur Müll...? ^^

        Nur die Sache mit dem Flimmern ist technisch halt bei TFT gar nicht vorhanden - wenn es mit der cam aufgenommen flimmert, hat das andere Gründe - das ist alles. :)
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von springenderBusch
        Mein Fazit aber bleibt : Der Monitor hat zwar ein richtig tiefes Loch in meine Brieftasche gegraben, ist aber jeden einzelnen Cent seiner 460 € wert. Ich bereue keine Sekunde soviel Geld auf den Tisch gelegt zu haben.
        Schon meiner Gesundheit zu liebe.
        Klar, wenn es Dir wegen der Hz viel besser vorkommt und sogar gesundheitlich hilft, ist das gut - ich selber sitze stundenlang am TFT und hab keine Probleme ;) und ich bin schon 38 :-B vlt. war dein erster TFT auch einfach nur Müll...? ^^

        Nur die Sache mit dem Flimmern ist technisch halt bei TFT gar nicht vorhanden - wenn es mit der cam aufgenommen flimmert, hat das andere Gründe - das ist alles. :)
      • Von springenderBusch Mitglied
        Verstehe dich schon und auch den Artikel.

        Ach so, der Artikel ist gut. Man muß ja auch mal loben. :-D
        Einfach und verständlich.

        Aber der Unterschied von den 60 Hz zu den 144 Hz ist für mich offensichtlich ( auch bei der neuen Bildaufbautechnik ) trotzdem in irgendeiner Weise erkennbar und vor allem auch körperlich spürbar, da ich jetzt wesentlich entspannter über lange Zeiträume vor dem Monitor sitzen kann.
        Es mögen da bestimmt auch noch die besseren Farb-, Leucht-,Kontrast-,Reaktions- und Helligkeitswerte eine Rolle spielen.

        Mein Fazit aber bleibt : Der Monitor hat zwar ein richtig tiefes Loch in meine Brieftasche gegraben, ist aber jeden einzelnen Cent seiner 460 € wert. Ich bereue keine Sekunde soviel Geld auf den Tisch gelegt zu haben.
        Schon meiner Gesundheit zu liebe.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von springenderBusch
        Tante Edit : Wenn ich beide Monitore laufen lasse und mit meiner Digicam " beobachte " sieht man einen deutlichen Unterschied. Die 60 Hz flimmern extrem.
        Ein TFT kann nicht flimmern, der leuchtet immer nur. Das Flimmern kommt wohl von Deiner Cam, weil die teilweise nicht synchron mit den Bildern aufnimmt, die vermutlich von den "FPS" her gar nicht zu denen der cam passen, und bei dem Monitor mit mehr Hz sind es einfach mehr Bilder, so dass das nicht so auffällt.

        Wenn Du aber ein Standbild nimmt, dann kann der 60Hz-LCD auch mit der Cam aufgenommen nicht flimmern, und wenn doch, dann ist der Monitor nicht in Ordnung. Bei nem CRT hingehen sind halt wirklich zwischendurch auch mal schwarze Bilder, und DIE verursachen das Flimmern vor allem auch bei CamAufnahmen, weil die cam da immer auch mal ein schwarzes Bild mitaufnimmt, dann zeigen von den zB 25 FPS der CAM 3-4 Bilder ein schwarzes oder zumindest teilweise schwarzes Monitorbild, und das zeigt sich durch Flimmern.

        Ich hab grad mal testweise meinen LCD mit ner normalen Fotocam-Videocam aufgenommen, da flimmert nix. Und ich hab nen normalen 60HZ-TFT 24 Zoll seit 3 Jahren für damals ca 150€


        Ein Monitor für ca 450€ wäre natürlich auch dann eine Offenbarung gegenüber einem für nur zB 120€, wenn er 60Hz hätte ;) klar haben die mehr Hz für manch einen auch Vorteile, aber ob es bei gleichteuren 60Hz vs 120Hz-Modellen auch noch ein sooo großer Unterschied ist...?
      • Von springenderBusch Mitglied
        Als ich vor zwei Jahren zwangsläufig von meinem guten CRT mit 85 Hz ( Tod durch Altersschwäche ) auf einen Flachbild mit 60 Hz umsteigen mußte, war das ein Tritt in´s Gesicht.
        Stellenweise bin ich hellwach an den Monitor und war nach einer Stunde komplett fertig mit der Welt.
        Aus diesem Grund habe ich jetzt wieder richtig das Konto geplündert und mir einen guten Monitor geholt.
        ASUS VG278 mit 144 Hz.
        Das ist förmlich eine Offenbarung.
        Meinen Augen und meinem Kopf geht es auch nach einem ganzen Tag vor dem Monitor noch gut ( abgesehen davon daß man natürlich irgendwann trotzdem müde wird ).

        Mein Fazit : Auch bei Flachbild LCD TFT LED rabarberlablab nichts unter 100 Hz.

        Tante Edit : Wenn ich beide Monitore laufen lasse und mit meiner Digicam " beobachte " sieht man einen deutlichen Unterschied. Die 60 Hz flimmern extrem.
      • Von doomkeeper Mitglied
        Wie fast sonst immer auch im Leben.... Wer einmal spart zahlt doppelt ;-)

        Vor allem im Technik Bereich sollte man selten im günstigstem Bereich suchen.
        120 HZ Monitore sind leider etwas teuer aber selbst da sollte man sich
        ein wenig informieren und nicht jeden x-beliebigen 120 HZ Monitor kaufen (vor allem nicht sofort beim günstigsten zuschlagen)

        Ich kann für ernsthafte Gamer den Benq XL2420T nur wärmstens ans Herz legen.
        Lediglich Profi GrafikDesigner sollten sich nach anderem Monitor umschauen weil der Monitor
        nicht dafür gedacht ist.
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