Arbeitsspeicher: Begriffe, Kauftipps und Marktübersicht zu RAM für Gaming-PC
In unserem Special geht es um Arbeitsspeicher: Wir eklären DDR-RAM, Taktwerte, Latenzen und mehr. Zudem gibt es eine Marktübersicht mit 16GB- und 32GB-Kits.
Unser heutiges Thema sind RAM-Riegel, die den Arbeitsspeicher des PCs stellen. Wir erklären euch an dieser Stelle einige wichtige allgemeine Dinge rund um RAM, geben aber auch Tipps, die euch bei der Auswahl von passendem RAM für euren PC helfen. Hinzu kommt eine Marktübersicht zu RAM-Kits mit je zwei Riegeln und einer Gesamtkapazität von 16 oder 32 Gigabyte. Doch was genau ist RAM überhaupt? Auf Festspeichern wie einer Festplatte oder SSD liegen Daten und Programme, die der PC laden kann, um die Daten der CPU zur Verfügung zu stellen. Damit die CPU auf diese Daten und Programme sehr schnell zugreifen kann, ohne dabei ausgebremst zu werden, werden sie in den besonders schnellen Arbeitsspeicher, das RAM des PCs geladen.
RAM steht für Random Access Memory steht und viel wie "frei zugänglicher Speicher" bedeutet. Im Gegensatz zu einer SSD oder Festplatte, wo Daten dauerhaft gespeichert sind, sind nach dem Abschalten des PCs die Daten im RAM weg. Daten im RAM werden auch je nach Bedarf bei laufendem Betrieb von wichtigeren Daten überschrieben. Derzeit benötigt ihr für die modernen CPUs aus den letzten Jahren so genannten DDR4- oder DDR5-RAM. Die Abkürzung DDR steht für Double Data Rate, also doppelte Daten-Rate.
DDR: Doppelter effektiver Takt
Dass sich der Takt effektiv verdoppelt, liegt an einer technischen Innovation: Ein einzelnes Taktsignal ist ein Spannungsstoß, bei dem die Spannung ansteigt und nach Erreichen des Peaks wieder absinkt. Beim alten SDRAM wurde pro Spannungsstoß ein Datenpaket gesendet oder empfangen, beim 1999 eingeführten DDR-SDRAM hingegen wird beim Ansteigen und Absinken der Spannung jeweils ein Datenpaket gesendet oder empfangen - die Taktrate verdoppelt sich effektiv. Es hat sich früh etabliert, dass die Hersteller und Shops für RAM-Riegel den effektiven Takt nennen und ihn im Namen einbauen, zudem schreibt man meistens verkürzt DDR-RAM und nicht mehr DDR-SDRAM. Das erste als DDR-400 vermarktete RAM hatte also effektiven Takt von 400 MHz, obwohl der echte, am RAM-Riegel anliegende Basis-Takt nur 200 MHz betrug.
Quelle: Silicon Power
Silicon Power XPOWER Turbine RGB DDR4 RAM
Ab DDR2 unterscheidet man zwischen Basis- und I/O-Takt. Letzterer ergibt sich aus dem Basistakt, der je nach DDR-Generation mit 2,4 oder 8 multipliziert wird. Das Doppelte des I/O-Taktes ist wiederum der effektive Takt. Im BIOS oder einigen Info-Tools wird der I/O-Takt angezeigt - wundert euch also nicht, wenn der RAM-Takt vermeintlich nur halb so hoch ist wie der, den der RAM von seinem Produktnamen her hat. Je nach Basistakt und DDR-Generation eines Riegels ergeben sich andere I/O-Taktwerte und effektive Taktraten für DDR-RAM. Pro Generation bringen die Hersteller dabei Riegel mit verschiedenen Basis-Taktwerten auf den Markt, wobei sich diese in 25 MHz-Schritten erhöhen - DDR5-RAM gibt es beispielsweise RAM mit Basis-Taktwerten von 300, 325, 350 und so weiter (in MHz angegeben). Das jeweils 8-fache des Basistaktes ergibt bei DDR5-RAM dann den I/O-Takt, das Doppelte dieses I/O-Wertes ist der effektive Takt. Bei DDR3 und DDR4 liegt der Faktor für das Berechnen des I/O-Taktes bei 4, und bei DDR2-RAM bei 2. Zur Veranschaulichung, welche Auswirkung die verschiedenen Multiplikatoren der einzelnen DDR-Generationen haben, schaut euch am besten folgende Tabelle mit DDR- bis DDR5-RAM an, deren Basis-Takt stets 200 MHz beträgt:
| RAM-Art | Basistakt | Faktor für I/O | ergibt einen I/O-Takt von | Effektiver Takt | Faktor im Vergleich zum Basistakt | Bezeichnung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| DDR | 200 MHz | mal 1 | 200 MHz | 400 MHz | Faktor 2 | DDR-400 |
| DDR2 | 200 MHz | mal 2 | 400 MHz | 800 MHz | Faktor 4 | DDR2-800 |
| DDR3 | 200 MHz | mal 4 | 800 MHz | 1600 MHz | Faktor 8 | DDR3.1600 |
| DDR4 | 200 MHz | mal 4 | 800 MHz | 1600 MHz | Faktor 8 | DDR4-1600 |
| DDR5 | 200 MHz | mal 8 | 1600 MHz | 3200 MHz | Faktor 16 | DDR5-3200 |
In der Praxis werdet ihr DDR5-3200-RAM, also mit einem Basistakt von 200 MHz, gar nicht im Laden kaufen können. Der geringste effektive Takt, den ihr bei DDR5-RAM in Shops findet, liegt bei 4800 MHz - die Basis ist dabei 300 MHz. 32GB davon kosten ab etwa 90 Euro. Schaut man sich an, welche Taktwerte für den doppelten Preis bei derselben RAM-Menge drin sind, dann sind dies 7600 MHz, also gut 58 Prozent mehr als bei DDR5-4800. Allerdings benötigt man hierfür passende Mainboards, zudem ist der Aufpreis für den möglichen Leistungsgewinn zweifelhaft. Mehr dazu auf der nächsten Seite.

Was haltet ihr von diesem G.Skill Ram: "G.Skill DIMM 64 GB DDR5-6000 (2x 32 GB) Dual-Kit, Arbeitsspeicher", mit Übertakten habe ich nicht viel am Hut deshalb, lohnt sich dieser Arbeitsspeicher überhaupt?
Auf ein B650E-F Board von ASUS verplant, bloß Mist das das Mainboard z.Z. nicht bei meinen Händler der Wahl gibt!