Gran Turismo: Sport im ausführlichen Test

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Test Olaf Bleich - Autor Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Sascha Lohmüller - Redaktionsleiter Christian Dörre Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Gran Turismo: Sport im ausführlichen Test
Quelle: Sony

Polyphony Digital geht mit Gran Turismo Sport neue (Online-)Wege - und das wird sicher nicht jedem gefallen. Der Test klärt über die Vor- und Nachteile der Neuausrichtung auf! (Inklusive Test-Update auf der letzten Seite)

Zu guter Letzt folgt schließlich noch die Option "Streckenerfahrung". Hinter diesem kryptischen Namen verbirgt sich ein Trainingsmodus für insgesamt 22 Kursvarianten. Leider fühlt sich auch diese Option wie Fließbandarbeit an. Anstatt euch beispielsweise einen virtuellen Fahrlehrer oder zumindest eine Boxen-Crew zur Seite zu stellen, klappert ihr einfach nur einzelne Streckenabschnitte ab und erhaltet im Anschluss Bewertungen dafür. Atmosphäre kommt angesichts dieser fehlenden Liebe zum Detail kaum auf. Vielmehr richtet sich diese Variante wirklich nur an jene, die wirklich alle Aufgaben meistern oder sich auf den Online-Betrieb vorbereiten wollen. Am Otto-Normal-Piloten geht diese Variante aber vorbei. Jedes Fahrzeug besitzt nun seine eigene Cockpit-Perspektive. Sehr schön: Beide Rückspiegel sind vollständig animiert. Selbstverständlich kurbelt der Fahrer auch munter am Lenkrad.<br>
  Quelle: PC Games Jedes Fahrzeug besitzt nun seine eigene Cockpit-Perspektive. Sehr schön: Beide Rückspiegel sind vollständig animiert. Selbstverständlich kurbelt der Fahrer auch munter am Lenkrad.
 

Die Erfahrung macht's

So schnöde die Einzelspieleroptionen aber auch sind - das Erfahrungssystem sorgt trotzdem für eine gewisse Motivation. Gran Turismo Sport zählt jede unserer Aktionen wie beispielsweise die zurückgelegten Kilometer mit und verteilt bei Stufenaufstiegen Belohnungen. Mal erhalten wir zusätzliches Geld für den Ingame-Shop, mal neue Streckenvariationen oder Erfahrungspunkte für unser Profil. Letzteres fungiert als übergeordnete Instanz und beschert uns bei Level-Aufstiegen zusätzliche Boni. Das System mag nicht unbedingt taufrisch sein, trotzdem ertappen wir uns dabei, wie wir immer wieder in den Übersichtsbildschirm klicken und unsere Statistiken checken. Das Erfahrungssystem punktet, und selbst nach erfolglosen Rennen erhalten wir so eine kleine Entschädigung für unsere Mühen.

Der Tokyo Expressway zeichnet sich weiterhin durch seine engen Tunnel aus. Hier müssen wir extrem aufpassen, um nicht bei Berührungen mit der Konkurrenz disqualifiziert zu werden.<br>
  Quelle: PC Games Der Tokyo Expressway zeichnet sich weiterhin durch seine engen Tunnel aus. Hier müssen wir extrem aufpassen, um nicht bei Berührungen mit der Konkurrenz disqualifiziert zu werden.
 

Liebevolle Details am Rande

Es gibt in Gran Turismo Sport viele zweifelhafte Designentscheidungen, doch die Detailversessenheit ist bei Polyphony Digital glücklicherweise immer noch da. Wir erkennen sie vor allem in den netten Kleinigkeiten und Spielereien wieder. Das Rennspiel beinhaltet eine Reihe vom Multi- und Singleplayer losgelöste Optionen, die ebenfalls eine Menge Zeit fressen können. In dem Foto-Modus Scapes etwa setzen wir unsere Lieblingskarossen ins rechte Licht. In Zeiten, in denen Fotomodi in Spielen wie Horizon: Zero Dawn oder Uncharted 4: A Thief's End für Furore sorgen, passt Scapes ausgezeichnet. Gleiches gilt für den Lack-Editor, mit dem wir unsere Lieblinge so umfärben und verändern, wie es uns gefällt.

Besitzer der PlayStation VR kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Die VR-Tour mag zwar kein vollwertiges Spiel sein, sorgt aber trotzdem für einen kleineren Aha-Effekt. Im Showroom betrachten wir unsere Boliden, dürfen sie aber leider nicht frei begutachteten. Deutlich besser gefallen uns da die Fahrten mit PlayStation VR. Die Umsetzung ist überraschend gut und erzeugte zumindest bei uns keinerlei Schwindelgefühl. Das ganze Spiel können wir mit der VR-Brille nicht zocken, wohl aber zwischendurch eine Reise in die virtuelle Realität wagen. All diese Nebenoptionen können sich also - trotz kleiner Macken - durchaus sehen lassen.

Die Stärken auf der Strecke

Entscheidend ist allerdings auch in Gran Turismo Sport, was auf der Strecke passiert. Und zumindest in puncto Fahrgefühl liefern die Macher wie gewohnt ab. Im Gegensatz zu Project Cars 2 bedarf es keines zusätzlichen Einstellungs-Tunings - Gran Turismo Sport spielt sich mit dem PS4-Controller auf Anhieb famos. Der Anspruch erweist sich auf höchster Stufe als längst nicht so hoch wie etwa bei der Konkurrenz, sondern vermischt geschickt Realismus mit eingängigem Fahrgefühl.

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von kornhill Mitglied
        Top! Ich war ziemlich enttäuscht von dem mageren SP Inhalten, oder besser von den nicht vorhandenen SP Inhalten. Komplett an der Fanbase vorbeientwickelt...
      • Von kornhill Mitglied
        Top! Ich war ziemlich enttäuscht von dem mageren SP Inhalten, oder besser von den nicht vorhandenen SP Inhalten. Komplett an der Fanbase vorbeientwickelt...
      • Von suggysug Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von LouisLoiselle
        Denen kann man hundertmal in den Kommentaren erklären, sie sollen sich doch bitte vor einem Kauf mal informieren, nichts blind kaufen und erst recht nicht vorbestellen. Wer so naiv ist,...
        Wo bleibt den da der Spass ^^,
        mal ernsthaft ich finde es nicht das es an den Vorbestellungen liegt.
        Eher an den fast schon perversen Erwartungshaltungen.

        NPCs sind in Forza nicht so schlau?
        Zu wenig Autos in Gran Turismo?
        Wird gleich mal mit 1 Stern von 5 abgestraft.
        Andere positive Aspekte werden dann bewusst Ausgeblendet.

        Und wenn's mal nicht die Erwartungen sind dann der Neid. Inakzeptanz zu konkurrierenden Spielen die die Sache genauso gut oder besser machen als das favorisierte Spiel.

        Wertungen sind eine super Sache, scheitern leider wie bei vielen Dingen an der Dummheit und Ignoranz mancher Menschen.
      • Von Sanador Spiele-Enthusiast/in
        Nach dem Totalschaden namentlich DriveClub versucht es Sony abermals mit einem Vollpreis-Multiplayer-Only-Rennspiel.
        Hier scheint es aber zumindest aus technischer Sicht deutlich besser zu sein und mit dem noch halbwegs bekannten Namen "Gran Turismo" wird es keinen so schnellen Tod erleiden.

        Dennoch Schade um die Rennspielreihe, denn auf ein richtiges Gran Turismo 7 mit absurd vielen Autos, wo 60% aller Wagen von japanischen Auto-Herstellern sind, hätte ich ein bisschen Lust.
      • Von OldShatterhand Mitglied
        Zitat von LOX-TT
        genau deswegen kann man diesen User-Score auch in die Tonne kloppen
        Man kann viele Bewertungen heutzutage in die Tonne kloppen. Leider. Sieh dir die Amazon-Bewertungen an. Schon über 200, die auf einem Stern stehen. Da könnte man denken, ein ganzer Trollhort wäre explodiert. Denen kann man hundertmal in den Kommentaren erklären, sie sollen sich doch bitte vor einem Kauf mal informieren, nichts blind kaufen und erst recht nicht vorbestellen. Wer so naiv ist, darf sich nicht wundern, wenn er plötzlich mal ein Spiel erhält, das er so (in dieser Form) nicht wollte.
      • Von Honigpumpe Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von drbrainnn
        Die user score auf metacritic 5,9/10 ist zwar nicht berauschend aber gegen Forza 7 pc user score 3,3/10 nicht so schlecht.Warum besonders Forza 7 von den Spielern so schlecht 3,3/10 bewertet wird wäre interessant.
        Meistens posten da doch eh nur die Hater, weil sie sich entweder das Spiel nicht leisten konnten oder zu blöd waren, es zu installieren. Wer zufrieden ist, macht sich eher nicht so die Mühe, mal ein Lob zu schreiben.
      Direkt zum Diskussionsende
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