Guardians of the Galaxy im Test, Seite 2

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Test Christian Fussy - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Guardians of the Galaxy im Test, Seite 2
Quelle: Square Enix

Wir verraten euch in unserem Test zu Guardians of the Galaxy, ob die Marvel-Helden auf der Konsole genau so rocken wie auf der Kinoleinwand.

Mit der Zeit wird man diesem System allerdings schon Herr. Wo ich anfangs noch das Gefühl hatte, komplett von Funktionen erschlagen zu werden, meisterte ich die Kämpfe zum Schluss mit Leichtigkeit, was auch daran liegt, dass der normale Schwierigkeitsgrad sehr gnädig konzipiert ist. Und auch auf schwer sind die Kämpfe nicht so knackig, dass das für Frust sorgen würde.

Trotzdem geschahen mir häufig noch Ausrutscher, bei denen ich in der Hitze des Gefechts aufgrund der sensiblen Steuerung den falschen Knopf gedrückt habe. Wirklich ins Gewicht fällt so etwas natürlich nur, wenn man aufgrund eines Fehlers einen Schlag kassiert und die Kampfbewertung dadurch heruntergestuft wird.

Ab einem bestimmten Punkt im Spiel sind die Kampfbewertungen dann aber ohnehin überflüssig. Sobald man alle Fähigkeiten freigeschaltet hat, erhält man für absolvierte Gefechte nämlich auch keine Erfahrungspunkte mehr, was zwar logisch ist, einem aber auch der Befriedigung beraubt, für ein Scharmützel die Höchstwertung einzufahren. Das passierte mir ein ganzes Stück vor dem Endgame. Was die letzten paar Kämpfe ein Stück weniger unterhaltsam machte.

Neben Kämpfen, Erkunden und Cutscenes gibt es zudem Flugpassagen, in denen wir die Kontrolle über Star-Lords Raumschiff Milano übernehmen und Objekten ausweichen oder Gegner torpedieren müssen. Diese sind jedoch äußerst spärlich gesät.
Nach jedem Scharmützel erhalten wir eine Bewertung, die bemisst, wie viel Bonuserfahrung wir erhalten. Quelle: Square Enix Nach jedem Scharmützel erhalten wir eine Bewertung, die bemisst, wie viel Bonuserfahrung wir erhalten. Auch wenn das alles jetzt nicht gerade die Krönung innovativen Gameplays ist und ich es bevorzugt hätte, wenn Entscheidungen etwas weitreichenderen Einfluss gehabt hätten, ist das Gesamtpaket wirklich rund. Alle typischen Guardians-Elemente sind vorhanden und das Spiel bietet genug Abwechslung und hat exakt die richtige Länge, dass keine Langeweile durch Wiederholung aufkommt.

Er hat die Haare schön

Optisch ist Guardians of the Galaxy eine echte Wucht. Die knalligen Farben, coolen Designs und hochwertigen Effekte kommen auf der PS5 voll zur Geltung. Vor allem die Haare der Figuren, insbesondere Rockets Fell und Star-Lords geckenhafter Haarschnitt sehen in Nahaufnahmen wirklich beeindruckend aus. Einzig Zähne und Augen wirken in manchen Szenen ganz schön gruselig.

Vor allem Meredith Quill wirkt durch ihre blitzblanke Knabberleiste wie eine puppenhafte Imitation eines Menschen. Und Mantis (Emmanuelle Lussier-Martinez), die in dieser Version stark an die Figur Harley Quinn von der Comic-Konkurrenz DC erinnert, könnte mit ihren gigantischen Pupillen, riesigem Schlund und mehr Zähnen als Stefan Raab auch direkt einem Horrorfilm entsprungen sein.

Zum Glück sind zumindest die Designs der fünf Hauptfiguren einladend und angenehm anzusehen. Auch, wenn ich mit Star-Lords Auftreten als gelackter Dudebro, der sich für den Oberwitzbold hält, anfangs nur wenig anfangen konnte, muss ich gestehen, dass er mir in den rund 24 Spielstunden, die ich bis zum Abspann mit ihm verbracht habe, aber durchaus ans Herz gewachsen ist. Die farbenprächtige Spielwelt ist auf der PS5 eine echte Augenweide.  Quelle: Square Enix Die farbenprächtige Spielwelt ist auf der PS5 eine echte Augenweide. 

Die Stimmen stimmen

Nicht zuletzt ist das auch der hervorragenden englischen Vertonung zu verdanken. Insbesondere Rockets Voice-Actor macht einen Wahnsinnsjob und kommt der Filmfassung von Bradley Cooper extrem nahe. Doch auch der restliche Cast ist überzeugend, sodass man auch mal darüber hinwegsieht, wenn Gamora mitten im Kampf einen peinlichen Wortspiel-Spruch wie "Knife to meet you" raus haut. Die Zahl der Sätze, die für das Abenteuer eingesprochen wurden, ist immens und die konstanten Sticheleien unter den Figuren helfen wirklich, das Guardians-Feeling aufrecht zu erhalten.

Einzig, dass Schimpfwörter wie "Fuck" und "Shit" mit "flark" und "scutt" ersetzt wurden und diese in fast jedem Gespräch vorkommen, oft auch in Kombination, wirkt auf Dauer nervig und infantil. Zumindest ist mir bei anderen Videospielen selten so viel Fickscheiße begegnet wie in Guardians of the Galaxy.

Die deutsche Sprachausgabe ist dann ebenfalls verflarkt solide, wenn auch nicht ganz so divers wie das Original. Ich hatte das Gefühl, die Sprecher heben sich auf Englisch stimmlich stärker voneinander ab, was den Figuren noch etwas mehr Persönlichkeit verleiht.

Was den restlichen Sound angeht, steht bei den Guardians natürlich alles auf Rock 'n' Roll. Der Soundtrack enthält lauter lizensierte Songs aus den 70ern und 80ern sowie eigens für die fiktive Band Star-Lord komponierte Musik. Die Lieder spielen an bestimmten Stellen in der Handlung und können an Bord der Milano gehört werden.

Ganz so schön eingesetzt wie im von James Gunn zusammengestellten Soundtrack zu den Filmen werden die Stücke nicht, insgesamt sorgt die musikalische Untermalung aber trotzdem für Stimmung. Kostüme für die einzelnen Guardians sind an verschiedenen Orten in der Spielwelt versteckt. Quelle: Square Enix Kostüme für die einzelnen Guardians sind an verschiedenen Orten in der Spielwelt versteckt. Hinweis: In unserer Version des Spiels stieß ich noch auf ein vereinzelte Bugs. So gab es an einer Stelle Texturfehler und ich musste ein paar Kämpfe neu starten, weil meine Eingaben nicht mehr erkannt wurden oder ein Gegner im Boden feststeckte und nicht mehr anvisierbar war. An einer Stelle wurde ein Videoclip nicht abgespielt. Die Fehler ließen sich zwar leicht mit einem Neustart vom letzten Checkpoint beheben, sie sollten aber der Vollständigkeit halber trotzdem kurz erwähnt werden. Square Enix hat bereits einen Day-One-Patch mit Fixes angekündigt.

Meinung

Wertung zu Guardians of the Galaxy (PS5)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Stark erzählte, fesselnde StoryDetailreiche Umgebungen und FigurenGute MusikuntermalungOrdentliche Laufzeit von etwas über 20 StundenZahlreiche Comic-Easter-EggsHervorragende VertonungKonventionelles, aber abwechslungsreiches GameplayKeine Mikrotransaktionen
Überfrachtetes KampfsystemTeilweise peinliche Dialoge und GagsEntscheidungen spielen keine wahnsinnig große Rolle

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    • Kommentare (34)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1730761802 Mitglied
        Zitat von Nyx-Adreena
        Ich mache jetzt hier mal kurz Werbung aufgrund von Liebe.

        Das Spiel ist derzeit auf Steam 35% günstiger zu kaufen.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Habs mir an dem Tag mal gegeben. Unter der Woche komme ich kaum zum spielen, aber wenn, dann fesselt mich das Spiel. Hab mittlerweile um die 18h aufm Tacho und denke, ich bin bald durch.

        Spielerisch ist es grundsolide und ich hatte nie das Gefühl, dass das Kampfsystem überladen ist. Mich überkam auch nie wirklich Langweile beim Spielen. Auch die QTEs halten sich letztlich weitestgehend in Grenzen und sind jetzt auch nicht so nervig, wie gedacht. Ich hatte andere Probleme und selbst jetzt noch gibt es einige Bugs. So wurden 1-2 Szenen nach einem Kampf nicht getriggert, sodass ich neu laden und die Kämpfe neu bestreiten musste. Noch öfter blieb ich irgendwo hängen und kam nicht mehr raus. Die Folge: Nochmal neu laden und Punkt X neu machen.

        Die Story ist...was soll ich da groß sagen? Echt top. Hab ich so nicht erwartet, dass die Geschichte und die Figuren so gut geschrieben und präsentiert werden. Am Anfang zog es sich vlt. noch etwas, aber mit der Zeit wurde es immer besser und spannender.

        Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin begeistert von diesem Spiel. :)

        Edit: Hab's nun durch und ich hoffe, dass ein zweiter Teil nicht lange auf sich warten lässt. Sehr geiles Spiel, auch wenn es einige Kritikpunkte gibt. :D
      • Von Gast1730761802 Mitglied
        Zitat von Nyx-Adreena
        Ich mache jetzt hier mal kurz Werbung aufgrund von Liebe.

        Das Spiel ist derzeit auf Steam 35% günstiger zu kaufen.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Habs mir an dem Tag mal gegeben. Unter der Woche komme ich kaum zum spielen, aber wenn, dann fesselt mich das Spiel. Hab mittlerweile um die 18h aufm Tacho und denke, ich bin bald durch.

        Spielerisch ist es grundsolide und ich hatte nie das Gefühl, dass das Kampfsystem überladen ist. Mich überkam auch nie wirklich Langweile beim Spielen. Auch die QTEs halten sich letztlich weitestgehend in Grenzen und sind jetzt auch nicht so nervig, wie gedacht. Ich hatte andere Probleme und selbst jetzt noch gibt es einige Bugs. So wurden 1-2 Szenen nach einem Kampf nicht getriggert, sodass ich neu laden und die Kämpfe neu bestreiten musste. Noch öfter blieb ich irgendwo hängen und kam nicht mehr raus. Die Folge: Nochmal neu laden und Punkt X neu machen.

        Die Story ist...was soll ich da groß sagen? Echt top. Hab ich so nicht erwartet, dass die Geschichte und die Figuren so gut geschrieben und präsentiert werden. Am Anfang zog es sich vlt. noch etwas, aber mit der Zeit wurde es immer besser und spannender.

        Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin begeistert von diesem Spiel. :)

        Edit: Hab's nun durch und ich hoffe, dass ein zweiter Teil nicht lange auf sich warten lässt. Sehr geiles Spiel, auch wenn es einige Kritikpunkte gibt. :D
      • Von Nyx-Adreena Nerd
        Ich mache jetzt hier mal kurz Werbung aufgrund von Liebe.

        Das Spiel ist derzeit auf Steam 35% günstiger zu kaufen.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Nyx-Adreena Nerd
        Hmm, als „eintönig“ würde ich das Kampfsystem jetzt nicht bezeichnen. Du schießt zu allererst einmal selbst auf die Gegner. Dazu nutzt du unter anderem getimte aufgeladene Schüsse bei Überhitzung, Elementarschüsse, da Gegner bestimmte Anfälligkeiten haben oder eben Peters Fähigkeiten. Dann kannst du die anderen Guardians befehligen. Bestimmte Gegner muss man beispielsweise mit Drax zum Taumeln bringen, um sie angreifbarer zu machen (ähnlich wie das „Schocken“ in FF7R) oder man nutzt Groot für die Massenkontrolle. Rocket ist anfangs eher was fürs Grobe. ;) Und dann kann man die Guardians mit der Umgebung interagieren lassen. Drax wirft z.B. Felsen oder Explosionsfässer auf Gegner. Ab und zu gibt es dann ein QTE, wenn man Gegner z.B finishen kann.
        Also eintönig…finde ich jetzt nicht. Und es ist auch keine QTE-Orgie. Das ist kein Heavy Rain. :B

        Und es gibt viele Passagen, in denen nicht gekämpft wird. Ich weiß nicht, ob das später mehr wird. Bin in Kapitel 6. bisher finde ich das Balancing sehr gut gelungen.
      • Von fud1974 Mitglied
        Zitat von Chemenu
        Hmm, ich hab mir jetzt einige Review Videos angesehen und finde das Gameplay sieht einfach furchtbar aus. Eintönige Arena Battles und Bullet Sponge Gegner am Fließband garniert mit jeder Menge Quicktime Events. Glaub das Spiel lass ich lieber liegen. :|
        Kommt drauf an was du vom Gameplay her erwartest.. für mich funktionieren genau diese Arena Battles.. mehr erwarte ich da auch nicht.

        Guardians of the Galaxy spielt man bestimmt nicht wegen des Kampf-Gameplays alleine, das ist mehr so eine "Gesamterfahrung". :)

        Wer auf ausgefuchste Kampfmechaniken steht schaut sich bestimmt anderweitig erfolgreicher um.
      • Von OldShatterhand Mitglied
        Zitat von Chemenu
        Hmm, ich hab mir jetzt einige Review Videos angesehen und finde das Gameplay sieht einfach furchtbar aus. Eintönige Arena Battles und Bullet Sponge Gegner am Fließband garniert mit jeder Menge Quicktime Events. Glaub das Spiel lass ich lieber liegen. :|
        Bei QTEs können sie mich auch gern am Arsch lecken. Ich spiele grundsätzlich keine Titel, die es damit auf die Spitze treiben. Heavy Rain z.b. wäre ein Alptraum für mich.
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