Halo: Campaign Evolved: Das (fast) perfekte Remake im Test
Moderne UE5-Grafik, verbessertes Gameplay und drei starke Bonusmissionen: Das legendäre Halo meldet sich als Remake zurück, diesmal auch für PS5. Hier erfahrt ihr, was Fans und Neueinsteiger erwartet.
Kein anderes Spiel hat die Xbox-Generation so geprägt wie Halo. Bungie definierte damals neu, wie wir Ego-Shooter auf Konsolen erleben, mit beeindruckender Technik, dichter Story, toller Atmosphäre, cleverer KI und Kämpfen mit einzigartigem Flow. Seither wurde die Kult-Ballerei mehrmals für PC, Xbox 360 und Xbox One neu aufgelegt - doch Playstation-Spieler gingen bislang leer aus. Und genau das ändert sich jetzt.
Mit Halo: Campaign Evolved feiert das originale Halo sein PS5-Debüt, schicker denn je. Die Entwickler haben nämlich nicht einfach nur das Remaster aus der Master Chief Collection rausgeputzt. Stattdessen gibt's ein von Grund auf neu entwickeltes Remake des allerersten Halo-Spiels, mit dem Bungie vor 25 Jahren Shooter-Geschichte geschrieben hat.
Halo: Campaign Evolved (jetzt kaufen 59,99 € / 53,99 € ) fußt auf der Unreal Engine 5 und hat neben toller Grafik auch ein paar sinnvolle spielerische Upgrades im Gepäck. Dazu gibt's drei brandneue Missionen, Koop und eine frische Ladung an Modifikatoren, die für Wiederspielwert sorgen. Im Test zu Halo: Campaign Evolved schauen wir uns an, was im Remake wirklich neu ist, ob auch Veteranen auf ihre Kosten kommen - und ob es der Master Chief immer noch draufhat.
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Top-Grafik dank Unreal Engine 5
Schon oft haben wir Remakes erlebt, die ein Spiel radikal neu denken und allenfalls noch die Grundidee beibehalten. Und dann gibt es Remakes, die sich alle Mühe geben, so dicht wie möglich am Original zu bleiben und nur da nachbessern, wo es wirklich nötig ist. Halo: Campaign Evolved fällt definitiv in die zweite Kategorie: Hier erwartet euch wieder das gute alte Halo, so wie ihr's damals erlebt habt - nur spielerisch etwas moderner und vor allem grafisch um Lichtjahre besser.
Look und Spielgefühl des Originals werden dabei super eingefangen, außerdem darf die Unreal Engine 5 wieder mal zeigen, was sie auf dem Kasten hat: Scharfe Texturen, saubere Charaktermodelle und viele neue Umgebungsdetails machen richtig was her. Unsere Highlights sind aber die stimmungsvolle Beleuchtung und die schicken Explosions- und Partikeleffekte. Gerade in dunkleren Szenarien, in denen Granaten explodieren, Funken fliegen und Energiegeschosse durch die Gegend zischen, lässt dieses Halo alle seine Vorgänger hinter sich.
Auch die Performance kann sich sehen lassen, sie hat sich seit der letzten Preview-Version deutlich verbessert. Wir haben auf einer normalen PS5 getestet, da gab es technisch nur noch wenig zu meckern. Ein wenig Tearing und kleinere Framedrops lassen sich zwar vereinzelt noch ausmachen, aber in der Summe fällt das kaum ins Gewicht. Technisch ist der Einstand auf der PS5 also absolut gelungen. Auf einer PS5 Pro gibt's außerdem noch einen Qualitätsmodus und PSSR-Support - das ist natürlich löblich, aber auch auf der Standard-PS5 bekommt man da ganz schön was geboten. Und das gilt natürlich auch für Xbox und für leistungsstarke PCs.
Screenshots aus unserer Testversion (PS5)
Alte Geschichte mit neuem Spielgefühl
Hinter der modernen Unreal-Fassade steckt wieder die gleiche Geschichte wie vor 25 Jahren. Als legendärer Master Chief ist es euer Job, die feindselige Alien-Allianz zu bekämpfen, eine gigantische, mysteriöse Ringkonstruktion zu erkunden und herauszufinden, wo zum Henker ihr da eigentlich gelandet seid. Egal, ob Cortana, die Flood oder ikonische Figuren wie 343 "Guilty Spark" - für Kenner ist das Ganze ein Heimspiel. Zumindest auf den ersten Blick.
Quelle: PC Games
Neue Zwischensequenzen werten die Erzählung auf. Am Inhalt ändert sich im Remake nichts.
Denn schaut man etwas genauer hin, entdeckt man viele Detailverbesserungen im Gameplay. Halo hat sich schließlich mit jedem Serienteil weiterentwickelt. Und Campaign Evolved übernimmt nun einiges davon, davon profitiert das Spielgefühl deutlich. Simples Beispiel: Ihr könnt euch zwar immer noch nicht an Kanten raufziehen, aber dafür dürft ihr diesmal endlich rennen. Eine Wohltat! Schließlich fallen manche Levels doch ziemlich weitläufig aus.
Außerdem könnt ihr so manche sinnlose Kämpfe vermeiden, indem ihr einfach an den Feinden vorbeiflitzt - gerade in späteren Missionen ist das gar nicht so unpraktisch. Obendrein gibt es jetzt kleine Zielmarkierungen, die euch auf Wunsch den Weg weisen. Verlaufen ist da praktisch unmöglich und man verbringt dadurch mehr Zeit mit Action, anstatt den nächsten Ausgang zu suchen.
Auch das Schadenssystem wurde etwas abgeändert. Neben dem Schild regeneriert sich diesmal auch eure Lebenskraft langsam, das funktioniert jetzt also ähnlich wie in Halo 2. Das macht Heilpakete überflüssig, darum wurden sie für das Remake kurzerhand entfernt.
Die Möglichkeit, zwei Knarren gleichzeitig zu nutzen, gibt es zwar nicht, aber dafür wurden alle Waffen gründlich überarbeitet. Euer Sturmgewehr hat jetzt zum Beispiel nur noch 36 Schuss im Magazin anstatt 60 - klingt erst mal nach Rückschritt, aber dafür ist die Standard-Wumme auch deutlich präziser und durchschlagskräftiger. Feinde gehen dadurch schneller zu Boden als im originalen Halo, in dem die Gegner noch ziemliche Kugelschwämme waren.
Vom griffigeren Gunplay profitieren auch die anderen Waffen: Egal ob Nadelwerfer, Shotgun oder Plasmagewehr, alles trifft nun mit mehr Wumms ins Ziel. Da schaut man sich also ein wenig von den späteren Halo-Teilen ab, ohne das vertraute Spielgefühl über Bord zu werfen.
Quelle: PC Games
Verbessertes Gunplay: Alle Waffen fühlen sich nun wuchtiger und präziser an.
Mehr Waffen, mehr Action, mehr Spaß
Das gilt auch für das erweiterte Waffenarsenal. Das ursprüngliche Halo war in der Hinsicht ja noch ziemlich mickrig - darum haben es jetzt neun zusätzliche Waffen aus späteren Serienteilen auch ins Remake geschafft. So könnt ihr zum Beispiel schon früh die Maschinenpistole aus Halo 2 nutzen, später liegen auch Nadelgewehr oder Brennstabkanone bereit. Die werten die Kämpfe spürbar auf!
Außerdem habt ihr die Möglichkeit, Energieklingen von besiegten Feinden mitzunehmen. Und später in der Kampagne dürft ihr auch den Sentinel Beam gegen Allianz und Flood einsetzen. Klar, die ganzen Waffen sind für Halo-Kenner letztendlich nur alte Bekannte, aber sie bringen einfach mehr Abwechslung in die Action - und das ist schon ein dickes Plus.
Quelle: PC Games
Ihr dürft nun auch neue Waffen aus späteren Halo-Spielen nutzen, darunter das Energieschwert. Das wertet die Kämpfe spürbar auf.
Und dann gibt es noch einen Schwung kleiner Verbesserungen, die wohl selbst Kennern des Originalspiels kaum auffallen werden. Zum Beispiel könnt ihr Power Ups wie den Bonusschild jetzt mitnehmen und erst dann einsetzen, wenn ihr sie braucht. Zudem dürft ihr feindliche Ghosts kapern, dazu kickt ihr den Piloten einfach aus dem Sitz und düst dann selbst mit dem Bike los. Bietet sich zwar gar nicht so oft an, aber es ist eben ein Detail, mit dem das Remake näher an seine Nachfolger rückt.
Das gilt auch für den Wraith, den klobigen Alien-Panzer dürft ihr jetzt nämlich auch selbst steuern. Das ist zwar nur an ein, zwei Stellen möglich und auch dann nur für wenige Minuten. Über den Mehrwert lässt sich also streiten. Aber als kleines Gimmick nehmen wir's natürlich gerne mit.
Quelle: PC Games
Auf Knopfdruck kann der Master Chief feindliche Ghosts kapern und die Piloten aus dem Fahrersitz kicken.
Leveldesign: Angst vor Veränderungen
Obwohl alle Missionen grundsätzlich so ablaufen wie früher, wurden die Levels komplett neu gebaut. Dadurch konnte das Team auch ein paar Details überarbeiten, zum Beispiel auf der beliebten vierten Map "Der Schweigende Kartograph". An einer bestimmten Stelle konnte man da früher nur mit Tricks und Mühe ein Fahrzeug nutzen - doch im Remake wurden hier die Hindernisse ganz einfach entfernt. Dadurch könnt ihr jetzt problemlos mit eurem Warthog reinbrettern und die Karre samt Minigun noch etwas weiter verwenden, wenn ihr Lust darauf habt.
Die größten Erwartungen gab es aber wohl an die "Bibliothek"-Mission. Die sorgte im Original noch für ein paar Durchhänger mit ihrem eintönigen, in die Länge gezogenen Leveldesign. Fürs Remake wurde der Abschnitt tatsächlich ein bisschen überarbeitet, die Laufwege fühlen sich dadurch kürzer an und auch die Begegnungen mit den Flood wirken im direkten Vergleich etwas gestrafft.
Quelle: PC Games
Viele Innenbereiche fallen eintönig aus, daran ändert auch das Remake leider nichts.
Trotzdem sollte man keine Wunder vom Leveldesign erwarten, denn letztendlich bleibt das Remake immer noch sehr nahe am Originalspiel. Heißt einerseits, dass ihr zwar an ikonische Schauplätze zurückkehrt und mehrere unterschiedliche Biome und Tageszeiten zu sehen bekommt - aber ihr erkundet eben auch viele Innenbereiche, die verdammt gleichförmig aufgebaut sind.
Egal, ob man sich durch metallene Hightech-Anlagen oder lila schimmernde Allianz-Raumschiffe kämpft - die kahlen Gänge, Räume und Kampfarenen sehen zwar gut aus, werden aber so oft recycelt, dass sie schnell eintönig werden. Zumal ihr euch in einigen Missionen nicht nur rein-, sondern auch wieder rauskämpfen müsst. Da sind Wiederholungen praktisch vorprogrammiert. Das Remake hätte hier die Chance gehabt, ganze Abschnitte umzubauen und gerade in der zweiten Spielhälfte ein paar Schwachstellen auszubügeln - doch so weit wollten die Entwickler dann eben doch nicht gehen.
Quelle: PC Games
Das Innere von Allianz-Schiffen erstrahlt in kräftig schimmerndem Lila. Sieht gut aus, wiederholt sich aber viel zu oft.
Jetzt noch ekliger
Dafür wurden die Flood ein bisschen überarbeitet, was auch kein Wunder ist - die berüchtigten Alien-Parasiten kamen ja längst nicht bei allen Halo-Fans gut an. Zwar bleibt auf den ersten Blick erst mal alles beim Alten, doch in der Praxis laufen die Gefechte gegen die Flood jetzt etwas zügiger ab.
Quelle: PC Games
Die Flood waren schon immer ein Streitpunkt unter Halo-Fans. Im Remake laufen die Kämpfe gegen sie etwas flotter ab, außerdem haben sie den Tank als vierten Gegnertypen hinzugewonnen.
Die Infektionsformen schwärmen zum Beispiel immer noch fröhlich durch die Gegend und zerplatzen bei Beschuss wie fleischige Luftballons, aber: Sie wimmeln zumindest nicht mehr ganz so wild herum wie früher. Oft kann man sie auch einfach ignorieren, allerdings muss man aufpassen, dass sie keine besiegten Kämpfer befallen und so wiederbeleben. Die Flood-Soldaten nutzen außerdem mehr Schusswaffen als früher, was die Gefechte mit ihnen zumindest etwas vielseitiger macht.
Neu sind diesmal die Tank Formen, die wir eigentlich erst aus späteren Halos kennen. Die Fleischberge schlucken mehr Treffer, gehen voll auf Nahkampf und werten die Action noch ein bisschen auf. Richtig neue Flood-Kreationen haben sich die Entwickler allerdings gespart, dabei hätte sich das ja eigentlich auch mal angeboten. Aber auch da bleibt das Team lieber bei den Inhalten, die man als Halo-Fan eh schon kennt.
Quelle: PC Games
Kämpfe gegen die Flood setzen uns immer wieder unter Druck.
Drei neue Bonusmissionen
Dafür hat das Remake aber noch ein Highlight auf Lager: drei brandneue Prequel-Missionen, die eine zusammenhängende Mini-Geschichte erzählen, die vor den Ereignissen von Halo angesiedelt ist. In diesen Einsätzen spielt Cortana keine Rolle, dafür ist der Master Chief nun gemeinsam mit Sergeant Johnson unterwegs. Im Team kämpft ihr euch zuerst durch ein Forschungsschiff der Allianz, das schon etwas mehr Abwechslung zu bieten hat als die immergleichen Alien-Gänge aus dem Hauptspiel.
Später landet ihr dann auf einer brandneuen Planetenoberfläche, die grafisch richtig was hermacht. Und fürs Finale gibt's sogar eine kurze Weltraumsequenz, in der ihr mit einem Allianz-Jäger durchs All düst und feindliche Schiffe wegputzt - spielerisch super simpel, aber zumindest optisch nett gemacht.
Quelle: PC Games
In den Bonusmissionen lernen wir auch neue Charaktere kennen.
Die Bonuslevels erzählen zwar keine aufregende Geschichte, aber sie punkten mit neuen Dialogen und Seitenhieben, ordentlichen Cutscenes und frischen Charakteren. Und mit zwei bis drei Spielstunden fühlt sich das Ganze auch nicht hingeschludert an, ganz im Gegenteil. Die Entwickler liefern hier guten, klassischen Halo-Content ab, der auch prima in einen der früheren Hauptteile gepasst hätte.
Quelle: PC Games
Space Shooter: Gegen Ende der Mini-Kampagne gibt's sogar einen Abstecher ins Weltall.
Fans dürften außerdem den Auftritt der "Brutes" feiern. Die mischen in den drei Bonusmissionen kräftig mit und bringen wieder frischen Wind in die Kämpfe. Zudem gibt's hier noch mehr Waffen aus späteren Halo-Teilen, darunter die kultige Battle Rifle und den Brute Spiker. Auch das ist ein klarer Gewinn fürs Gameplay - in diesem Fall ist "mehr" tatsächlich mal mehr.
Koop statt Deathmatch
Nun wären die ganzen neuen Waffen ja eigentlich ideal für einen anständigen Multiplayer - aber da macht Campaign Evolved einen Rückzieher, denn klassisches Deathmatch oder andere PvP-Modi gibt's diesmal nicht. Faulheit? Wir tippen eher darauf, dass man Halo: Infinite einfach keine Konkurrenz aus eigenem Hause machen wollte. Schließlich wird man da immer noch erstklassig bedient.
Dafür hat Campaign Evolved aber einen typischen Koop-Modus an Bord. Online können bis zu vier Spieler gemeinsam zocken, das geht dank Crossplay auch über alle drei Plattformen hinweg. Zudem gibt's auf PS5 und Xbox einen traditionellen Splitscreen-Multiplayer für zwei Spieler, da könnt ihr euch also wieder gemeinsam vor die Glotze hocken und die komplette Kampagne durchspielen. Auf dem PC müsst ihr auf das Feature aber leider verzichten.
Quelle: PC Games
Die Bonusmissionen bringen vor allem optisch viel frischen Wind.
(Hinweis: Weil der Splitscreen-Multiplayer in unserer PS5-Testversion nicht nutzbar war, können wir euch daraus noch keine Spieleindrücke schildern. Da wir das Feature aber schon aus anderen Halo-Spielen kennen, erwarten wir hier keinerlei Überraschungen. Sollte sich ab Release doch noch etwas daran ändern, werden wir die Infos hier ergänzen.)
Schädel sorgen für Wiederspielwert
Damit das Ganze auch langfristig Spaß macht, setzen die Entwickler wieder auf die beliebten Schädel. Die sind genau wie früher kreuz und quer in den Maps versteckt, oft an schwer erreichbaren Orten, für die man ganz schön die Augen offenhalten muss. Und weil sich alle Levels ein wenig verändert haben, wurden auch die Schädel neu verteilt. Selbst wenn ihr also schon alle Fundorte in- und auswendig kennt, müsst ihr im Remake noch einmal bei Null anfangen.
Quelle: PC Games
Schädel schalten Modifikatoren frei. Sie sind sehr gut versteckt, außerdem wurden ihre Fundorte im Remake geändert - ihr müsst euch also wieder auf die Suche machen.
Die Suche nach den Schädeln lohnt sich, denn sie schalten verschiedenste Modifikatoren frei, mit denen ihr euch das Spielerlebnis danach anpassen, und schwerer oder leichter machen könnt. Später wird auch noch ein Remix-Modus freigeschaltet, der noch mehr Chaos stiftet. Dadurch werden dann zum Beispiel alle Waffen und Gegner durchgemischt, sodass ihr die bekannten Levels ganz anders erleben könnt - inklusive aller Knarren und Gegner aus den drei neuen Missionen.
Manche Schädel richten sich dabei ausdrücklich an Puristen, einer deaktiviert etwa die neue Sprint-Funktion, ein anderer erhöht dafür das Magazin des Sturmgewehrs auf 60 Schuss. Also ideal für alle, die ein Halo-Erlebnis wie im Original wollen.
Quelle: PC Games
Mit einem bestimmten Schädel könnt ihr Halo komplett aus der Third-Person-Ansicht spielen. (Bild aus der Preview-Version für Xbox Series X)
Einer der spannendsten Schädel wechselt sogar die Perspektive von einer Ego-Ansicht in die Verfolgeransicht. So könnt ihr das komplette Spiel im Third-Person-Modus erleben, wenn das euer Ding ist. Und es ist auch ein schöner Wink an Bungie, die Halo ursprünglich mal als Third-Person-Spiel konzipiert hatten.
Wertung und Fazit
Stellt sich eigentlich nur noch die Frage, ob euch das ganze Paket die 60 Euro wert ist. Die Kampagne ist auf normaler Stufe in 12 bis 15 Stunden durchgespielt, inklusive Bonusmissionen. Der Koop-Modus ist dabei natürlich ein dickes Plus und die Schädel sorgen für ordentlichen Wiederspielwert. Trotzdem fehlt ein klassischer Multiplayer, ob man da also wirklich den Vollpreis aufrufen sollte, sei mal dahingestellt.
Immerhin bekommt man aber was für sein Geld. Die Halo Studios liefern ein starkes Remake ab, das tolle Grafik mit sinnvollen Verbesserungen kombiniert. Gerade die zusätzlichen Waffen oder simple Upgrades wie eine Sprint-Funktion werten die Action spürbar auf. Leider verzichtet das Remake aber darauf, ein paar Längen und Wiederholungen im Leveldesign auszugleichen, die schon im Originalspiel gestört haben. Das ist dann vielleicht perfekt für alle, die gar keine Veränderungen wollen, aber ob Neueinsteiger das auch so sehen, wagen wir mal zu bezweifeln. Die hätten zu spannenderem Leveldesign vermutlich nicht Nein gesagt.
Für eingefleischte Fans, die möglichst nahe am Original bleiben wollen, ist das Remake aber ein Volltreffer: Sie bekommen hier das Halo, mit dem alles angefangen hat, und zwar in seiner bislang besten Version. Bleibt nur zu hoffen, dass die Entwickler jetzt die Chance bekommen, auch die nächsten Teile neu aufzulegen. Falls ja, darf's dann auch gerne etwas mehr Mut zur Veränderung sein.
Meinung
Hinweis: Die PC-Fassung lag uns noch nicht zum Test vor, hier reichen wir die Wertung in Kürze nach.
Halo: Campaign Evolved ist offiziell ab dem 28. Juli 2026 erhältlich. Vorbesteller der Premium-Ausgabe können allerdings schon am 23. Juli loslegen, dieser Tag entspricht also dem tatsächlichen Releasetermin. Die Premium-Ausgabe kostet 80 Euro. Das reguläre Spiel kostet 60 Euro und erscheint für PC, Xbox Series S/X sowie PS5 und PS5 Pro. Texte und Sprachausgabe sind auf Deutsch. Transparenzhinweis: Für diesen Test wurde uns eine PS5-Version von Halo: Campaign Evolved vom Publisher zur Verfügung gestellt.

Für einen Release-Kauf reicht das leider nicht, dafür hab ich das Spiel schon oft genug damals gespielt.
Wird mal irgendwann im Sale geholt.