PC-Frühjahrsputz: Praxistipps und Grafikkarte plus Lüfter reinigen

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PC-Frühjahrsputz: Praxistipps und Grafikkarte plus Lüfter reinigen
Quelle: PC Games Hardware

Im Frühjahr steht in vielen Haushalten ein Großreinemachen an - wir geben euch Tipps speziell zum Saubermachen eures PCs. Hier spielt vor allem Staub eine Rolle, der sich im Inneren des PCs ansammelt. Wir geben auch Tipps zum CPU-Kühler-Abbau, dem Erneuern von Wärmeleitpaste und einem Kühlerwechsel. Obendrauf gibt es eine CPU-Kühler-Marktübersicht.

Praxistipps für die Reinigung

Für Kunststoff oder metallische Bauteile, die nichts mit Leiterbahnen, Chips und so weiter zu tun haben, könnt ihr ein feuchtes Tuch verwenden. Das Wasser kann ein wenig Spülmittel enthalten, es geht aber auch ohne Spülmittel. Mit dem Tuch macht zum Beispiel das PC-Gehäuse (außen und innen), die eventuell vorhandenen Staubschutzgitter oder auch die Lüfter-Rahmen und Rotorblätter der Lüfter sauber. Auch das Gehäuse der Grafikkarte gehört dazu. Wer auf Nummer Sicher gehen will, dass keinerlei Korrosion entsteht, kann in einer zweiten Schüssel destilliertes Wasser nehmen und ein damit angefeuchtetes Tuch oder Küchenpapier zum Nachwischen verwenden oder auch direkt ausschließlich das destillierte Wasser nutzen. Ebenfalls hilfreich kann an manchen Stellen ein Wattestäbchen sein. Für die elektronischen Bauteile könnt ihr destilliertes Wasser oder auch Isopropanol benutzen.

Bevor ihr aber zu sehr mit Feuchtigkeit vorgeht, könnt ihr es an einigen Stellen auch mit einem Pinsel versuchen und den Staub entfernen. Auch ein nicht zu starker Staubsauger mit passendem Aufsatz ist eine Option, oder, wenn ihr den Staub gezielt wegblasen könnt: Druckluft. Allerdings haftet Staub manchmal stark, sodass man doch mit Tuch, Pinsel oder Mini-Bürsten heranmuss. Schon ab etwa fünf Euro gibt es solche Bürstensets wie dieses hier bei unserem Partnershop Amazon mit mehreren Bürsten von 2 bis 25 Millimetern Durchmesser.

Diese eignen sich besonders gut, um den Staub zwischen den Kühlrippen eines CPU-Kühlers zu entfernen. Alternativ funktioniert auch ein Zahnstocher oder eine dickere Nadel. Optimal ist es natürlich, wenn ihr euch die Mühe macht, alle Teile auszubauen. Allerdings ist dies natürlich aufwendig. Trotzdem ergibt es Sinn, dass ihr zumindest bei jeder zweiten Großreinemachen-Aktion die Gehäuselüfter, die Grafikkarte und den CPU-Kühler ausbaut. Vor allem, falls ihr einen klassischen Luftkühler für die CPU habt, kann sich dort nämlich viel Staub sammeln, den man schwer herausbekommt, wenn der Kühler im Gehäuse verbleibt.

Grafikkarte und (Gehäuse)Lüfter reinigen

Dieselbe Methode könnt ihr auch bei der Kühlung eurer Grafikkarte durchführen - allerdings ist das Abmontieren des Kühlergehäuses bei manchen Modellen recht schwierig. Vor allem versteckte Kabel und Schrauben können hier ein Hemmschuh sein.

Verstaubter Lüfter Quelle: Antonio Funes Ein freigelegter Grafikkarten-Lüfter, links verstaubt, rechts vom Staub befreit. Bevor ihr etwas beschädigt, belasst dann lieber beim Reinigen der von außen zugänglichen Teile. Falls ihr es aber schafft, das Gehäuse abzumontieren, werdet ihr Lüfter der Grafikkarte freilegen und könnt diese problemlos ebenfalls reinigen. Manchmal sind die Lüfterblätter sogar abnehmbar. Da es bei Grafikkarten keinen separaten Lüfterrahmen gibt, weil das Grafikkarten-Gehäuse den Rahmen darstellt, kommt ihr also recht gut an die Flächen der Lüfterblätter heran und könnt ein feuchtes Tuch oder Küchenpapier dafür nehmen. Auch ein Pinsel kann ausreichen, wenn der Staub nicht besonders stark haftet.

Bei den Gehäuselüftern ist es wegen des Rahmens nicht ganz so einfach, an die Blätter heranzukommen. Am besten putzt ihr ein einzelnes Lüfterblatt, an das ihr gut herankommt, und dreht dann jeweils um Lüfterblatt weiter, um das nächste zu reinigen. Wichtig bei Lüftern ist, dass ihr deren Lüfterblätter auf keinen Fall schnell und länger drehen solltet - Druckluft ist daher Tabu. Denn durch die Drehung kann ein Strom induziert werden, der eine eingebaute Steuerung lahmlegen kann. Sollte der Lüfter am Mainboard oder der Grafikkarte angeschlossen sein, ist sogar ein Defekt beim Mainboard oder der Grafikkarte möglich. Zu guter Letzt noch ein Wort zu Radiatoren: Diese sind Bestandteil einer All-in-One-Wasserkühlung oder auch einer selbst zusammengestellten Wasserkühlung. Dabei sind die Kühlrippen und -lamellen oftmals noch filigraner als bei CPU-Kühlern - hier gilt es, besonders vorsichtig zu sein, damit ihr die Lamellen nicht verbiegt.

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