PC-Zusammenstellungen und Aufrüsten: acht PCs von 500 bis 1700 Euro
Solide Spiele-PCs sind ab etwa 500 Euro umsetzbar - wir haben einige Tipps zum PC-Zusammenstellen sowie acht passende Konfigurationen von 500 bis 1700 Euro für euch zusammengestellt, die natürlich auch als Vorlage für eine Aufrüstung taugen.
Acht PCs von 500 bis 1700 Euro
Unsere PCs dienen als Vorschläge für das, was ihr für die jeweiligen Preisklassen an Hardware zusammenstellen könnt, um ein gutes Preis-Leistungsverhältnis zu erhalten. Bei den teureren PCs werden wir dabei tendenziell zu etwas hochwertigeren Basis-Komponenten (Gehäuse, Netzteil, Festplatte und so weiter) greifen, deren Aufpreis aber die Leistung nicht beeinflusst - wer ein absolut optimales Preis-Leistungsverhältnis erreichen will, kann also auch eine teure CPU und Grafikkarte mit einem günstigen Gehäuse, Netzteil, kleinerer Festplatte und so weiter kombinieren.
In diesem Artikel
Beim Mischen der Komponenten müssen lediglich CPU und Mainboard über den gleichen Sockel verfügen, außerdem muss je nach Mainboard-Modell DDR3- oder DDR4-RAM verwendet werden. Ansonsten kann theoretisch wild getauscht werden - wer möchte, der kann auch unsere Einsteiger-PCs mit einem Edel-Gehäuse, riesiger SSD und einem Silent-Kühler versehen, zahlt aber dann natürlich den entsprechenden Aufpreis, ohne an Leistung zu gewinnen.
Für alle Komponenten gilt zudem: es sind nur Vorschläge - ihr müsst nicht das exakt gleiche Mainboard-, RAM- oder Grafikkarten-Modell nehmen, allein da die Preise schwanken können. Wichtig ist die Kombination aus CPU und Grafikkarten-Grundtyp (zum Beispiel allgemein Nvidia GTX 960 oder AMD R9 390, ohne sich auf einen genauen Hersteller wie Asus oder Sapphire festzulegen).
Einsteiger-PCs für 500 Euro
Unser Vorschlag auf AMD-Basis bedient sich eines FX-Achtkerners, der sich im Standardtakt zwar zurückhält, beim Turbotakt aber auf das Niveau eines deutlich teureren FX-Prozessors aufdreht. Dafür kostet der FX-8320E nur 120 Euro. Mit einer AMD R7 370 als Grafikkarte ergibt sich in der Summe ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, und durch die CPU mit ihren acht Kernen lassen sich bei Bedarf auch deutlich stärkere Grafikkarten nutzen.
Quelle: XFX
XFX R7 370 DD
Bei unserer Intel-Variante ist die CPU zwar meistens leicht im Nachteil, was Gaming angeht - dafür habt ihr mit Intels Sockel 1151 aber auch die Option, in den nächsten ein bis drei Jahren noch auf eine extrem starke CPU umzurüsten. AMDs Sockel AM3+ hingegen wird auslaufen - eine Aufrüstung der CPU wird sich hier nicht mehr rentieren. Zudem ist im Intel-PC zum Ausgleich eine etwas stärkere Grafikkarte eingebaut: die Nvidia GTX 950. Um unter 500 Euro zu bleiben, verwenden wir den bei der CPU mitgelieferten Intel-Kühler, der durch den relativ geringen Strombedarf und somit recht wenig Abwärme aber durchaus leise arbeiten kann. Ebenfalls zugunsten des Gesamtpreises verzichten wir bei beiden PCs auf eine SSD. Wer aber noch 40 Euro übrig hat, sollte diese unbedingt in den schnellen Flashspeicher investieren. Ebenso haben wir lediglich acht Gigabyte Arbeitsspeicher vorgesehen, was aber auf absehbare Zeit noch gut ausreicht. Da RAM viel einfacher auch später noch nachzurüsten ist als eine SSD, für die eine Windows-Neuinstallation anzuraten wäre, empfehlen wir - falls ihr 30 bis 40 Euro übrig habt - natürlich eher den Kauf einer SSD als das Aufstocken des RAMs.
| Einsteiger PC AMD 500 Euro | Preis ab | Einsteiger PC Intel 500 Euro | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|
| AMD FX-8320E (8x 3,2 GHz) | 120 Euro | Intel Core i3-6100 (2x 3,7 GHz) | 115 Euro | |
| Gigabyte GA-970A-DS3P | 70 Euro | MSI B150M Pro-VDH | 70 Euro | |
| 1x8GB G.Skill Value DDR3-1600 CL11 | 30 Euro | 1x8GB Crucial DDR4-2133 CL15 | 25 Euro | |
| XFX Radeon R7 370 DD | 125 Euro | KFA² GTX 950 OC | 145 Euro | |
| Sharkoon VS4-W | 35 Euro | Cooltek K2 3.0 | 35 Euro | |
| Cooler Master B500 ver.2 500W | 45 Euro | Thermaltake Hamburg 530W | 50 Euro | |
| Toshiba DT01ACA 1000GB | 45 Euro | Seagate Desktop HDD 1TB | 50 Euro | |
| keine | 0 Euro | keine | 0 Euro | |
| Arctic Freezer 7 Pro Rev 2 | 20 Euro | Intel Box-Lüfter | 0 Euro | |
| Gesamtpreis | 490 Euro | Gesamtpreis | 490 Euro |
Mittelklasse-PCs für 750 Euro
Für unsere Mittelklasse-PCs haben wir wieder je einen PC auf AMD- und Intel-Basis als Vorschlag. Beim AMD-Mittelklasse-PC setzen wir auf einen FX-8350, der bereits einen hohen Grundtakt hat. Trotzdem ist der Intel Core i5-4460 aus unserem zweiten Mittelklasse-PC klar überlegen, wenn es um Spiele geht, da er trotz lediglich vier Kernen und einem viel geringeren Takt in der Summe effizienter arbeitet und den FX-8350 überholen kann.
Quelle: PC Games Hardware
Palit GTX 960 Jetstream
Im Gegensatz zu unseren Einsteiger-PCs verwenden wir SSDs sowie direkt 16 statt acht Gigabyte RAM. Wer hier bei acht Gigabyte bleibt und eine SSD mit nur 120 GB verwendet, der landet also beim Gesamtpreis unter der 700 Euro-Grenze. Die Grafikkarten unserer PCs sind zum einen die sehr stromeffiziente Nvidia GTX 960 - wichtig ist hier, dass sie vier Gigabyte Grafik-RAM bieten sollte. Zum anderen ist es die 20 Euro teurere AMD R9 380X, die stromhungriger ist, aber auch mit etwa 15 Prozent mehr Leistung aufwarten kann. Manch einer wird sich beim Blick auf den Core i5-4460 fragen: Warum schlägt man den alten Sockel 1150 und nicht eine CPU für den neueren Sockel 1151 vor? Die Antwort ist simpel: Bei gleichem Takt bieten die neuen Skylakes so gut wie keine Mehrleistung. Und im Falle der Core i5-Modelle wäre die zum Core i5-4460 vergleichbare Skylake-Variante (Core i5-6500) mindestens 35 Euro teurer. Wer trotzdem lieber die moderne Technik will, nimmt also den Core i5-6500 mit einem dazu passenden Mainboard (beispielsweise das Mainboard aus unserem Einsteiger-Intel-PC) sowie DDR4-RAM und zahlt den Aufpreis von etwa 40 Euro.
| Mittelklasse-PC AMD 750 Euro | Preis ab | Einsteiger PC Intel 500 Euro | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|
| AMD FX-8350 (8x 4,0 GHz) | 155 Euro | Intel Core i5-4460 (4x 3,2 GHz) | 165 Euro | |
| ASRock 990FX Extreme3 | 95 Euro | ASRock H97 Anniversary | 70 Euro | |
| 2x8GB Crucial Ballistix Sport DDR3-1600 | 55 Euro | 2x8 GB G.Skill Aegis DDR3-1600 | 60 Euro | |
| Palit GTX 960 Jetstream 4GB | 200 Euro | HIS Radeon R9 380X IceQ X² OC | 220 Euro | |
| LC-Power Pro-930W Alliance | 40 Euro | Antec GX500 | 45 Euro | |
| FSP Fortron/Source Hexa+ 500W | 50 Euro | be quiet! System Power 8 500W | 50 Euro | |
| Western Digital WD Blue 1000GB | 50 Euro | Western Digital WD Blue 1000GB | 50 Euro | |
| Adata SP550 240GB | 60 Euro | Crucial BX200 240GB | 60 Euro | |
| EKL Alpenföhn Ben Nevis | 25 Euro | Rajintek Themis | 25 Euro | |
| Gesamtpreis | 730 Euro | Gesamtpreis | 745 Euro |
Oberklasse-PCs für 1000 Euro
Für unsere Oberklasse-PCs haben wir ausschließlich Intel-CPUs vorgesehen. Dabei bieten wir eine Variante an, die auf Core i7-Technik setzt und somit durch Hyperthreading bei vier vorhandenen Kernen acht Threads verwalten kann, also wie eine Achtkern-CPU arbeiten kann.
Quelle: Gigabyte
Gigabyte GA-H97-HD3
Da die Core i7 aber über 300 Euro kosten, schlagen wie einen Xeon vor, und zwar den E3-1231 v3 für den Sockel 1150. Dieser ist in seiner Leistung beinah identisch zu einem Core i7-4770 oder Core i7-6700, es fehlt ihm lediglich ein klein wenig Takt sowie eine eigene Grafikeinheit. Dafür kostet er aber unter 250 Euro. Wir setzen hier übrigens auf den Sockel 1150, da für die Sockel 1151-Xeon-CPUs besondere, teurere Mainboards nötig sind - nur mit dem Sockel 1150-Xeon-Modell könnt ihr wirklich nennenswert sparen im Vergleich zu einem echten Core i7. Der zweite PC verfügt nur über einen Core i5, der aber dafür dank frei wählbarem Multiplikator sehr gut zu übertakten ist - daher auch das teurere Z170-Mainboard und DDR4-3000-RAM in unserer Konfiguration. Wer einen übertaktbaren Core i7 haben möchte, muss etwa 100 Euro mehr bezahlen (Core i7-6700k). Kommen wir zu den Grafikkarten: die AMD R9 390 ist ein wenig schneller und bringt großzügige acht Gigabyte Grafikspeicher mit - dafür verbraucht sie aber bei Last bis zu 100 Watt mehr als die Nvidia GTX 970, die wiederum nur vier Gigabyte Grafikspeicher besitzt, von dem nur 3,5 Gigabyte effektiv nutzbar sind. Welche der beiden Grafikkarten man wählt, muss man für sich selber entscheiden.
| Oberklasse PC ohne OC 1000 Euro | Preis ab | Oberklasse PC mit OC 1200 Euro | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|
| Intel Xeon E3-1231 v3 (4x 3,4 GHz) | 245 Euro | Intel Core i5-6600K (4x 4,0 GHz) | 230 Euro | |
| Gigabyte GA-H97-HD3 | 75 Euro | Asus Z170-K | 120 Euro | |
| 2x8GB Kingston HyperX Fury DDR3-1600 | 60 Euro | 2x8 GB GeIL Dragon DDR4-3000 | 65 Euro | |
| MSI R9 390 Gaming 8G | 330 Euro | Inno 3D GTX 970 Gaming OC | 300 Euro | |
| AeroCool Aero-800 | 55 Euro | Bitfenix Shinobi USB3.0 | 55 Euro | |
| XFX TS Gold Series 550W | 65 Euro | Corsair Vengeance 550M 550W | 65 Euro | |
| Seagate Desktop HDD 2TB | 70 Euro | Toshiba DT01ACA 2000GB | 70 Euro | |
| Toshiba Q300 240GB | 65 Euro | SanDisk Ultra II 240GB | 65 Euro | |
| EKL Alpenföhn Brocken ECO | 35 Euro | Scythe Mugen 4 | 40 Euro | |
| Gesamtpreis | 1000 Euro | Gesamtpreis | 1010 Euro |
Highend-PC für 1450 und 1700 Euro
Zum Abschluss haben wir noch zwei Beispiel für Highend-PC-Konfigurationen vorbereitet. Die CPU ist bei beiden PCs der übertaktbare Intel Core i7-6700k.
Quelle: Fractal Design
Achtung: das Fractal Design Define S hat keinen Einbauschacht für externe optische Laufwerke!
Zum teureren Sockel 2011-3 greifen wir nicht, da die CPUs teurer, aber (bis auf das 1000 Euro Top-Modell) in Spielen nicht schneller sind. Denn die Enthusiasten-CPUs bieten zwar mehr Kerne als die Core i7 für den Sockel 1151 - in Spielen nutzt dies aber rein gar nichts, im Gegenteil: durch den niedrigeren Takt ist der Core i7-5820K (380 Euro) teilweise sogar langsamer. Zudem kostet selbst das günstigste Mainboard für den Sockel 2011-3 mindestens 190 Euro. Beim Sockel 1151 ist selbst ein Modell für 150 Euro schon eher im oberen Preissegment anzusiedeln. Beim teureren der beiden PCs verwenden wir an einigen Stellen hochwertigere Komponenten, zum Beispiel auch beim CPU-Kühler - aber der Hauptgrund für den Preiszuschlag ist die GTX 980 Ti als Grafikkarte. Im günstigeren der beiden PCs ist eine AMD R9 Fury, die in etwa der Leistung einer Nvidia GTX 980 entspricht. Da letztere teilweise auch ab 450 Euro zu haben ist, könnt ihr als Nvidia-Fan natürlich auch zur GTX 980 greifen. Als Anhaltspunkt zur Einordnung der Leistung einer Nvidia GTX 980: ihr gewinnt etwa 30 bis 40 Prozent im Vergleich zu einer AMD R9 390 oder Nvidia GTX 970. Würdet ihr sie in einen unserer 1000-Euro-PCs einbauen, so ergibt sich ein Gesamtpreis von etwa 1300 Euro - der Aufpreis auf die Gesamtheit bezogen ist also in Ordnung.
| Komponente | Highend-PC Variante 1 - 1450 Euro | Preis ab | Highend-PC Variante 2 - 1700 Euro | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | Intel Core i5-6700K | 335 Euro | Intel Core i5-6700K | 335 Euro | |
| Mainboard | MSI Z170A Gaming Pro Carbon | 145 Euro | ASRock Z170 Extreme6 | 170 Euro | |
| Arbeitsspeicher | 2x8GB Corsair Vengeance LPX DDR4-3000 | 80 Euro | 2x8GB G.Skill Ripjaws V DDR4-3200 | 80 Euro | |
| Grafikkarte | Sapphire R9 Fury Nitro | 450 Euro | Gainward GTX 980 Ti Phoenix | 620 Euro | |
| Gehäuse | Fractal Design Define S | 75 Euro | AeroCool Xpredator X3 | 90 Euro | |
| Netzteil | be quiet! L8-CM 530W | 75 Euro | Seasonic G-550 550W | 85 Euro | |
| Festplatte | Toshiba DT01ACA 3000GB | 90 Euro | Seagate Desktop HDD 3000GB | 90 Euro | |
| SSD | Samsung Evo 850 500GB | 140 Euro | Crucial MX200 500GB | 140 Euro | |
| CPU-Kühler | be quiet! Dark Rock Advanced C1 | 50 Euro | Noctua NH-U14S | 70 Euro | |
| Gesamtpreis | 1440 Euro | Gesamtpreis | 1680 Euro |

für eine fast 2 jahre alte karte ist das deutlich zu teuer meiner meinung nach.
Mein Tipp daher: erst mal abwarten mit dem Aufrüsten (mindestens 2-3 Monate). Denn wer jetzt eine aktuelle GPU kauft, könnte innerhalb sehr kurzer Zeit einen großen Wertverlust verkraften müssen.
für eine fast 2 jahre alte karte ist das deutlich zu teuer meiner meinung nach.