Der Angriff der Echtzeit-Schotten scheitert an disziplinlosen Kämpfern.

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Die schottischen Warlords ziehen eindrucksvolle Flammenwände hinter ihrem Schlachtross her. Pech nur, dass unsere Waldläufer Reitersperren errichtet haben. Die schottischen Warlords ziehen eindrucksvolle Flammenwände hinter ihrem Schlachtross her. Pech nur, dass unsere Waldläufer Reitersperren errichtet haben. Wer Braveheart gesehen hat, kennt die Story: Die Schotten mussten sich in ihrer bewegten Geschichte allerhand Invasoren erwehren, darunter der Wikinger und der letztendlich siegreichen Engländer. Wenn sie nicht gerade Fremde verdroschen, gaben sich die einheimischen Clans gegenseitig eins auf die Mütze. Einen Teil der Historie der Rockträger erleben Sie in Highland Warriors. Als Oberhaupt der MacCay, MacDonald, Cameron oder der Engländer führen Sie Ihr Völkchen in einen Echtzeit-Krieg, der sich über vier Kampagnen mit insgesamt 30 Missionen erstreckt.

Aufbauen, aufrüsten, angreifen - am bekannten Schema ändert Data Beckers Highland Warriors kaum etwas. Zu den wenigen Neuerungen gehört, dass nicht nur Kämpfer Erfahrungspunkte gewinnen, sondern auch Arbeiter. Hackt Ronald MacDonald lange genug Holz, darf er sich Meister nennen und schuftet schneller als die unausgebildeten Kollegen. Allerdings ist er dafür langsamer, wenn er beispielsweise bei der Ernte aushelfen soll. Ebenfalls ungewöhnlich: Einige Szenarien erstrecken sich über mehrere Jahreszeiten. Im Winter liefern die Getreidefelder keinen Ertrag. Ihre Bauern müssen Sie dann zum Beerensammeln in den Wald schicken oder die zuvor hoffentlich gezüchteten Rinder schlachten.

All das Wirtschaften dient schließlich dazu, eine Armee aufzustellen und mit ihr die verfeindeten Clans von der Karte zu tilgen. Da galoppieren Panzerreiter gegen Speeträger und Nahkämpfer schwingen todbringende Äxte gegen magiebegabte Druiden. Die meisten Truppentypen haben besondere Fähigkeiten. So verstecken sich Belagerungsschützen hinter großen Schilden und Waldläufer machen sich kurzzeitig unsichtbar oder stellen Reitersperren auf. Nur wenige Missionen verlassen das übliche Echtzeit-Schema von Aufbau und Massenschlachten. Dabei sind gerade solche Kommandoeinsätze spannend. Etwa wenn Sie sich mit einem kleinen Trupp Bogenschützen ungesehen in eine gegnerische Festung einschleichen sollen, um Gefangene zu befreien.

Dass größere Gefechte weniger Spaß machen, liegt vor allem an den strohdoofen Einheiten, die mit schöner Regelmäßigkeit an Hindernissen hängen bleiben oder sich trotz Formationsbefehl bei Feindkontakt in alle Himmelsrichtungen zerstreuen. Während die KI-Programmierer noch einmal Nachhilfestunden nehmen sollten, können sich die Urheber der Grafik-Engine rühmen, fast auf dem gleichen Niveau wie die Age of Mythology-Macher zu coden. Schade, dass die verwaschenen, langweiligen Texturen und die hakeligen Animationen dem hohen Detailgrad der Polygonkrieger und Gebäude nicht gerecht werden. Besonders deutlich wird das in den zahlreichen 3D-Zwischensequenzen, die nicht nur Aufgaben erläutern und die Geschichte fortführen, sondern auch ab und an während einer Mission Ereignisse kommentieren.

Bildergalerie: Highland Warriors
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Wertung zu Highland Warriors (PC)

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7.0 /10

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