Ein Mann und eine Stimme - was man da herausholen kann, ist schon erstaunlich. Eine feine Gesellschaftssatire mit Hintersinn.
(Bild: Warner)
Seit seine Ehe gescheitert ist, lebt Theodore in den Tag hinein. Bis er sich ein neues mobiles Betriebssystem anschafft: Samantha, wie es sich nennt, ist fortan die ihm überallhin folgende Stimme in seinem Ohr. Sie begleitet seinen Alltag, gibt Ratschläge, bringt ihn zum Lachen – und weckt Gefühle ihn ihm, die er lange nicht mehr kannte. Doch dann wird das virtuelle Glück von der Realität überraschend eingeholt ...
Regisseur Spike Jonze hat sich mit Being John Malkovich und Adaption einen Namen als Meister des surrealen Selbstfindungstrips geschaffen. Nun entführt er in eine nahe Zukunft – oder ist sie gar schon da? – und hält einer immer mehr in digitale Welten abgleitenden Gesellschaft den Spiegel vor. In seinem romantisch angehauchten Drama, das fast wie ein Hörspiel funktioniert, wird viel geredet, stehen Gefühle und Intimität im Mittelpunkt – und trotz aller Utopie dürften sich viele darin wiederfinden. Ein faszinierendes Lehrstück menschlicher Reflexion. (Autor: Chris Knight)
