Hochseefischen: Die Simulation im Test: Fischer Fritze fischt frische Fische
Einmal der Kapitän auf seinem eigenen Fischkutter sein. Hier können Sie es üben.
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Mit Hochseefischen: Die Simulation erleben Sie den Nervenkitzel des Hochseefischens am eigenen PC. So steht es vollmundig auf der Verpackung und soll den Kunden neugierig machen, die zwölf Schauplätze im eigenen Wohnzimmer zu erkunden. Aber nicht nur verschieden Gegenden versprechen Abwechslung, auch jede Menge unterschiedliches Getier, von der Garnele bis zum Thunfisch, warten nur darauf ins Netz zu gehen. Wer guten Fang macht, kann natürlich auch seinen bescheidenen Kutter ausrüsten oder sich irgendwann ein besseres Schiff leisten.
Ehe man auf große Fahrt geht, sollte man sich nach der geeigneten Besatzung umsehen. Der Hersteller hat schon sieben Seeleute für euch angeheuert. Hier sollte man vorsichtig sein. Wer einmal ein Besatzungsmitglied falsch anklickt, hat es schnell versehentlich gefeuert. Ihn wieder einzustellen ist dann leider nicht möglich - nur der Hersteller weiß warum.
Stimmt die Mannschaft, hat sich der Kapitän noch um viele andere Kleinigkeiten zu kümmern. Das Schiff muss mit Ausrüstung bestückt, lackiert und benannt werden. Danach kann aber wirklich Fahrt aufgenommen werden.
Dank Fischsonar sind geeignete Plätze relativ leicht auszumachen und wenn das Wetter mitspielt steht einem erfolgreichen Fang dann nichts mehr entgegen.
Und genau hier fangen die Probleme an. Die "verschiedenen" Landschaften ähneln sich sehr und bieten kaum Abwechslung. Auf dem offenen Meer sieht erwartungsgemäß eh alles gleich aus. Die Grafik kann nur als ausgesprochen bescheiden und nicht mehr zeitgemäß bezeichnet werden. Lediglich das Wasser sieht sehr realistisch aus.
Was jetzt genau der daran Spaß sein sollte, auf dem offenen Meer nach Fischschwärmen zu fahnden und mit ausgefahrenem Netz darüber zu kreuzen, ist auch noch nicht geklärt.
Kommen wir zum Thema Realismus. Ich habe zwar wenig Ahnung von Kuttern aber dass man damit beliebig oft gegen Felsen und Klippen stoßen kann, ohne dass sich am Boot irgendetwas ändert, erscheint mir nicht sehr realistisch. Mit Vollgas (entsprach bei meinem Kahn ca. 2,7 Knoten) gelang es mir auch beim ersten Versuch am Pier anzulegen, was vermutlich im richtigen Leben auch etwas anders ausgehen dürfte.
Spätestens hier sollte man sich fragen, ob man seine Zeit nicht sinnvoller verbringen könnte und sich vom gesparten Geld ein paar Garnelen kauft.
